Warren warnt vor Waren – «Shopping-Kataloge können Satans Werkzeuge sein»

Shopping-Kataloge und Hochglanz-Magazine können «Werkzeuge Satans» sein, weil sie Neid erzeugen können, sagt Pastor und Bestsellerautor Rick Warren. «Neid ist nicht mehr eine der sieben Todsünden, sie ist ein Marketing-Instrument geworden.»
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Zwei Frauen schauen einen Katalog an.

Shopping-Kataloge und Hochglanz-Magazine können «Werkzeuge Satans» sein, weil sie Neid erzeugen können, sagt Pastor und Bestsellerautor Rick Warren. «Neid ist nicht mehr eine der sieben Todsünden, sie ist ein Marketing-Instrument geworden», beobachtet der Gründer der «Saddleback Church».

Die Gesellschaft sei überwuchert von Neid. «Die Bibel zeigt uns, dass der Neid die Wurzel der Sünde ist. Er kann alles und jeden um dich herum zerstören.» Die gesamte Marketing-Industrie sei um Eifersucht herum aufgebaut. Vieles, was der Mensch tue, geschehe aus dem Willen heraus, Neid zu erzeugen. «Satan besitzt diese Werkzeuge namens 'Kataloge', die Neid kreieren.»

Kain tötete seinen Bruder Abel aus Neid. Neid sei jedoch eine Verschwendung von Zeit und Energie. «Jemanden eine Minute lang zu beneiden ist Verschwendung deiner eigenen Lebenszeit. Du verschwendest das Leben, das Gott dir gegeben hat, während du versuchst, das Leben von jemand anderem zu leben.»

Nicht ein anderes Leben leben

Es sei mit ein Grund, weshalb Jesus am Kreuz gestorben sei. «Zweimal steht dies in der Bibel. Es war der Neid, der die Priester zu Pilatus führte, damit er ihn unter Arrest stellte. Die religiösen Führer waren neidisch auf seine Popularität.»

Wenn man für etwas lebe, bete man das an. «Und immer, wenn es nicht Gott ist, wird es zum Götzen.»

Es sei besser, zufrieden zu sein mit dem, was man hat, statt jemand anderes sein zu wollen. Glücklich sein ist eine Entscheidung, meint Warren: «Wenn du jetzt nicht glücklich bist, bist du auch nicht glücklich, wenn du mehr hast. Es gibt viele Leute, die mehr haben als du, doch sie sind nicht glücklicher.»

«Träume sind gut»

Freilich rufe er nicht dazu auf, keine Ambitionen mehr zu haben. «Diese sind gut.» Man solle für das Gute im Leben arbeiten. Man solle einen Traum im Leben haben. Doch die Ziele sollten nicht vom Neid gesteuert oder gesetzt werden. «Träume, Ambitionen, Ziele und Wünschen hat Gott in uns hineingelegt.»

Neid jedoch treibe einen dazu an, etwas haben zu wollen, das andere schon haben. «Und man denkt, man sei erst glücklich, wenn man dies selbst hat.» Das sei eine Lüge. «Lerne dankbar zu sein für das, was du bist und hast. Alles, was du hast, ist ein Geschenk von Gott.»

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