Wie beim GPS – Das Ziel bestimmt unseren Weg

So ein Navigationssystem ist eine praktische Sache. Man stellt das Ziel ein und eine freundliche Stimme sagt, wo man durchfahren muss. Fahren müssen wir immer noch selbst, aber wir können ziemlich sicher sein, dass wir ankommen.
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Mann benutzt Google Maps-Navigationssystem auf iPhone

So ein Navigationssystem ist eine praktische Sache. Man stellt das Ziel ein und eine freundliche Stimme sagt, wo man durchfahren muss. Fahren müssen wir immer noch selbst, aber wir können ziemlich sicher sein, dass wir ankommen. Gibt es so etwas für den Weg unseres Lebens eigentlich auch?

Jeder von uns versucht irgendwie, seinen Weg zu finden. Irgendwann sind wir einmal gestartet und möchten an unser Ziel gelangen. Aber halt! Was ist das Ziel eigentlich? Wo wollen wir mit unserem Leben hin? Wenn Sie mit dem GPS fahren wollen, werden Sie zuerst immer nach dem Ziel gefragt.

Wo wollen wir hin?

Wir können uns natürlich unsere eigenen Ziele setzen. Meistens haben wir Wünsche, Visionen, Pläne, die sich auf die nächste Etappe unseres Lebens beziehen. Aber fragen wir uns doch einmal: Was ist eigentlich DAS Ziel, für das wir geschaffen sind? Wenn wir es kennen, können wir unseren Kurs definieren und auch immer wieder einmal korrigieren. Haben wir jedoch keine Ahnung davon, gleicht die Situation einem eingeschalteten GPS. Es zeigt uns zwar genau den Weg, auf dem wir uns befinden, aber es gibt uns keine Route an. Wir haben ja kein Ziel eingegeben. Nur wer das Ziel kennt, kann auch den richtigen Weg finden.

Der Schöpfer gibt das Ziel vor

Wenn wir nach dem Ziel unseres Lebens suchen, fragen wir am besten den, der uns geschaffen hat. Gott schuf uns mit dem Ziel, eine lebendige Beziehung mit uns zu haben. «Gott kennen ist Leben», sagte der russische Dichter Leo Tolstoi (1828–1910) kurz und knapp. Und vor 1500 Jahren stellte der Kirchenvater Augustin fest: «Du, Gott, hast uns für dich geschaffen – unser Herz ist unruhig, bis es in dir zur Ruhe kommt.» Das erkannte Augustin, nachdem er so ziemlich alles ausprobiert hatte, was ihm als junger Mann damals möglich war. Gott zu kennen, ist also das Ziel unseres Lebens. Wir sind auf ihn hin geschaffen.

Gott ist das Ziel, Jesus ist der Weg

Gott lässt uns nicht einfach in der Welt herumkurven, bis wir vielleicht einmal auf ihn stossen. Er hat einen Weg geschaffen, der zu ihm führt. Wenn wir im GPS unseres Lebens «Gott» eingeben, würde gross «Jesus» auf dem Display aufleuchten. «Ich bin der Weg, die Wahrheit, das Leben – niemand kommt zu Gott ausser durch mich», hat Jesus gesagt. Positiv gesprochen, bedeutet das: Wer Jesus nachfolgt, kommt in Verbindung mit Gott. In Jesus kam Gott uns entgegen und ebnete einen Weg, der im wahrsten Sinn des Wortes einmalig ist. Nicht nur Tolstoi oder Augustin, unzählige Menschen haben im Lauf der Jahrhunderte dramatisch erfahren: Jesus ist nicht eine Religion oder eine Summe von Gesetzen, sondern eine lebendige Person. In ihm lädt Gott selbst uns zu einer Beziehung mit sich ein.

Es ist ganz wichtig, zu verstehen: Wir können uns den Weg, den Gott allen Menschen gebahnt hat, nicht verdienen. Keine Religion, kein Ritual, keine noch so grosse eigene Anstrengung bringt uns auf diesen Weg. Gott möchte einzig, dass wir Jesus vertrauen. Es ist unsere Entscheidung, diesen Weg in der Person von Jesus anzunehmen. Das nennt die Bibel «Glauben»: «Die ihn aber aufnahmen und an ihn glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden» (Johannes-Evangelium, Kapitel 1, Vers 12). Eine persönliche Beziehung mit Gott ist also keine komplizierte Sache – Gott hat alle Vorbedingungen selbst geschaffen. Wir müssen dazu nur «Ja» sagen.

Wie lässt sich das konkret tun?

Ganz einfach: Reden Sie jetzt mit Gott. Sagen Sie «Ja» zu seiner Einladung. Sie können ein einfaches Gebet sprechen, etwa in dieser Art:

«Gott – ich danke dir, dass ich dich jetzt ansprechen kann. Ich habe bisher ohne dich gelebt. Und ich habe Dinge getan, die nicht gut und nicht richtig waren. Vergib mir meine Schuld. Ich glaube, dass Jesus für mich bezahlt hat. Ich möchte von heute an den Weg mit dir gehen. Bitte nimm mich als dein Kind an und lass mich lernen, wie ich mit dir leben kann. Amen.»

Kleiner Schritt mit grossen Folgen

Glückwunsch! Wenn er ernst gemeint ist, hat dieser Schritt in Gottes Augen eine grosse Wirkung. Sie haben einen neuen Weg beschritten. Jesus nennt das sogar «eine neue Geburt»: Das Leben fängt noch einmal neu an. Äusserlich bleiben Sie die gleiche Person, aber innerlich verändert sich etwas. Gott nimmt Sie in seine Familie auf, vergibt Ihre Schuld und öffnet Ihnen die Tür zu einer Zukunft mit Jesus.

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