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Darlene Zschech

«Nicht mich, sondern Jesus» – Darlene Zschech über Ruhm, Glaube und wahre Anbetung

Die australische Sängerin Darlene Zschech wurde mit Hits wie «Shout to the Lord» bekannt. Nun spricht sie über ihre Anfänge, ihre Krebserkrankung und ihre tiefe Überzeugung, dass Lobpreis keine Show ist, sondern ein Leben, das Jesus widerspiegelt.

Darlene Zschech war von 1996 bis 2007 Lobpreisleiterin der «Hillsong Church» in Sydney und hat in dieser Zeit mehr als 20 Alben produziert und über 80 Lobpreislieder geschrieben.

Doch trotz ihres Erfolgs fühlt sie sich im Hintergrund am wohlsten. «Anbetung ist kein Genre. Es macht mich immer sehr traurig, wenn es bei Preisverleihungen als Kategorie auftaucht. Es ist ein Leben und nicht einmal ein Lebensstil.»

Und sie wird noch deutlicher: «Ich glaube, wenn man das Rampenlicht liebt, dann wird einem der Gottesdienst aufgrund dessen, worum es ihm eigentlich geht, nicht erlauben, dort zu bleiben. Und das ist auch Gottes Gnade. Wir können mit der Herrlichkeit Gottes nicht anmassend umgehen. Ich habe gehört, dass der Mensch, wenn er die Herrlichkeit empfängt und in sich aufnimmt, explodiert, denn dafür sind wir nicht geschaffen. Wir wurden geschaffen, um die Herrlichkeit widerzuspiegeln.»

«Mein Name soll vergessen werden»

Ihre Demut und ihre Konzentration auf Jesus spiegeln sich in ihrer Art zu dienen wider. «In der Anbetung ist es mein Herz, die Menschen zu Christus zu führen, damit sie sich nicht an mich erinnern, sondern an die Geborgenheit, die ein Nährender gibt, damit alle Barrieren fallen und sie Jesus sehen können. Das ist mein Ziel.»

Dieser Wunsch, im Hintergrund zu bleiben und Christus die Bühne zu bereiten, zieht sich durch ihr ganzes Leben und ihre Karriere.

Die dunkle Nacht der Seele

2013 wurde ihr Glaube auf die Probe gestellt, als bei ihr Brustkrebs diagnostiziert wurde. «Es gab Tage, an denen ich fast an der Chemotherapie gestorben wäre, nicht am Krebs», erinnert sich Darlene Zschech. In ihrer tiefsten Not erlebte sie Gottes Gegenwart auf eine Weise, die sie nie erwartet hätte.

«Ich bin einfach neben meinem Bett zusammengebrochen und dachte: Ich kann das keine Sekunde mehr aushalten. Und auf dem Boden begegnete mir Gott. Er hat mich eingehüllt. Er lehrte mich zu atmen – so sanft, so real und so kraftvoll.» Diese Begegnungen haben ihr Verständnis von Gottes Liebe und Fürsorge für immer verändert.

Hoffnung für die Welt

Auch ausserhalb der Musik hat Darlene ihre Leidenschaft für das Reich Gottes in die Tat umgesetzt. Gemeinsam mit ihrem Mann Mark Zschech gründete sie «Hope: Global», eine Organisation, die Hoffnung durch Bildung in Afrika und Asien verbreitet. Auslöser war eine Reise nach Ruanda, wo das Ehepaar mit den Folgen des Genozids konfrontiert wurde.

«Gott sprach zu Mark und sagte: ‚Jetzt, nachdem ihr es gesehen habt, was werdet ihr da tun?‘», erzählt Darlene. «Das war der Anfang von ‚Hope: Rwanda – 100 Days of Hope‘.» Heute unterstützt ihre Organisation Menschen in vielen Ländern, indem sie ihnen durch Bildung eine Zukunftsperspektive gibt.

Vermächtnis für die Zukunft

Mit sechs Enkelkindern und einer langen Karriere im Rücken fühlt sich Darlene dazu berufen, ein Vermächtnis zu hinterlassen. Ihr neuestes Album «Testament» ist Ausdruck dieses Wunsches. «Ich wollte etwas schaffen, das meine Kinder und Enkelkinder daran erinnert: ‚Egal, was wir durchmachen, Gottes Treue übertrifft alles.»

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