Orthopäde Indra Napit – Ex-Atheist lag im Sterben – heute rettet er Hunderte

Er arbeitete als Mediziner, war Atheist und anti-christlich eingestellt: Indra B. Napit aus Nepal. Dann lag er krank im Sterben, bereits waren seine Eltern verständigt…

Er arbeitete als Mediziner, war Atheist und anti-christlich eingestellt: Indra B. Napit aus Nepal. Dann lag er krank im Sterben, bereits waren seine Eltern verständigt… Nun stellte er vor kurzem in Genf vor der WHO ein Verfahren vor, welches Wunden bei Tropenkrankheiten wesentlich schneller heilen lässt.«Ich arbeitete hart, studierte und hielt das Religiöse für nichts», erinnert sich Indra B. Napit bei seinem Besuch bei der Lepra-Mission Schweiz. Damals waren die Strassen in Nepal noch schlechter ausgebaut als heute. «Für einen medizinischen Einsatz musste ich zwei Tage lang marschieren. Plötzlich hatte ich einen Ausschlag.»

Nach seiner Rückkehr liess er sich in der Hauptstadt Katmandu behandeln. «Ich erhielt die gleichen Medikamente wie Lepra-Patienten.» Alles schien wieder gut zu sein, wie die Nachbehandlung zeigte.

Der Kollaps

Bei einem anderen Einsatz stand wieder ein langer Marsch bevor. «Plötzlich fühlte ich mich wieder schlecht. Ich schwitzte und erbrach. Ein Kollaps folgte, ich wurde richtig krank.»

Telefonverbindung gab es in dieser Gegend nicht und Mobiltelefone waren noch nicht entwickelt worden. «Doch ich fand vier Menschen, die bereit waren, mich zu tragen.» Wäre er nicht Arzt gewesen, wäre ihm womöglich nicht geholfen worden. Nach einem mehrstündigen Marsch erreichte die Gruppe eine Strasse. Von dort aus brachte ihn ein Taxi ins Spital.

«Die Ärzte stellten eine Folge-Erscheinung der Medikamente fest und machten kein Geheimnis daraus, dass ich in einem sehr kritischen Zustand war.» Dann fiel Indra in ein Koma und seine Eltern wurden benachrichtigt. Ihnen wurde gesagt, dass er wohl nicht überleben werde...

«Was ist das für ein kraftvoller Gott?»

Gepflegt wurde er in einem Spital, in dem christliches Personal anwesend war. «Ein Arzt aus Australien war bei mir und drei einheimische Ärzte. Sie beteten und ich träumte, dass ich von Engeln getragen werde. Ab diesem Tag ging es mir besser.»

Zwei Monaten später konnte er nach Hause. «Aber ich war noch sehr schwach. Ich konnte nicht einmal eine PET-Flasche öffnen.» Die Ärzte sagten, dass sie nicht wüssten, wie er überleben könnte. «Doch ich erstarkte. Und ich fragte: 'Was ist das für ein kraftvoller Gott?' Ich erhielt ein Neues Testament, verstand aber nicht viel.»

Nach einer längeren Arbeitszeit im Ausland wurde er gefragt, ob er in einem bestimmten Spital rund 300 Kilometer von der Hauptstadt entfernt arbeiten wolle. Es war ein Missionsspital. Zwar erhielt er auch die Anfrage, um in einem Privatspital zu arbeiten. Doch Indra dachte an seine unglaubliche Heilung: «Gott gab mir mein Leben, deshalb entschied ich mich für den Dienst als Missionar.» Später wechselte er in das Anandaban-Spital, das von der Lepra-Mission Schweiz mitgetragen wird, wo er heute Spitaldirektor ist.

Vor WHO in Genf gesprochen

Der Orthopäde Indra Napit hat ein Verfahren entwickelt, durch welches sich Wunden von Diabetes-Patienten, Lepra-Kranken sowie jene von Betroffenen anderer Tropen-Krankheiten wie etwa Buruli rund doppelt so schnell schliessen.

Erst vor kurzem stellte er dieses Verfahren in Genf der Weltgesundheitsorganisation WHO vor. In der westlichen Welt dürfte es das Verfahren schwer haben, da weniger medizinisches Material von Nöten ist. In allen übrigen Erdteilen kommt das in Genf vorgestellte Verfahren mehr und mehr zum Einsatz.

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