Kinder als Show-Junkies – «Musik ist mein Leben – ich habe keinen Plan B»

Wie wohl in keiner anderen Generation, haben Jugendliche den Drang, Stars zu werden. Das Streben nach dem Sein ist oft die Suche nach dem Sinn, nach Unvergänglichkeit, nach Ewigkeit. Anschauungsunterricht liefert derzeit «The Voice Kids».

Wie wohl in keiner anderen Generation, haben Jugendliche den Drang, Stars zu werden. Das Streben nach dem Sein ist oft die Suche nach dem Sinn, nach Unvergänglichkeit, nach Ewigkeit. Anschauungsunterricht liefert derzeit die französische Version von «The Voice Kids».

Derzeit treten im französischen Fernsehkanal «TF1» kleine Wirbelwinde an, um in der Sendung «The Voice Kids», der Nachwuchs-Franchise von «La plus belle voix» möglichst weit zu kommen. So weit so gut. Erstaunlich ist, was die Jugendlichen bei ihrer Vorstellung zu sagen haben.

«Wenn ich singe, dann bin ich in einer anderen Welt» oder «Beim Musik machen schwebe ich» oder «Musik ist mein Leben – ich habe keinen Plan B». Das absolute Highlight von diesem Wochenende war jedoch ein 13-jähriger Einwanderer-Junge. Im Alter von zwei Jahren zog seine Familie mit ihm von Portugal nach Frankreich. In «The Voice Kids» trat er nun mit einer melancholischen portugiesischen Nummer an und begründete hinterher: «Das Lied passt gut zu mir, weil ich mich dabei an meine Liebe erinnere, dich ich in Portugal zurücklassen musste.» Noch einmal für das Protokoll: Er verliess das südwesteuropäische Land im Alter von zwei Jahren.

Erfüllung gesucht

Sind wir ehrlich: Die Kids plappern im Grund nichts anderes nach als das, was ihnen die um eine bis zwei Handvoll Jahre älteren Vorbilder in all den Talent-Shows vorquasseln. Es ist die Suche nach dem Sein, welches dem Dasein einen Sinn geben soll. Und dieser Traum ist – nicht zuletzt im Zug und im Lichte zahlloser Internet-Stars – wesentlich greifbarer als vor zehn bis zwanzig Jahren.

In jedem Menschen schlummert die Sehnsucht nach Anerkennung und Liebe. Die Band «Nickelback» bringt das im Lied «Rockstar» zum Ausdruck, welches davon handelt, dass das Leben nicht so rausgekommen ist, wie eigentlich gewünscht. Erträumt wird ein Whirlpool, ein Stern auf dem Hollywood-Boulevard, fünfzehn Autos und Ruhm und Glück.

Den inneren Durst stillen

Völlig egal, was man erreicht: Die Sehnsucht nach mehr bleibt und selbst auf dem Olymp ist das Leben nicht so einfach, wie es scheint, wie beispielsweise Keira Knightley und Jennifer Lopez freimütig erklärt haben.

Selbst wenn ein «spektakuläres Sein» erreicht ist, ist der innere Durst nicht gestillt. Er kommt wieder. Sogar Jesus Christus kannte dieses Gefühl, wenn auch von der erfüllenden Seite. Er erklärte dies, als er an einem Brunnen vorbeikam: «Jeder, der dieses Wasser trinkt, ist bald wieder durstig. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, der wird nie wieder Durst bekommen. Dieses Wasser wird in ihm zu einer Quelle, die bis ins ewige Leben hinein fliesst.» (Johannes, Kapitel 4, Verse 13-14)

Oder an einer anderen Stelle: «Ich bin das Alpha und das Omega – der Anfang und das Ende. Jedem, der durstig ist, werde ich aus der Quelle, die das Wasser des Lebens enthält, umsonst zu trinken geben!» (Offenbarung, Kapitel 21, Vers 6)

Jesus erfüllt den Durst, den das Rampenlicht nicht zu stillen vermag. Er schenkt echtes Sein, echte Unvergänglichkeit, echte Ewigkeit.

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