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Roland Schiedner bei WunderHeute

Arm heilt nach 35 Jahren – «Ich konnte nicht mal eine Tasse hochheben…»

Roland Schiedner aus Bad Wurzach fällt nach seiner Pension in eine tiefe Depression. Er lernt durch einen jungen Mann Jesus kennen und fühlt sich heute wohl in einer Freikirche. Als dort drei Personen für ihn beten, wird sein gelähmter Arm geheilt.

«Roland steh auf – du bist geheilt!» Der Rentner Roland Schiedner schreckt aus dem Schlaf auf. Er lebt allein, niemand ist da. Trotzdem hört er eine tiefe Bassstimme, die ihm verkündet, dass sein Arm nicht mehr gelähmt ist. Am Abend zuvor hatten nach einer Predigt drei Jesus-Nachfolger für ihn gebetet. Unmittelbar danach schien nichts verändert. Doch nun ist das Wunder geschehen. Roland kann seinen Arm wieder gebrauchen. «Vorher musste ich alles mit links ausführen, mit dem rechten Arm konnte ich nicht mal eine Tasse hochheben», bestätigt er. Voll Freude will er einen Freund anrufen, doch 4:30 Uhr scheint etwas früh dafür. Als er um 6:30 Uhr endlich telefoniert, kennt Nicolai sofort den Verursacher der Heilung: «Das war der Heilige Geist, der in dir lebt!»

«Mein Arm war 35 Jahr lang gelähmt, doch als er operiert werden sollte, überzeugten mich die Argumente der Orthopäden nicht», erzählt Roland Schiedner. «Ich sagte daher den Eingriff ab.» Dann würde er halt wie bisher weiterleben. Alle ärztlichen Vorstösse hatten seinen gelähmten Arm nicht in seine Funktion zurückgeführt. Im vergangenen Jahr hat Jesus nun eingegriffen. Auf ein einfaches Gebet hin.

Missbrauch

Roland Schiedner ist 1945 geboren. Seine Mutter war Kriegswitwe, die ihre beiden Kinder allein aufzog und ihnen als Katholikin den christlichen Glauben nahebrachte. Doch in einem katholischen Internat wurde Roland sexuell missbraucht. Nun glaubte er den Vertretern der Kirche ihre Botschaft nicht mehr. Er wandte sich vom christlichen Glauben ab, konzentrierte sich auf die berufliche und politische Karriere. Hier hatte er grossen Erfolg, dazu schrieb er Reden, begleitete und beriet drei Ministerpräsidenten während ihrer Amtszeit.

Wozu bin ich noch da?

Nach der Pensionierung fiel Roland in ein tiefes Loch. Er war nicht mehr gefragt, sah keinen Sinn mehr in seinem Dasein. «So kann ich dich nicht ertragen», sagte eine gute Freundin. Früher sei er ein geselliger, fröhlicher Mensch gewesen, nun umgab ihn eine dunkle Wolke. Sie stellte ihn einem jungen Nachbarn vor, Nicolai, der sich seither liebevoll um den Senior kümmert. Inzwischen verbindet die beiden eine tiefe Freundschaft. «Jesus hat ihn zu mir geführt», ist Roland heute überzeugt. Sie besuchen nun die gleiche Freikirche. Hier liess sich der 79-Jährige im letzten Sommer taufen.

Dafür erfuhr Roland neben Lob auch Kritik des Umfelds. Er ist eine bekannte Persönlichkeit im Ort, die Menschen reagieren darauf, dass er zu seinem Glauben an Jesus steht. «Warum lässt du dich taufen? Du bist doch schon getauft!», fragten sie. Anfänglich wollte er die Glaubenssätze der Gemeinde verteidigen. Er grübelte halbe Nächte, wie er reagieren solle. Wie damals im Beruf wollte er eine Lösung finden. Heute lässt er andere Meinungen stehen. «Wenn du genau wissen willst, wer wir sind, komm vorbei und schau selbst», lädt er seine Kritiker ein.

Mit Jesus bist du nie allein

Die Familie seiner Schwester und Freunde erleben, dass er von seiner Depression genesen ist. Heute ist er wieder der fröhliche Roland, den sie von früher kannten. «Ich bin im Lauf meines Berufslebens nicht zur Ruhe gekommen. Ich war gefragter Gesprächspartner – bis zur Pensionierung», schaut Roland zurück. Im Ruhestand litt er dann sehr unter seiner Depression. Heute empfiehlt der Senior, die Nähe zu Jesus zu suchen. «Ich war der älteste von 25 Klassenkameraden, heute leben noch drei davon, ich bin der älteste…» erzählt Roland. Es bedrückte ihn, dass er eines Tages ganz allein dastehen würde. «Nun gehöre ich zur Gemeinde, hier hat es Leute, die an meinem Leben anteilnehmen. Ich bin nicht allein!»

Sehen Sie sich den WunderHeute.TV-Beitrag mit Roland Schiedner an:
 

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