Bibel wird bestätigt – Forschungs-Stand von Archäologie wird völlig verändert

Neue Belege bestätigen laut der «Biblical Archaeology Society» die biblische Beschreibung des Königreichs Juda, wie es zur Zeit von König David bestand. Dies soll den Stand der Forschungen nun völlig verändern.
Wikimedia / https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
Nördliche Sicht auf Khirbet Qeiyafa

Gemäss Nathan Steinmeyer von der der «Biblical Archaeology Society» ist dies gerade auch deshalb von Bedeutung, weil trotz der Bedeutung von König David in der Bibel nur wenige archäologische Funde direkt mit den frühen Jahren des Königreichs Juda in Verbindung gebracht wurden.

Aufgrund dieser Diskrepanz zwischen den archäologischen Aufzeichnungen und der biblischen Beschreibung der Region im 10. Jahrhundert vor Christus argumentierten einige Forscher, «dass das Königreich Juda erst im neunten oder sogar achten Jahrhundert vor Christus zu einem entwickelten Gemeinwesen wurde».

Stand von Forschungen völlig verändert

In einem kürzlich im «Jerusalem Journal of Archaeology» veröffentlichten, 29-seitigen Artikel des renommierten Archäologen Yosef Garfinkel von der Hebräischen Universität, dessen Team seit 2007 vier grosse Stätte im judäischen Vorgebirge ausgräbt, heisst es nun, dass der «Stand der Forschung völlig verändert wird».

Neu freigelegte Siedlungsschichten enthüllen eine Reihe von Bevölkerungszentren, dies anhand gefundener Schriften, Häuser und Stadtmauern, die die Art von befestigten Städten bilden, die in 1. und 2. Samuel beschrieben werden.

Diese Städte in Khirbet Qeiyafa, Khirbet el-Ra'i, Socoh und Lachisch könnten der Kern des Königreichs Juda gewesen sein. Ausserdem, so Garfinkel, ist die antike Stadt Hebron ein idealer Mittelpunkt für dieses Königreich und passt zu den biblischen Aufzeichnungen, die besagen, dass David in Hebron gekrönt wurde und erst später, sieben Jahre nach seiner Herrschaft, nach Jerusalem zog.

Entsprechungen mit biblischer Beschreibung

Auch eine Reihe anderer Funde aus diesen Stätten bestätigen die biblische Darstellung: Rechteckige Balken in Dreiergruppen stimmen mit den Beschreibungen von Salomons Palast und Tempel überein und deuten darauf hin, dass dieses Muster zur Zeit von König Salomos Herrschaft verwendet wurde.

Die Befestigungsanlagen in der Stadt Lachisch aus dem zehnten Jahrhundert entsprechen dem biblischen Bericht über König Rehabeam: Die judäische Stadt Khirbet Qeiyafa liegt auf der anderen Seite des Tals von Elah, gegenüber der grossen Philisterstadt Gath, was den Beschreibungen der Konflikte zwischen dem Haus David und desen Nachbarn entspricht.

Behauptungen wiederlegt

Im Gegensatz zu den Behauptungen von Forschern aus den 1990er-Jahren, wonach Judäa in der von der Bibel beschriebenen Zeit «menschenleer» war, deuten Garfinkels Ergebnisse jetzt darauf hin, dass Judäa im zehnten Jahrhundert ein junges, expandierendes Königreich war. Nun häufen sich Belege, welche die biblischen Darstellungen der Geschichte bestätigen.

Und noch etwas kommt dazu: Dem jüdischen Archäologen Nelson Gluek zufolge «kann man kategorisch sagen, dass keine archäologische Entdeckung jemals einen biblischen Bezug widerlegt hat. Und das, während gleichzeitig eine Reihe von archäologischen Funden gemacht wurden, die die historischen Aussagen der Bibel in klaren Umrissen oder exakten Details bestätigen.»

Je tiefer wir in den archäologischen Boden der Geschichte eindringen, desto mehr werden wir daran erinnert, dass Gott immer in der von ihm geschaffenen Welt tätig war und es auch heute noch ist.

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