Im Tschad – Mutige Evangelisten erreichen okkulten Stammeshäuptling

Unerreichte Volksgruppen zu besuchen und ihnen das Evangelium weiterzugeben, ist immer mit einem Risiko verbunden. Trotzdem macht Jeremiah mit seinem Team evangelistische Einsätze – und erreicht sogar Häuptlinge.
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Evangelisten erreichen okkulten Stammeshäuptling

Von den 17 Millionen Einwohnern des Tschads sprechen über zwei Millionen kein Arabisch, es gibt insgesamt über 120 Sprachen und Dialekte im Land. Bibelübersetzer arbeiten fleissig daran, die Bibel in diverse Sprachen zu übersetzen – und Missionare wie Jeremiah (Name geändert) werden in der Bibelübersetzung geschult, verbreiten das Evangelium und gründen Gemeinden, wo Menschen zum Glauben kommen.

«Wir können uns nicht vorstellen, was für eine Auswirkung das auf Volksgruppen hat», berichtet im Bezug auf die Bibelübersetzung Dane Skelton von der Missionsorganisation unfoldingWord, die Jeremiah bei seiner Arbeit unterstützt. Insbesondere helfen sie dabei, bestimmte Bibelgeschichten in die jeweiligen Sprachen zu übersetzen. Plötzlich die Bibel in der eigenen Sprache lesen zu können, revolutioniere die Welt der Menschen.

Doch das ist nicht immer einfach. Eine der noch unerreichten Volksgruppen ist etwa für ihre Gewalt gegenüber Christen bekannt. «Diese Volksgruppe zu erreichen, ist sehr riskant», erklärt Skelton. Dennoch machte sich Jeremiah mit seinem Team auf den langen Weg, um die Gruppe zu besuchen.

Im Haus des Häuptlings

Wenn man ein Dorf besuchen will, muss man jeweils zuerst den Dorfältesten oder den Stammeshäuptling besuchen. Und der Häuptling dieser Volksgruppe war weithin gefürchtet. «Er war geübt darin, über okkulte Mächte zu verfügen und Menschen anhand dessen zu manipulieren», so Skelton. Doch als Jeremiah und das Team ins Dorf kamen, war der Stammeshäuptling sehr krank, lag im Bett und konnte noch nicht einmal essen. So erzählte das Team die biblischen Geschichten direkt den Dorfbewohnern. Zum ersten Mal hörten sie das Evangelium in ihrer eigenen Sprache!

Vor dem Rückweg spürte Jeremiah, dass er für den kranken Häuptling beten sollte – am Krankenbett. Es wurde ihm erlaubt. «Der Heilige Geist sagte Jeremiah: 'Ich will, dass du ganz mutig bist!'», berichtet Skelton. «Jeremiah sagte: 'Häuptling, ich muss dir erzählen, dass es einen König der Könige gibt. Sein Name ist Jesus und wenn du an ihn glaubst, wird er dich heilen.'» Ohne lange zu zögern, erklärte der Häuptling, dass er an Jesus glauben möchte und nahm ihn im Gebet als seinen Herrn und Retter an. «Wenige Tage später berichtete die Frau des Stammeshäuptlings, dass es ihm wieder gut geht und er bereits aufstehen konnte.» Das Risiko hatte Früchte getragen.

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