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Giselle Janulis

Kurz vor ihrem Tod – Zweijährige sieht Jesus in einer Vision

Giselle Janulis kommt mit einem irreparablen Herzfehler auf die Welt. Doch trotz vieler Medikamente ist sie ein fröhliches kleines Mädchen. Kurz vor ihrem Tod hat das Kleinkind eine aussergewöhnliche Vision von Jesus...

Giselle Janulis kommt mit einem irreparablen Herzfehler auf die Welt. Doch trotz vieler Medikamente ist sie ein fröhliches kleines Mädchen. Kurz vor ihrem Tod hat das Kleinkind eine aussergewöhnliche Vision von Jesus...

«Wir dachten, Giselle ist gesund. Als sie geboren wurde, ahnten wir nicht, wie kurz wir sie nur haben würden», erzählen die Eltern Tamrah und Joe Janulis.

Mit sieben Monaten entdecken Ärzte bei einer Routineuntersuchung einen angeborenen Herzfehler bei der kleinen Giselle, eine Fallotsche Tetralogie. Dem Mädchen fehlt eine der Pulmonalklappen und einige Arterien. «Ich war total geschockt. Es war als hätte die Welt aufgehört, sich zu drehen. Darauf waren wir nicht vorbereitet», erinnert sich die Mutter. «Einige Ärzte machten uns Mut und meinten, sie könne damit 30 Jahre alt werden. Andere zweifelten, ob sie überhaupt weiterleben könne.» Sicher ist: Das Baby muss operiert werden.

Es ist schlimmer als gedacht

Nach der OP haben die Ärzte keine guten Nachrichten. Die Verbindung zwischen Herz und Lunge sieht aus wie ein Vogelnest aus fadenförmigen Venen, die versuchen, die Aufgaben der Arterien zu übernehmen. Hier einzugreifen ist äusserst riskant, keiner der Ärzte hat Erfahrung. Auch Spezialisten sind ratlos. Schliesslich entscheiden sich die Eltern gegen weitere Operationen. Trotzdem bleiben Medikamente, Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte der Alltag der kleinen Giselle. Tamrah erzählt: «Alle zwei Stunden musste ich ihr Medikamente geben und zwei Mal am Tag eine Spritze. Ich liess sie nie aus den Augen.»

Doch trotz ihrer Krankheit ist Giselle ein sehr fröhliches Kind. «Wir sind eine musikalische Familie und Giselle sang die ganze Zeit vor sich hin. Sie war auch aussergewöhnlich intelligent, schon mit zehn Monaten konnte sie das Alphabet auswendig. Sie liess sich durch ihre Einschränkungen nicht aufhalten. Sie liebte den Zoo und ging mit ihren Geschwistern reiten. Sie machte alles mit, als wäre sie nicht krank.» Doch man sieht dem Kleinkind an, dass es nicht gesund ist. Die kleinen Füsse und Lippen haben eine leicht blaue Färbung –  eindeutige Zeichen, dass das Herz nicht richtig arbeitet.

Jesus im Wohnzimmer

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Giselle mit ihrer Mutter

An ihrem zweiten Geburtstag, nur wenige Wochen vor ihrem Tod, erlebt die kleine Giselle etwas Aussergewöhnliches. Ihre Mutter erinnert sich: «Sie sass vergnügt am Boden und spielte, als sie plötzlich innehielt und anfing, über das ganze Gesicht zu strahlen. Und dann sagte sie 'Hey, Jesus! Hallo, hallo Jesus!'. Ich war total überrascht und fragte sie, was sie sieht. Und wieder rief sie freudestrahlend: 'Hallo Jesus, hallo!'. Ich fragte, wo er ist und sie zeigte mit ihrem kleinen Finger in die Luft und sagte: 'Da!'. Ich war mir sicher, sie muss etwas Wunderschönes sehen, so wie sie strahlte.»

Ein andernmal fängt Giselle spontan an, im Auto ein Weihnachtslied zu singen: «Rejoice, rejoice Emmanuel». Ihre Schwester und Mutter wundern sich, woher sie dieses Lied kennt, sie haben die Hymne noch nie zusammen gesungen. Überhaupt scheint das Kleinkind in seinen letzten Wochen Jesus ganz nahe. Immer wieder singt Giselle fröhlich «Halleluja» vor sich hin. Ihre Oma erklärt sich das so: «Es war, als ob der Schleier zwischen Himmel und Erde für sie schon beiseite geschoben wurde. Sie war mit einem Fuss bereits im Himmel und nahm schon an den himmlischen Lobgesängen teil.»

Der schwere Abschied

Vier Tage vor ihrem Tod wird Giselle immer schwächer. Ihre Füsse, Hände und Lippen sind nun deutlich blau. Schliesslich stirbt sie in den Armen ihrer Eltern. «Wir alle vermissen sie schrecklich», so Tamrah. «Sie war so ein Sonnenschein und immer so glücklich. Für mich war jeder Tag mit ihr ein kleines Wunder. Aber so sehr uns ihr Tod schmerzt, so sehr tröstet uns, dass sie hier schon Jesus gesehen hat. Das gibt uns solche Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Ich glaube, dass Giselle jetzt bei Jesus ist. Dass es ihr gut geht. Und dass sie dort auf uns wartet.»

Und dann fügt sie hinzu: «Ich weiss nicht, warum Gott zugelassen hat, dass Giselle mit diesem Herzfehler geboren ist und nur so kurz bei uns war. Aber eines Tages werde auch ich ihn sehen und dann kann ich ihn das alles fragen.»

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