Kostenloser Genuss – Ein Händler, der um uns wirbt

Überall hört man in diesen Tagen Werbelieder oder wird direkt von Händlern auf Produkte angesprochen. Und inmitten des Trubels ruft eine Stimme aus der Ferne: «Kommt her, bedient euch, es kostet nichts!»
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Weihnachtsmarkt

Überall hört man in diesen Tagen Werbelieder oder wird direkt von Händlern auf Produkte angesprochen. Und inmitten des Trubels ruft eine Stimme aus der Ferne: «Kommt her, bedient euch, es kostet nichts!»

Einkaufen ist in diesen Wochen kein Genuss. Da sind nicht nur die überlaute, nervtötende Weihnachtsmusik und die Menschenmassen, die sich durch die engen Läden drängen. Nein, als ob das nicht genug wäre, kommen auch noch von überall übertrieben lächelnde Verkäufer auf einen zu, bieten Duft- oder andere Gratisproben ihrer Produkte an und wollen davon überzeugen, dass ihr Produkt das einzig wahre ist.

Gott preist seine Ware an

Eine ganz ähnliche Szene sehe ich vor mir, wenn ich die ersten Verse in Jesaja, Kapitel 55 lesen: «Ihr habt Durst? Kommt her, hier gibt es Wasser! Auch wer kein Geld hat, kann kommen. Nehmt euch Brot und esst! Hierher! Hier gibt es Wein und Milch. Bedient euch, es kostet nichts!»(Vers 1) Hier wirbt jemand für Wasser und Brot, Milch und Wein, das noch nicht einmal etwas kostet. Und es ist nicht irgendwer: Gott, der Herr, preist seine Ware an.

Er will nicht Geld, sondern unser Bestes

«Warum gebt ihr euer sauer verdientes Geld aus für Brot, das nichts taugt, und für Nahrung, die euch nicht sättigt? Hört doch auf mich und tut, was ich sage, dann habt ihr es gut! Ihr dürft köstliche Speisen geniessen und euch daran satt essen.» (Vers 2)

Was mich daran begeistert: Dies ist kein Händler, der seine Ware um alles in der Welt verkaufen will, um daran reich zu werden. Nein, Gott bietet uns seine «köstlichen Speisen» kostenlos an – weil er weiss, dass sie uns gut tun. Und das Beste für uns sind seine Worte, seine Gaben, sein Heiliger Geist; all das steht uns zur Verfügung und Gott wirbt richtiggehend darum, dass wir uns an ihn wenden und zu ihm kommen, anstatt zu den anderen «Händlern», die es auf dieser Welt gibt, und die nicht an unserem Geldbeutel, sondern an unserer Seele interessiert sind.

Eingelöste Versprechen

Aber Gott wirbt um seine Geschöpfe und bietet ihnen sogar noch mehr: «Hört mir zu und kommt her! Ja, nehmt meine Worte an, dann werdet ihr leben! Ich will einen Bund für alle Zeiten mit euch schliessen und euch die Gnade erweisen, die ich David versprochen habe.» (Vers 3) In anderen Worten: Was ich David versprochen habe, das verspreche ich auch euch – und ich halte mein Versprechen. Gott ruft uns eindringlich zu sich und bietet uns seine Gnade an. Wer kann da noch nein sagen? Und er sagt zu, dass er seine Versprechen halten wird – was für eine Zusage, gerade jetzt in der stressigen Weihnachtszeit!

Welche Versprechen hat Gott Ihnen gegeben? Und welche hat er schon erfüllt? Wo hat er sie mit seinen köstlichen Speisen bedient? Und was will Gott – gerade jetzt – für Sie tun?

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