Facebook
Maggie Thorne mit ihrem Sohn

Ninja-Warrior Maggi Thorne – Comeback für Unterprivilegierte nach Hirnverletzung

Eine Freundin von Maggi Thorne nahm sich das Leben. «Als ich sah, wie ihr Sarg in den Boden eingelassen wurde, hatte ich das Gefühl, dass Gott zu mir sprach, ich solle keine Gebäude bauen, sondern Menschen aufbauen.» Das änderte ihr Leben völlig…

Maggi Thorne ist seit sieben Staffeln bei der TV-Show «American Ninja Warrior» dabei. Abseits der Ninja-Warrior-Show und Hindernisparcours «nehme ich als alleinerziehende Mutter von drei unglaublichen Kindern andere Hindernisse in Angriff».

«Ich bin in San Diego, Kalifornien aufgewachsen und komme aus einem einkommensschwachen Elternhaus. Wir teilten unser Haus mit einer anderen Familie, und ich wusste nicht, was es bedeutet, zu träumen.» Ihre beiden Brüder brachen die Highschool ab und gingen im Gefängnis ein und aus. Einer von ihnen war in einer Gang. Auch Maggi sah keine Zukunft für sich. Im Alter von zwölf Jahren spürte sie keinerlei Freude im Leben und wusste nicht, was ihr Ziel und ihre Lebensrichtung war.

Leidenschaft für Unterprivilegierte

Doch dies führte zu ihrer Leidenschaft für Arme, Unterprivilegierte und Unterrepräsentierte. «Durch meine Plattform ‘American Ninja Warrior’ – mit der mich Gott gesegnet hat – trete ich für sie ein und spreche speziell in das Leben junger Menschen. Ich sage ihnen, dass sie eine Chance haben.»

In jungen Jahren war sie kalifornische Meisterin im Hürdenlauf, was zu einem Stipendium an der Universität von Nebraska führte. «Ich war die erste Person in meiner Familie, die einen Hochschulabschluss erhielt.»

Nach dem Abschluss leitete sie zehn Jahre lang millionenschwere Bauprojekte: Sie errichtete Stadien und Arenen. Daneben erlitt sie schwere Schicksale: «Im Laufe dieser Zeit starb mein Bruder durch Selbstmord, und dann starb eine meiner besten Freundinnen ebenfalls durch einen Suizid. Als ich sah, wie ihr Sarg in den Boden eingelassen wurde, hatte ich das Gefühl, dass Gott zu mir sprach, ich solle keine Gebäude bauen, sondern Menschen aufbauen.»

Instagram
Maggi Thorne in einem Ninja-Warrior Parkour

Schwieriger Start

Viele Leute hielten sie für verrückt und meinten, sie würde ihr Leben ruinieren und nie wieder erfolgreich sein. Alsbald landete sie bei «American Ninja Warrior». «In meinem ersten Jahr bin ich wirklich schwer gescheitert – und sie haben es ausgestrahlt. Es gibt nichts Schöneres, als wenn die eigenen Misserfolge auf einem globalen Fernsehsender wie NBC ausgestrahlt werden…»

Sie erlitt eine leichte traumatische Hirnverletzung. «Ein Jahr lang wurde ich ambulant in einem Krankenhaus behandelt.» Etwa zwanzig Stunden pro Woche arbeitete sie ambulant an Sprache, kognitiven Fähigkeiten, Physiotherapie und so weiter. Gott habe sie angehalten und geschaut, dass ihr Leben langsamer wird.

Keine Erholung möglich?

In den ersten sechs Monaten ihrer Genesung konnte sie die rechte Seite ihres Körpers nicht spüren. «Ich konnte meinen Kopf nicht drehen.» Die Ärzte sagten, sie könne nicht einmal mehr mit ihren Kindern Fangen spielen. «American Ninja Warrior» lag in weiter Ferne.

