Aus und vorbei? – Die letzte Grenze

«Bis dass der Tod uns scheidet» – so hat man sich jahrhundertelang die Treue in der Ehe versprochen. Am Ende unserer körperlichen Existenz steht das Sterben. Es gehört zum Leben. Die ganz grosse Frage bleibt: Was kommt danach?
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Auf dem Friedhof

«Bis dass der Tod uns scheidet» – so hat man sich jahrhundertelang die Treue in der Ehe versprochen.  Am Ende unserer körperlichen Existenz steht das Sterben. Es gehört zum Leben. Die ganz grosse Frage bleibt: Was kommt danach? Ist wirklich noch keiner zurückgekommen, der uns da etwas erzählen könnte?

Sterben ist brutal – vor allem, wenn es unerwartet oder in jungen Jahren geschieht. Wenn es «Todesopfer» gibt, erschrecken wir. Und wenn «es» einen nahen Freund oder Nachbarn trifft, erst recht. Alle Versuche, den Tod zu vermenschlichen, greifen nicht so recht. Der Sensenmann bleibt etwas Grausames.

Dem stimmt die Bibel zu. «Der letzte Feind» wird der Tod genannt. Das ist die eine Aussage. Der «Tod» ist nicht nur das natürliche Ende, sondern eine aggressive Macht, die das Leben, welches Gott geschaffen hat, auslöschen will. Jesus Christus hat sich jener Macht ausgeliefert. Nur vor diesem Hintergrund ist der entscheidende Durchbruch zu verstehen, dass Jesus wieder zum Leben erweckt wurde.

Einer ist zurückgekommen

Damit steht es Jesus zu, von Dingen zu sprechen, die über den Tod hinausreichen. Er ist der einzige, der mit vollem Recht sagen kann: «Ich war tot». Drei Tage lang war er wirklich tot und lag im Grab. Dann wurde er von Gott wieder zum Leben erweckt. Und nun sagt er: «Wer an mich glaubt, wird ewig leben, auch wenn er stirbt» (Johannesevangelium, Kapitel 11, Vers 25)

Leben, auch wenn man stirbt

Hier kommt etwas Erstaunliches ins Spiel. Sterben und Tod sind nicht dasselbe: «Sterben» ist das Enden unserer körperlichen Funktionen. «Tod» hingegen ist das Auseinanderreissen von Bereichen, die zusammengehören: Seele und Körper, Gott und Mensch. Christen wissen: Sterben müssen sie, aber den «Tod» im vollen Sinne müssen sie nicht mehr erleiden. Wer an Jesus glaubt, erhält «ewiges Leben» – ein Traum seit Menschengedenken. Ewiges Leben, das bedeutet: Gott und der Mensch bleiben zusammen, ob im Leben oder im Sterben. Das Sterben ist nur der Übergang von einer Lebensphase in die nächste. Das ist die grosse Hoffnung von Christen.

Dieser Artikel stammt aus dem Jesus.ch-Print Nr. 47 zum Thema «Grenzerfahrungen». Hier können Sie die neue Ausgabe bestellen oder herunterladen und verteilen.

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