Ein Lebensstil – Mission ist für alle Christen, nicht nur für die «Berufenen»

Das Wort «Mission» ist in christlichen Kreisen ein ziemlich belasteter Begriff, sagt OM-Mitarbeiter Ben Bookless. Oft ruft das Thema bei verschiedenen Menschen unterschiedliche Bilder hervor – doch der Aufruf richtet sich an alle Christen.
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Ben Bookless

Das Wort «Mission» ist in christlichen Kreisen ein ziemlich belasteter Begriff, sagt OM-Mitarbeiter Ben Bookless. Oft ruft das Thema bei verschiedenen Menschen unterschiedliche Bilder hervor – doch der Aufruf richtet sich an alle Christen.

«Kirchen haben 'Missionspartner', Menschen werden 'auf Mission' geschickt. Was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie das Wort 'Mission' hören?», fragt Ben Bookless vom «Missions Discipleship Training» (MDT) von «Operation Mobilisation» (OM).

Und er fragt weiter: «Denken Sie an Menschen, die durch den Dschungel von Bolivien wandern, um einen weit entfernten Stamm zu erreichen? Oder Kirchen in unerreichten Gebieten zu gründen? Sind es universitäre Veranstaltungswochen oder kirchliche Einsätze? Wenn Sie an Mission denken, denken Sie dann jemals, dass es etwas für Sie ist, das Sie tun sollten?»

«Wenn Sie mir diese Frage vor ein paar Jahren gestellt hätten, hätte ich wahrscheinlich nein gesagt. Aber dann verliess ich mein Zuhause und meinen bequemen Arbeitsplatz in Schottland und wurde mit dem Fallschirm ins Herz einer unglaublich multikulturellen Gemeinde in Birmingham abgesetzt. Ich begann zu erkennen, dass Mission so viel mehr ist als ich gedacht hatte. Mission ist nicht nur eine Tätigkeit, die man ausübt; Mission ist die Art und Weise, wie man lebt – Mission ist Anbetung.»

Nur für bestimmte Menschen?

Oft werde in christlichen Gemeinden gedacht, dass «Mission» nur für bestimmte Menschen gilt, die «berufen» sind. «Während meiner Zeit in Birmingham mit der OM traf ich eine pensionierte Dame aus der Karibik. Sie ist wahrscheinlich eine der am wenigsten pensionierten 'Rentner', die ich je getroffen habe. Sie lebt in einer Gegend von Birmingham, die von Spannungen und Kriminalität geprägt ist, und ist eine inoffizielle Führungspersönlichkeit in der Gemeinde.»

Der Herr habe ihr die Seligpreisung «Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden» aufs Herz gelegt. Die Menschen kommen mit ihren Kämpfen und Konflikten zu ihr, und jüngere Menschen suchen einen Mentor. «In all diesen Dingen vertrat sie Christus. Sie hatte ein Herz für das Gebet und den Wunsch, die geistliche Atmosphäre zu verändern. Jeden Tag schaute sie auf den Herrn und sagte: 'Benutze mich heute so, wie du es willst.' Ihr Leben war ein Akt der Anbetung für den Herrn. Ihr Leben war ein Leben der Mission. Nicht eine Mission, die darin bestand, ihre Gemeinschaft zu verlassen, sondern eine Mission, die mitten unter ihnen war; die Liebe Jesu dort zu leben, wo er sie hingestellt hatte, mit den Gaben, die er ihr gegeben hatte.»

Musik nicht unterschätzen

Weiter hält Ben Bookless fest: «Wir dürfen auch die Rolle des Gottesdienstes durch Musik als Teil der Mission nicht unterschätzen. Musik hat eine unglaubliche Kraft. Ein Lied oder ein Künstler kann Fremde zusammenführen, eine Bewegung schaffen oder eine Vision vermitteln. Musik bringt uns Hoffnung und Freude.»

Musik habe die Kraft, Kulturen zu überwinden. «Die Gegend von Birmingham, in der ich mit OM Zeit verbrachte, war ein fast ausschliesslich islamisches Gebiet. Aber zur Weihnachtszeit gingen wir gemeinsam hinaus, um Weihnachtslieder zu singen. Während wir sangen, begannen wir, uns mit den örtlichen Gemeinschaften zu unterhalten. Barrieren wurden abgebaut, und die Menschen begannen, Fragen zu stellen.»

Seine Liebe leben

Ben Bookless reflektiert: «Wie können wir in einer Kultur, in der so viele Menschen dem Evangelium gegenüber feindselig eingestellt sind, die geistliche Atmosphäre verändern?»

Sein Ratschlag: «Lassen Sie sich ermutigen! Diese kommende Generation ist eine der am stärksten global ausgerichteten Generationen, die der Planet je gesehen hat. Es gibt eine riesige Chance für junge Nachfolger Jesu, seine Liebe zu leben, indem sie sich für seine Welt und die Menschen, die in ihr leben, einsetzen und ihnen vermitteln, wie Gott für sie sorgt. Zeigen und sprechen Sie weiter von Gottes Liebe.»

Kreativ sein

Ein Beispiel sind die neuen Technologien, regt Ben Bookless an: «Es gibt auch viele Möglichkeiten, über die sozialen Medien anzubeten. Es ist eine Gemeinschaft, in der Sie Ihre Fähigkeiten und Ihre Kreativität einsetzen können, um von Gott zu zeugen und in Ihrem Umfeld von ihm zu sprechen – es ist eine Plattform, die kulturelle Unterschiede überwindet und Ihnen Zugang zu Menschen rund um den Globus verschafft.»

Abschliessend hält Ben Bookless fest: «Sie können Ihre Fähigkeiten und den Kontext, in den Gott Sie gestellt hat, nutzen, um ihn in einem missionarischen Lebensstil anzubeten. Wenn wir hinausgehen, um die Liebe Jesu im Alltag zu zeigen, bringt uns das dazu, aufzublicken und uns nach der Gemeinschaft umzusehen, in der wir leben, und Gott anzubeten, indem wir an der Seite unserer Gesellschaft ein Leben der Mission führen.»

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