«Als ich mich zur Ruhe setzen musste, begann Gott wirklich zu mir zu sprechen, und zwar durch viele verschiedene Menschen.» Zum Beispiel verneinte sie die Frage ihrer Tochter, ob sie je wieder «American Ninja Warrier» werden würde. Darauf entgegnete ihre Tochter: «Du sagst allen anderen, dass sie niemals aufgeben sollen, und was machst du?»

Von Glaube statt Angst leiten lassen

Ihr wurde klar, dass sie sich nicht vom Glauben, sondern von der Angst leiten liess. Sie begann Gott im Gebet zu fragen, ob er will, dass sie zurückkehrt. Schliesslich kehrte sie als Top-Athletin in die Show zurück.

«Im Laufe der Jahre habe ich erkannt, dass Gott meine Geschichte bereits geschrieben hat, egal wie hart ich trainiere. So wie es in Epheser, Kapitel 2, Vers 10 steht: 'Was wir jetzt sind, ist allein Gottes Werk. Er hat uns durch Jesus Christus neu geschaffen, um Gutes zu tun. Damit erfüllen wir nun, was Gott schon im Voraus für uns vorbereitet hat.' Wenn ich also daran glaube, werde ich diesen Kurs einschlagen, denn ich weiss, dass ich dazu berufen bin und meine Geschichte in seiner Hand liegt.»

Teile diesen Beitrag
Das könnte dich auch interessieren
Story
Tim Timmons

Tim Timmons plädiert dafür – 10’000 Minuten echter Glaube pro Woche

«Das Leben ist schwer – und Gott ist gut.» Beides hat Platz. Tim Timmons erzählt, wie eine Krebsdiagnose seinen Blick ...

Story
Wenn Sohn und Vater zusammenhalten (Symbolbild)

Laengner: «Auf in die Weite» – Ein Buch zum Leben und Sterben

Tom und Nils Laengner sind Vater und Sohn. Und sie sind ein tolles Team beim Sport, beim Erzählen und Schreiben. Als ...

Story
Tim Green mit drei seiner Enkel

Wenn der Applaus verstummt – Ex-NFL-Spieler: Ermutiger trotz schwerer Krankheit

An einem Tag wird man von Tausenden bejubelt, am nächsten ist man vergessen, erinnert sich Ex-NFL-Spieler Tim Green. Er ...

Story
Amanda Lindsey Cook

Zurück zur Stille – Amanda Cook: Worship und psychische Gesundheit

Die Kanadierin Amanda Cook ist eine der bekannten Stimmen von Bethel Music. Sie erzählt, wie sich ihr Blick auf die ...

Story
Luigji und Drita Mrijaj

Vom Schmerz zur Hoffnung – «Ich bin lebendig für dich»

Drita Mrijaj kam als Teenagerin aus dem Kosovo in die Schweiz. Nach mehreren Fehlgeburten erlebt sie ein Wunder und sie ...

Story
Depressionen können sich auch völlig unbemerkt ins Leben schleichen (Symbolbild)

Persönlicher Einblick – Depression: Wenn Dunkelheit leise kommt

Wer gut funktioniert, kann nicht krank sein – oder? Judith Beständig beschreibt ihre ganz persönliche Geschichte mit ...

Story
Jason Redman wahr jahrelang ein US Navy SEAL

Hinterhalt im Irak – Getroffen im Gefecht, geheilt durch Liebe

Als Navy SEAL überlebt Jason Redman einen verheerenden Hinterhalt im Irak. In der Heimat pflegte ihn seine Frau und er ...

Story
Franziska Suter

Franziska Suter – Sie nahm Gottes Verheissungen ernst

Von harten Schlägen wurde Franziska Suter nicht verschont. Das führte dazu, dass sie gleich mehrmals Gottes heilendes ...

Story
Pastor Richard Skoff

Durch Gebet und Eingebung – Von Demenz geheilt

Die Diagnose Demenz ist ein harter Schlag. Doch Pastor Richard Skoff stellte sich seiner Krankheit und seinem Glauben ...