Wunder in letzter Minute – Von Krebs im Endstadium geheilt

Als Taddy Ramos mit Krebs im Endstadium diagnostiziert wird, geben ihm die Ärzte kaum noch Lebenschancen. Trotz Therapie geht es bergab und im Juli 2019 spricht man von wenigen Wochen, die er zu leben hat. Dass es ihm heute gut geht, ist ein Wunder.

Als Taddy Ramos mit Krebs im Endstadium diagnostiziert wird, geben ihm die Ärzte kaum noch Lebenschancen. Trotz Therapie geht es bergab und im Juli 2019 spricht man von wenigen Wochen, die er zu leben hat. Dass es ihm heute gut geht, ist ein einziges Wunder, weiss die Familie.Im August 2015 musste Taddy Ramos ins Krankenhaus, eine einfache Leberoperation. Doch dabei wurde ein Gallengangskarzinom diagnostiziert – Krebs im Endstadium. Eine Chemotherapie könnte ihm höchstens zwei weitere Lebensjahre geben, hiess es. Für Taddys Tochter Adrienne war das unvorstellbar. «Ich hatte gerade mein Abitur gemacht. Ich erinnere mich, wie ich mitten im Gespräch in mein Zimmer rannte und nur noch weinte…»

Therapie in China

Die christliche Familie suchte Rat bei Gott, sprach mit Krebs-Überlebenden und mit diversen Ärzten. Mit all diesen Informationen zusammengenommen entschied sich die Familie gegen eine Chemotherapie. Denn sie hatten die Hoffnung, dass eine besondere Therapie in China ihm helfen könnte, die ihnen ein Naturheilpraktiker empfohlen hatte. Doch das war leichter gesagt als getan: Die erste Therapie-Serie, einschliesslich Flüge, Unterkunft und Essen, würde 30'000 US-Dollar kosten. Doch Adrienne liess sich nicht so schnell unterkriegen: «Ich eröffnete eine GoFundMe-Seite, auf der ich die Geschichte meines Papas erzählte und hoffte, dadurch Geld für die Therapie zu bekommen.» Der Erfolg der Spendenseite war unglaublich. «Innerhalb von einem Monat konnten wir genug Spenden sammeln, dass mein Papa reisen konnte, und in der ersten Dezember-Woche 2018 flogen mein Vater und meine Mutter nach China.»

Lernen, Gott zu vertrauen

Insgesamt viermal musste Taddy Ramos nach China fliegen – doch es stellte sich kein Erfolg ein, sein Zustand wurde eher schlimmer. Im Juni 2019 begann seine Leber zu versagen. Jede Woche musste er ins Krankenhaus, um dem Körper Wasser zu entziehen. Er nahm immer weiter ab und wurde sehr schwach. Die Familie war verzweifelt, auch Adrienne. «Ich musste lernen, Gott das erhoffte Ergebnis abzugeben, ihn einfach Gott sein zu lassen und ihm meine Sorgen abzugeben…»

Im Juli gaben die Ärzte ihm eine Lebenswahrscheinlichkeit von wenigen Wochen – Taddy Ramos wurde sofort an die Palliativmedizin weitervermittelt. In dieser Zeit eröffnete Adrienne die Instagram-Seite «formydad.taddy», auf der sie über den aktuellen Status ihres Vaters berichtete und Menschen zum Gebet für Taddy aufrief. Doch eigentlich, so sagt sie heute, war die Seite eher eine Möglichkeit für sie, ihre aufgewühlten Gefühle zu sortieren. «Ich wollte etwas, auf das ich später zurückblicken und mich so an meinen Vater erinnern konnte und an die Reise, die unsere Familie gemeinsam durchgemacht hat.» Schnell hatte sie 400 Followers. «Ich hätte nicht gedacht, dass es so explodieren würde, aber ich bin dankbar, dass ich eine Gemeinschaft bilden konnte, in der Familie, Freunde und sogar Fremde gemeinsam für etwas beten konnten – für meinen Vater.»

Das Wunder

Der Glaube ihrer Familie ist in der gesamten Zeit enorm gewachsen – und das beeindruckte viele, nicht zuletzt Adrienne selbst. «Sie hörten nie auf zu beten, sie hörten nie auf zu glauben und sie sind näher zueinander und zu Gott gewachsen. Nicht einmal habe ich meine Eltern über die Situation jammern gehört; sie sind vielmehr immer näher zu Jesus gerückt und baten ihn um Stärke, Heilung und Frieden.»

Und das Wunder passierte: am 9. Oktober 2019, nach sechs Wochen auf der Palliativstation, wurde Taddy Ramos aus dem Krankenhaus entlassen. Es geht ihm wieder gut, er ist geheilt! «Wunder geschehen und ich bin so gesegnet, dass ich eins miterleben durfte», erklärt Adrienne heute. «Aber ich möchte auch sagen, dass wir letzten Endes den Heiler mehr preisen sollten, als die Heilung an sich. In jedem Lebensabschnitt kann man etwas lernen und jeder Abschnitt ist eine Möglichkeit, näher zu Gott zu rücken.»

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