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Iraker (Symbolbild)

Von Corona betroffen – «Ihr wart die ersten, die uns besucht haben»

Sami Hussein ist Iraker und wurde mit der ganzen Familie von ISIS aus Mossul vertrieben. Dann steckte er sich mit Corona an. Im Lager hatte man Angst vor ihm, er schlief allein ausserhalb des Zeltes. Nur eine Gruppe Christen näherte sich ihm...

Sami Hussein ist Iraker und wurde mit der ganzen Familie von ISIS aus Mossul vertrieben. Dann steckte er sich mit Corona an. Im Lager hatte man Angst vor ihm, er schlief allein ausserhalb des Zeltes. Nur eine Gruppe Christen näherte sich ihm – und betete für seine Genesung.

Vor sechs Jahren überrollte der Islamische Staat (ISIS) die irakische Stadt Mossul. Sami Hussein (Name geändert) war einer der vielen, der bei den brutalen Angriffen Angehörige verlor. Der überzeugte Muslim floh mit seiner Frau und den acht Kindern 80 Kilometer Richtung Osten, in die Gegend von Erbil, wo die Familie in einem Flüchtlingslager unterkam.

Obwohl Mossul im Juli 2017 wieder befreit war, wird es wohl noch mindestens zwei Jahre dauern, bis die Stadt wieder vollständig aufgebaut ist. Und so blieb Sami weiterhin in dem Flüchtlingslager, fand irgendwann eine schlecht bezahlte Arbeit in einem umliegenden Dorf und konnte so die Familie durchbringen. Doch dann kam Covid…

Allein auf dem Wüstenboden

Auch Sami steckte sich bei der Arbeit an. Um die Familie vor der Krankheit zu schützen, schlief er in einem Schlafsack allein auf dem kalten Wüstenboden ausserhalb des Zeltes. Jeder hatte Angst davor, sich ihm zu nähern. Nur eine Gruppe von Leuten nicht – Christen, die regelmässig das Lager besuchten und Lebensmittel sowie christliches Material verteilten.

Im Gespräch mit einem der Leiter dieser Gruppe berichtete Sami hinterher: «Zuerst dachte ich, ich bräuchte euch nicht, weil ich Arbeit hatte und ich wollte euch nicht treffen, weil ihr Christen wart. Aber als Gott es zuliess, dass ich mich mit dem Coronavirus anstecke, wart ihr die ersten, die meine Familie besuchten und uns halfen. Ihr seid auf mich zugekommen bis auf zwei Meter Distanz und habt dafür gebetet, dass ich gesund werde. Ich verstand eure Gebete nicht, in denen ihr immer wieder den Namen 'Jesus' wiederholtet, aber ich spürte ihre Macht.»

Freude und Frieden

Die Christen versorgten die Familie nicht nur mit Lebensmitteln, sie schenkten Sami auch eine Bibel. «Jeden Tag, wenn ich in der Bibel lese, die ihr mir gegeben habt, spüre ich Freude und Frieden!» Und während er allein auf dem kalten Wüstenboden schlief, gaben ihm die Worte aus der Bibel und die zaghaften Gebete Mut. Nach einem Monat erholte er sich vollständig von der Krankheit – und er und seine ganze Familie nahmen Jesus in ihr Leben auf.

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