Viel interessanter als Sie denken – Achtung, der Himmel ist anders!

Es gab einmal eine Zeit, da war es den Menschen wichtig, in den Himmel zu kommen (vielleicht, weil die Erde so ein Jammertal war). Heute haben wir es uns komfortabel hier eingerichtet. Ist es überhaupt noch interessant, woanders hinzukommen?

Es gab einmal eine Zeit, da war es den Menschen wichtig, in den Himmel zu kommen (vielleicht, weil die Erde so ein Jammertal war). Heute haben wir es uns komfortabel hier eingerichtet. Ist es überhaupt noch interessant, woanders hinzukommen? Die biblische Erwartung des Himmels ist viel, viel spannender als «Engelein, die auf goldenen Gassen Harfe spielen».

Das Universum hat eine Zukunft, die jetzt schon begonnen hat und einmal zur vollen Entfaltung kommen wird. Kurz vor ihrem Abschluss gibt die Bibel ein Bild, das in kraftvollen Van-Gogh-Pinselstrichen umschreibt, wie diese Zukunft aussieht. Lesen Sie selbst (Paraphrase der Message-Übersetzung von Offenbarung 21):

«Ich sah Himmel und Erde, neu geschaffen. Weg war der erste Himmel, weg die erste Erde, weg das Meer. Ich sah das Heilige Jerusalem, neu geschaffen, glänzend aus dem Himmel herabsteigen, bereit für Gott wie eine Braut für ihren Mann. Ich hörte, wie eine Stimme vom Thron her donnerte: 'Schau! Schau! Gott ist in unsere Nachbarschaft gezogen und wohnt jetzt bei Männern und Frauen! Sie sind sein Volk, Er ist ihr Gott. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen. Der Tod ist endgültig erledigt – keine Tränen mehr, kein Weinen mehr, kein Schmerz mehr: alles Frühere ist vorbei.'»

Drei Beobachtungen zeigen, dass der Himmel anders ist, als ihn sich viele vorstellen.

1. Der Himmel kommt herunter

Wenn man ein kleines Kind fragt, wo der Himmel ist, zeigt es instinktiv nach oben, oder? Vielleicht denken wir, dass der Himmel oben ist, weil Jesus bei seiner Himmelfahrt «auffuhr». Aber es wird schwierig, wenn wir uns fragen: Wie weit müssen wir denn fliegen, um den Himmel zu finden? Weiter als unser Sonnensystem? Als unsere Milchstrasse? Weiter als die nächste Galaxie.

Es hilft, wenn wir nicht in Distanz denken, sondern in Dimensionen. Unsere Welt ist drei- bzw. vierdimensional (Länge, Breite, Höhe und Zeit) Der Himmel ist nun einfach eine weitere Dimension, und das Buch der Offenbarung zieht wie einen Vorhang zurück und zeigt, wie Himmel und Erde als zwei Dimensionen in Zukunft einmal eins werden. Der Himmel, das «neue Jerusalem» (Jerusalem ist die Stadt Gottes) kommt herunter und wird eins mit der Erde. Die Bewegung ist nicht «aufwärts in den Himmel», sondern der Himmel kommt «runter auf die Erde». Der Himmel wird nicht von einer anderen Galaxie auf die Erde gebeamt, sondern die beiden Dimensionen werden eins.

Runter von der Titanic?

Oft denken wir, dass es die Aufgabe des Christentums und der Kirche ist, so viele «Seelen» wie möglich von unserem Planeten zu retten. Aber Jesus hat den Ton angegeben: «Dein Reich komme, auf die Erde, wie es schon im Himmel ist.» Darum sieht Johannes die Neue Stadt «herunterkommen vom Himmel, von Gott». Zu oft denken wir, dass das Evangelium unsere Seelen aus der physischen Welt rettet, wie die Passagiere von der sinkenden Titanic. Aber die Bibel hat ein viel spannenderes Bild: In der Hochzeit von Himmel und Erde wird die ganze Schöpfung erneuert und erlöst. Der Himmel ist also nicht «Himmel minus Erde», sondern «Himmel und Erde vereint» – viel, viel spannender als das, was wir hier und jetzt schon erleben!

2. Im Himmel ist etwas los

Haben Sie bemerkt, dass es um eine Stadt geht? Es ist weder eine ätherische Wolke noch eine private Klause. Ewigkeit bedeutet nicht «Ich allein und Jesus». Das Bild aus der Offenbarung umfasst alle Gläubigen in Raum und Zeit zusammen. Eine Stadt bedeutet Verkehr, Menschen, Kultur. Da ist etwas los!

Zu oft stellen wir uns die Errettung zu individualistisch vor – als persönlichen Notausstieg statt als gemeinsames Zusammenkommen. Die Geschichte des Menschen begann in einem Garten (ein Mann und eine Frau), aber sie endet in einer Stadt – eine irdisch-himmlische Stadt, wo Gott bei den Menschen wohnt. Verstehen wir jetzt, warum es das grösste Gebot ist, Gott und den Nächsten zu lieben?

3. Der Himmel ist die grosse Erlösung

Das ist eins der grössten Versprechen der Bibel, besonders wenn Sie krank sind, leiden oder die Tränen der Welt Ihnen Mühe machen: «Gott wird alle Tränen von ihren Augen abwischen. Der Tod ist endgültig erledigt – keine Tränen mehr, kein Weinen mehr, kein Schmerz mehr: alles Frühere ist vorbei. Krankheit, Leiden und der Tod selbst werden einmal erledigt sein». Wir können jetzt immer wieder mal einen Vorgeschmack davon erleben – immer wieder werden Kranke geheilt oder Leiden wird gelindert, wenn auch die endgültige Lösung erst noch kommt.

Jesus selbst gab einen Vorgeschmack dessen, was einmal kommen wird. Er gab den Menschen zu essen, heilte Kranke und weckte Tote auf. Er lebte mitten im Getriebe dieser Welt und erklärte: «Kehrt um, Gottes Reich hat angefangen». In der Neuen Stadt Gottes wird das Projekt «Reich Gottes», das Jesus begonnen hat, zum Ziel kommen. Es wird Millionen von Menschen geben, aber keine Tränen mehr – so tief geht die Erlösung der Welt.

An Jesus zu glauben bedeutet, auf Kurs zu dieser neuen Welt zu gehen. Wir bekommen eine persönliche Zukunft in diesem neuen Himmel und der neuen Erde durch das, was Jesus in seinem Kreuz und in seiner Auferstehung getan hat. Und wenn wir uns ihm anschliessen, beginnen wir im Licht der neuen Welt zu leben und zu handeln. Auch durch uns soll ein Vorgeschmack dieser fantastischen Zukunft erfahrbar werden. Das ist ein viel volleres und lohnenderes Ziel, als nur egoistisch «in den Himmel zu kommen», oder?

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