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Joy Ogeh-Hutfield hörte Gott, als er zu ihr sprach.

Heilung und Auftrag – Joy Ogeh-Hutfield – Gott verlängerte ihr Leben

Die erfolgreiche Geschäftsfrau war auf dem Papier Christin, doch erst als sie sich Gott sterbenskrank zur Verfügung stellte, hatte das konkrete Auswirkungen. Gott sprach hörbar zu ihr und verlängerte ihr Leben.

Joy Ogeh-Hutfield arbeitet erfolgreich als Autorin, Rednerin und Coach. Sie begleitet Einzelne und Unternehmen besonders bei Veränderungsprozessen mit ihrem Programm «Joy Transformation». Ihr Motto klingt sehr richtungsweisend: «Du kannst deine Vergangenheit nicht ändern, aber deine Zukunft planen.» Was sie heute anderen als Hilfe an die Hand gibt, musste sie allerdings auch für sich selbst durchbuchstabieren.

Erste Begegnung mit dem Glauben

Joy kam in Nigeria zur Welt und kam als 16-Jährige nach Grossbritannien. Sie wuchs katholisch auf, die Kirche spielte eine wichtige Rolle in ihrem Leben und dem ihrer Familie. Allerdings verstand sie die Gottesdienste eher als Pflichtveranstaltungen. Als Jugendliche begegnete sie Menschen, die sich als «wiedergeboren» bezeichneten. Das hörte sich seltsam für sie an, doch die Leute waren interessant und wurden ihre Freunde. So landete sie in charismatisch geprägten Gottesdiensten, die sehr anders abliefen, als sie das gewohnt war. «Wow», dachte sie, «das ist etwas ganz anderes.» Doch sie behielt eine gewisse Distanz und besonders das in der Gemeinde übliche Zungenreden (Reden oder Beten in unverständlichen Sprachen) erschien ihr sehr fremd. Mit 26 heiratete sie einen Engländer, der mit Kirche und Glauben nur wenig zu tun hatte. Sie heirateten katholisch und besuchten anschliessend auch wieder die katholische Kirche.

Zeit der Alpträume und die Rettung

Joy wünschte sich Kinder, doch zunächst hatte sie mehrere Fehlgeburten. Als schliesslich ihre Tochter Lauren zur Welt kam, hätte sie glücklich sein können, doch sie wurde gequält von Alpträumen. Ihre Tante, eine bekennende Christin, empfahl ihr, über sich beten zu lassen. Durch ihre Vermittlung kam sie zu einem Pastor, der einen prophetischen Dienst hatte. Die Tante hatte sie bereits gewarnt: «Er wird mit dir beten. Aber du musst dein Herz öffnen.» Joy besuchte den Pastor und er fragte tatsächlich direkt: «Hast du dein Leben Christus gegeben?» «Ich glaube schon, aber sicher bin ich mir nicht», antwortete sie. Der Pastor betete über ihr und fragte sie, ob sie auch das Geschenk des Heiligen Geistes empfangen wollte. Joy dachte an ihre bisherigen Erfahrungen zurück und meinte: «Ich weiss nicht. Ich bin einer jener Menschen, die eher lachen, wenn ich Leute in Zungen sprechen höre. Ich glaube nicht, dass das real ist.» Der Pastor meinte nur: «Sollen wir das Gott entscheiden lassen?» Joy kniete und eine Frau neben ihr bat sie: «Öffne deinen Mund und lass den Heiligen Geist die Kontrolle übernehmen.» Sie tat es – und begann einfach in Worten zu reden, die sie selbst nicht kannte. Mehr noch: Ab diesem Moment hatte sie keine Alpträume mehr.

Erfolg und Krankheit

Diese Erfahrung veränderte ihr Leben. Joy begriff, dass Gott mehr wollte als Kirchenbesuche. Und vor allem begriff sie, dass er sie liebte. Sie fand ein neues Zuhause in einer Pfingstgemeinde und besuchte sie regelmässig mit ihrem Mann – beide liessen sich dort nach einer Weile taufen. Joy gründete ihr Unternehmen, wurde Unternehmensberaterin und Keynote-Rednerin und begleitete erfolgreich Veränderungsprozesse. Ihr Geschäft boomte. Der Glaube war ihr nach wie vor wichtig, doch sie sagt darüber: «Ich fing an, mich ein wenig zu verirren. Ich war der Inbegriff der erfolgreichen Geschäftsfrau, aber ein Teil von mir kämpfte – es fehlte etwas.» Im Jahr 2011 bekam sie unvermittelt eine schlimme Diagnose: Sie hatte eine seltene Form von Hautkrebs am Bein. Zu der Zeit lief ihr Unternehmen, sie liebte ihren Mann und sie hatte inzwischen drei Kinder. Die Zukunftsangst packte sie.

Neuer Auftrag – neues Leben

Als Joy im Krankenhaus lag und operiert werden sollte, betete sie in ihrer Verzweiflung: «Gott, ich will noch nicht sterben. Ich brauche noch mehr Jahre.» Da schien es ihr, als ob er laut antwortete: «Was hast du mit den 42 Jahren gemacht, die ich dir bis jetzt gegeben habe? Was würdest du anders machen, wenn ich deine Zeit verlängere?» Es war ein wenig wie beim biblischen König Hiskia, dem Gott erst sagen liess: «Du sollst sterben und nicht am Leben bleiben!» und dem er anschliessend nach seinem Gebet zusagte: «Ich habe dein Gebet erhört und deine Tränen angesehen. Siehe, ich will dich heilen […] und ich will zu deinen Lebenstagen noch 15 Jahre hinzufügen.» Auch Joy betete und auch sie war schockiert über ihr eigenes Leben. Sie erkannte, dass sie zwar fromm war und eine Kirche besuchte, das aber nur wenig Auswirkungen auf ihren Alltag hatte. So versprach sie Gott: «Ich werde dir dienen.» Das Wunder geschah: Nach der OP war kein Krebs mehr nachweisbar. Joy brauchte keine Chemotherapie oder Bestrahlung. Allerdings lag sie noch viele Wochen im Bett, nahm sich Zeit für Gott und las in der Bibel. «Warum bin ich hier, Herr? Was soll ich tun?», waren ihre Fragen und Gott lenkte ihr Leben in eine neue Richtung.

«Trachtet zuerst»

Im Krankenlager erfuhr Joy Matthäus, Kapitel 6, Vers 33 real: «Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!» Vorher jagte sie dem Erfolg nach und war schliesslich ausgebrannt und gestresst. Sie wurde krank. Jetzt ruhte sie in Gott und erfuhr, dass das einfach zu ihr kam, was sie vorher erjagen wollte. Joy wechselte während dieser Zeit ins Coaching. Sie wollte nun anderen Menschen helfen, ihre eigenen Transformationsprozesse zu gestalten. Sie will ihnen die Hoffnung und Perspektive vermitteln, die sie selbst erfahren hat. Wenn andere sie fragen: «Wie bist du mit deinen Schwierigkeiten fertiggeworden?», kann sie ihnen viele praktische Tipps geben. In erster Linie aber sagt sie ihnen: «Ohne Jesus Christus hätte ich das nicht geschafft!»

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