Ein Wort von Wirth – Hinab in meine eigene Wirklichkeit

Kennen Sie Menschen, die sich in einem Burnout, einer Depression oder in der Midlife-Crisis befinden? Was wäre, wenn wir in unsere eigene Wirklichkeit hinabsteigen könnten?

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Johannes Wirth

Kennen Sie Menschen, die sich in einem Burnout, einer Depression oder in der Midlife-Crisis befinden? Was wäre, wenn wir in unsere eigene Wirklichkeit hinabsteigen könnten? 

Johannes Wirth startet im dieswöchigen Teil der Advents-Serie mit einem Zitat von Benediktinerabt, Anselm Grün: «Lebe dein Leben, steig hinab in deine Wirklichkeit.»  Könnte es sein, dass, wenn wir etwas davon verstehen, was Anselm Grün in seinem Zitat meint, es Depressionen, gewissen Arten von Burnouts oder einer Midlife-Crisis vorbeugen könnte? Könnte es sein, dass unser Zugang zu anderen Menschen ganz neu und intensiver wird? 

Jesus stieg hinab 

In Philipper, Kapitel 2, Vers 7 heisst es, er wurde einer von uns. Ein Mensch, wie andere Menschen. Jesus stieg in unsere Wirklichkeit hinab. Man sieht das im Kampf, im Garten Gethsemane. Jesus sagt in Markus, Kapitel 14, Vers 34: «Meine Seele ist zu Tode betrübt.» Auch Jesus brauchte Gebete und auch er war verzweifelt.   Grosse Persönlichkeiten aus der Bibel hatten ebenfalls ihre Kämpfe und Probleme. Mose beispielsweise, der nicht vor Menschen reden konnte. Rahab war Prostituierte. Jakob, der Stammvater, war gleichzeitig auch ein Betrüger und Lügner. Simson, ein Held Gottes, hatte seine sexuelle Lust nicht im Griff. Jona lief aus Angst vor Gott weg. Elia und Jeremia waren beide depressiv, Jeremia dazu noch selbstmordgefährdert. Thomas hatte grosse Zweifel am Glauben, die Samariter-Frau am Brunnen war mehrmals geschieden. Was haben sie alle gemeinsam? Alle wurden von Gott für seinen wunderbaren Plan gebraucht.

Aus eigener Erfahrung

Johannes Wirth war selbst über 20 Jahre depressiv. Und er fordert dazu auf, in unsere eigene Wirklichkeit hinabzusteigen. Zu akzeptieren, was man nicht ändern kann, und das Vertrauen voll und ganz auf Jesus zu setzen. 
Gott kann unsere Risse und Macken nehmen und sie wie im Kintsugi mit Leim und Goldstaub reparieren. Daraus kann ein Kunstwerk entstehen. Wir müssen uns nicht verstecken. «Sind wir mutig genug, die zu sein, die wir wirklich sind? Mit unseren Stärken und Schwächen, mit unserem Erfolg, aber auch mit unserem Versagen?»

Sehen Sie sich das zweite Video mit Johannes Wirth an:

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