Raus aus den Ketten! – Gottes Vergebung nicht ablehnen

Manchmal sind wir Menschen ungnädig mit uns selbst, indem wir Gottes Vergebung nicht annehmen. Wir geben zwar unsere Last ab – um sie dann wieder aufzuheben und selbst zu schleppen.
Unsplash / Crispin Jones
Vergebung nicht anzunehmen, ist wie eine Kette im Leben

Gott macht in der Bibel ein gigantisches Versprechen. In Jeremia Kapitel 31, Vers 34 steht: «Niemand muss dann den anderen noch belehren, keiner braucht seinem Bruder mehr zu sagen: ‘Erkenne doch den Herrn!’ Denn alle – vom Kleinsten bis zum Grössten – werden erkennen, wer ich bin. Ich vergebe ihnen ihre Schuld und denke nicht mehr an ihre Sünden. Mein Wort gilt!»

Da und dort wird darüber debattiert, ob das bedeutet, dass Gott die Verfehlungen «vergisst» oder ob er «nicht mehr darüber nachdenkt». So oder so: Gottes Zusage ist sehr ermutigend – warum schleppen wir dann die Schuld noch mit uns herum?

Er hat es bereits vergessen

Pastor James Emery White ermutigt: «Vielleicht bist du schon tausendmal zu Gott gegangen, um ihn um Vergebung für eine Sünde zu bitten, die er vergessen hat, nachdem du ihn das erste Mal um Vergebung gebeten hast.»

Und weiter: «Oder vielleicht hast du eine bestimmte Sünde immer und immer wieder begangen, und du gehst zu Gott und sagst: ‘Gott, es tut mir so leid – ich habe es schon wieder getan’. Und er fragt: 'Was denn?', denn wenn Gott vergibt, entscheidet er sich für das Vergessen.»

Er hat sie weggeworfen

Gott vergisst nicht einfach; er verspricht, dich zu reinigen. «In seinen Augen reinigt dich die Vergebung vollkommen», sagt James Emery White und erinnert an Gottes Worte in der Bibel, Jesaja Kapitel 1, Vers 18: «Selbst wenn eure Sünden blutrot sind, sollt ihr doch schneeweiss werden. Sind sie so rot wie Purpur, will ich euch doch reinwaschen wie weisse Wolle.»

Aber das ist noch nicht alles: Gott verspricht, deine Sünde aus deiner Akte zu streichen. So drückt es die Bibel in Psalm Kapitel 103, Vers 12 aus: «So fern, wie der Osten vom Westen liegt, so weit wirft Gott unsere Schuld von uns fort!»

«Angeln verboten!»

«Wenn Gott dir vergeben hat, sind deine Sünden weg», erklärt James Emery White. «Sie sind weggeworfen. Sie können niemals zurückkommen, um dich zu verfolgen, zu beschuldigen oder zu verurteilen. Wie Corrie ten Boom einmal sagte: 'Wenn Gott uns vergibt, wirft er unsere Sünden auf den Grund des Ozeans, bindet ein schweres Gewicht daran, wirft sie über Bord und stellt ein Schild mit der Aufschrift 'Angeln verboten' auf.»

Wie der Apostel Johannes uns in der Bibel, in 1. Johannes Kapitel 3, Verse 19 und 20, in Erinnerung ruft: «Daran erkennen wir, dass die Wahrheit unser Leben bestimmt. So können wir mit einem guten Gewissen vor Gott treten. Doch auch wenn unser Gewissen uns schuldig spricht, dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott barmherziger mit uns ist als wir selbst. Er kennt uns ganz genau.»

Wir müssen uns also nicht mehr mit Dingen herumquälen, die Gott bereits vergessen hat, respektive an die er nicht mehr denkt.

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