Sie leidet an Hashimoto – «Gott macht aus allem etwas Gutes»

Jahrelang ist Laurel Gallucci so erschöpft, dass sie nicht arbeiten kann. Diagnose: Hashimoto und dazu eine Lebensmittel-Unverträglichkeit. Nach anfänglichem Frust sieht sie ihr Schicksal aber als Chance...

Jahrelang ist Laurel Gallucci so erschöpft, dass sie nicht arbeiten kann. Diagnose: Hashimoto und dazu eine Lebensmittel-Unverträglichkeit. Nach anfänglichem Frust sieht sie ihr Schicksal aber als Chance. Heute hat sie einen Foodblog, schreibt Kochbücher und produziert köstliche Kuchen ohne Getreide, Zucker und Milchprodukte.Lehrerin sein war mein Traumjob! Aber immer wieder überkam mich extreme Müdigkeit und grosse Erschöpfung. Irgendwann konnte ich nicht mal mehr ein paar Treppen steigen, ohne völlig k.o. zu sein. Schliesslich musste ich aufhören zu unterrichten, das war für mich sehr frustrierend.

Dann fanden Ärzte die Ursache meiner Erschöpfung: Hashimoto, eine Autoimmunerkrankung, bei welcher der Körper die Schilddrüse nach und nach zerstört. Zudem hatte ich immer Verdauungsprobleme und obwohl ich ohnehin schon sehr schlank war, verlor ich noch mal 18 Kilo. Mein Mann und ich wünschten uns sehnlichst ein Baby, aber durch die Krankheit war das aussichtslos und zudem hatte ich vier Jahre lang keine Periode.

Obwohl ich jetzt jeden Tag Schilddrüsenhormone nahm, hatte ich trotzdem wenig Energie und fühlte mich ständig depressiv verstimmt. Ich war so entmutigt und oft schrie ich zu Gott: «Warum ausgerechnet ich?»

Zwei Jahre nach der Diagnose riet mir eine Freundin, doch mal meine Ernährung umzustellen. Ich verzichtete auf Getreide, Hülsenfrüchte, Zucker und Milchprodukte. Nach so vielen Jahren der Krankheit und Erschöpfung war ich zu allem bereit. Und tatsächlich ging es mir dadurch besser! Das war für mich wie ein Wunder.

Schicksal als Chance

Aber es fiel mir schwer, auf Kuchen zu verzichten. Backen gehörte schon von klein auf zu meinen Leidenschaften und es nicht mehr zu tun, war nicht leicht. Alle glutenfreien Backwaren schmeckten damals wie Pappkarton, richtig scheusslich. Und so fing ich selbst an, mit Mandelmehl, Kokosöl und Ahornsirup zu experimentieren. Und siehe da, mein erster Schokoladenkuchen war köstlich.

Eine Freundin riet mir, mehr aus dieser Entdeckung zu machen und so gründeten wir 2015 «Sweet Laurel». Wir backen Kuchen und Kekse ohne Getreide, Zucker oder Milchprodukte und verschickten sie überall in den USA. Es war unglaublich, wie viele Lebensmittel-Läden Interesse an unseren Produkten hatten. Ich fing an, Rezepte auf einem Blog zu veröffentlichen und Kochbücher zu schreiben. Inzwischen haben wir sogar unsere eigene Bäckerei und sind mit unserem Unternehmen sehr erfolgreich.

Gott ist immer gut

Heute sehe ich, dass Gott immer seine Hand in meinem Leben hatte – selbst in Phasen, in denen ich das nicht gespürt habe. Für mich war es damals so schlimm, meinen Job als Lehrerin aufzugeben. Aber Gott hatte andere, wunderbare Pläne für mich. Heute darf ich anderen beibringen, wie man mit Lebensmittel-Unverträglichkeiten leben und trotzdem lecker essen kann. Dadurch kann ich anderen helfen und ihr Leben bereichern.

Ich selbst bin inzwischen bin ich soweit geheilt, dass ich keine Hormone mehr nehmen muss. Mein Körper funktioniert normal. Ich habe Kraft und Energie. Und wir haben sogar ein Baby bekommen!

Schon als Kind habe ich mich bewusst für ein Leben mit Jesus entschieden. Damals hat mich beeindruckt, wie Gott im Leben anderer Menschen wirkt. Heute kann ich selbst davon erzählen, wie Gott in meine Biographie eingegriffen hat. So oft habe ich mich gefragt, warum ausgerechnet ich krank sein muss. Aber dann fielen alle Puzzleteile zusammen und jetzt macht alles Sinn. Ich bin durch tiefe Täler gegangen, aber heute darf ich sehen, dass Gott selbst daraus etwas Gutes gemacht hat. Ich darf meine Gaben ausleben und anderen helfen. Gott lenkt unsere Wege auf geheimnisvolle aber wunderbare Art.

Hier die Geschichte von «Sweet Laurel» (EN):

Zur Webseite:
Sweet Laurel

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