Dem Auftrag von Jesus folgen – Wie sich sein Leben nach dem Nahtoderlebnis verändert hat

Mit einer Botschaft schickte Gott Franz Gfeller ins Leben zurück. Ärzte und Angehörige waren überrascht. Jesus hat sich durch diese Geschichte nicht verändert, das Leben seines Zeugen aber schon.

Mit einer Botschaft schickte Gott Franz Gfeller ins Leben zurück. Ärzte und Angehörige waren überrascht. Jesus hat sich durch diese Geschichte nicht verändert, das Leben seines Zeugen aber schon.Vor Leuten zu sprechen lag Franz Gfeller nie besonders. Als Geschäftsführer von Gfeller Holzbau kam er aber oftmals nicht darum herum. Ob eine Ansprache vor seiner Belegschaft oder ein anderer Anlass: Franz war immer froh, wenn er die «Bühne» verlassen und sich wieder unter das Volk mischen konnte.

Herzstillstand: Und dann war alles anders

Im Januar 2016 erlitt Franz Gfeller einen Herzstillstand und war in der Folge fast drei Tage lang klinisch tot (Livenet berichtete). Diese Erfahrung und insbesondere seine Gottesbegegnung in dieser Zeit, hielt Franz vor Augen, wie wichtig es ist, die Welt auf Jesus Christus hinzuweisen. Mit dem Auftrag, den Menschen Gott und die Wahrheit seines Wortes zu bezeugen, kam er zurück und wünscht sich, diesen Auftrag möglichst gut auszuführen.

So sehr sich das Leben von Franz seit Januar 2016 verändert hatte, blieb eine Sache doch noch dieselbe: Er mochte nicht vor vielen Menschen sprechen. «Wo immer ich mich drücken konnte, vor Leuten zu sprechen, tat ich es.»

Redner an einer Konferenz

Dann kam ein Freund auf Franz zu. «Ich spreche an einer Konferenz und du würdest ideal zum Thema passen. Wärst du bereit, in diesem Rahmen deine Geschichte zu erzählen?» Die Antwort schien klar: «Nein, das ist nicht mein Fall!» Doch der Freund liess sich nicht so schnell abweisen. «Frage doch Gott, was er darüber denkt. Wenn du dann weiterhin glaubst, dass dies nicht dein Auftrag ist, soll es für mich ok sein.»

Franz willigte ein, ging nach Hause und schlug die Bibel auf. Dort las er die Worte: «Geh und verkündige meine Wunder!» – «Das ist ein Zufall», sagte er sich. «Das kann nicht wirklich Gottes Reden sein.» Ein paar Stunden später schlug er seine Bibel an ganz anderer Stelle auf. Erneut fielen seine Augen auf die Worte: «Verkündige meine Wunder!» Nachdem dasselbe noch ein drittes Mal passierte und Franz sich zu fragen begann, seit wann die Bibel diese Worte eigentlich so oft wiederholte, ergab er sich. «Es muss Gott sein», sagte er und sagte zu, an der Konferenz zu sprechen. Es sollte nicht die letzte Anfrage dieser Art bleiben.

Die gute Botschaft im Restaurant teilen

Franz ist froh, dass sich immer auch entspanntere Gelegenheiten bieten, anderen Menschen von Jesus zu erzählen. Als er mit Marianna, seiner Ehefrau, in einem Restaurant zu Abend ass, hatte er die Gelegenheit, mit der Wirtin ein paar Worte zu wechseln und ihr dann ein Neues Testament und ein Traktat mit seiner Geschichte zu überreichen. Sie nahm dankend an und die Wege trennten sich. Als die beiden in denselben Tagen durch die Strasse schlenderten, kam ein Mann auf sie zu. «Sind Sie Herr Gfeller?», fragte er. Und dann berichtete er, wie er besagter Wirtin begegnet sei, welche offensichtlich von der Begegnung mit Franz und Marianna berührt gewesen sei. Als die Wirtin in denselben Tagen Jesus ihr Leben übergab, war Franz überwältigt. Gott ist wirklich gut. Er spannt seine Fäden, geht den Menschen nach und zieht sie zu sich hin.

Eine Lehrerin ergreift die Initiative

Eine Lehrerin hatte ihren Fünft- und Sechstklässlern die Story von Franz erzählt. Als diese die Geschichte nicht so recht glaubten, bat sie Franz, seine Geschichte in der Schule zu erzählen. Als Franz dann vor mehreren Parallelklassen, deren Eltern, Angehörigen und Freunden in einer übervollen Aula stand, war er schon etwas überrumpelt. Doch die Leute hingen an seinen Lippen und in ihren Augen stand: «Erzähl uns mehr von diesem Jesus!» Als Franz nach Hause zurückkehrte, hatte er das Gefühl, dass an diesem Anlass vor allem er selbst von Gott reich beschenkt worden war.

Die organisierende Lehrerin erklärte später: «Mir war es einfach wichtig, dass Kinder ein Zeugnis davon hören, dass Jesus lebt.» Und sie hat tatsächlich einen Weg gefunden, dass eine beachtliche Gruppe von Menschen davon erfuhren.

Ein kleines Mädchen hat einen Auftrag

Mit aller Kraft versuchte ein kleines Mädchen vergeblich, einen Weg zu Franz Gfeller zu finden. Es war unmittelbar nach einem Anlass und eine Gruppe von Menschen drängte sich um Franz. Nachdem dieser das Mädchen eine Weile aus den Augenwinkeln beobachtet hatte, ging er auf sie zu. Sie war sehr erfreut, dass sie endlich mit ihm sprechen konnte.

«Herr Gfeller, darf ich zwei Bibeln mitnehmen?», bat sie. «Eine für mich und eine für meine Mutter. Sie war heute leider nicht da, aber muss unbedingt erfahren, was Sie erzählt haben!» Natürlich erlaubte er dies gerne und schaute der kleinen Missionarin nach, die rasch zwei Bibeln ergriff und verschwand. Niemand ist zu jung, um Gottes Wort weiterzugeben.

Sich in Gottes Dienst stellen

Bis heute ist es für Franz Gfeller immer eine Herausforderung, vor Menschen zu sprechen. Dabei ruft er sich eine Sache immer wieder in Erinnerung: «Wenn Gott sagt 'Geh!', dann wird er sich auch zu uns stellen.» Das macht ihm Mut. «Und dann geht es darum, Schritt für Schritt vorwärtszugehen. Der Auftrag bleibt derselbe, auch wenn der Weg immer weiter geht.»

Viele Menschen gehen die Schritte, die Gott ihnen aufs Herz legt. Sei es die Lehrerin, die einen Vortrag in der Schulaula organisiert, ein kleines Mädchen, das ihrer Mutter eine Bibel bringt oder ein Franz Gfeller, der einfach davon berichtet, wie der Allmächtige ihn mit einem Auftrag ins Leben zurückschickte.

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