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Ashley Nole

Ashley Nole – Auf der Suche nach Kontrolle verlor sie jede Kontrolle

Als Ashley Nole von christlichen Mitschülern gemobbt wird, dreht sie dem Glauben den Rücken zu. Sie möchte ihr Leben in den Griff bekommen, eigene Entscheidungen treffen. Doch als sie dies endlich schafft, ist sie trotzdem nicht glücklich…

Als Ashley Nole von christlichen Mitschülern gemobbt wird, dreht sie dem Glauben den Rücken zu. Sie möchte ihr Leben in den Griff bekommen, eigene Entscheidungen treffen. Doch als sie dies endlich schafft, ist sie trotzdem nicht glücklich…Ashley Noll wuchs in einer christlichen Familie auf. Wie es so üblich war, betete sie irgendwann, damit Jesus in ihr Leben kommt – heute weiss sie, dass diese Entscheidung damals eher oberflächlich war. «Gott spielte damals in meinen Gedanken keine grosse Rolle. Es war eher ein Sache, die gemacht werden musste. Ich passte mich an. Ich ging zur Kirche, sprach über Gott und sagte, dass ich Christ bin. Aber innerlich wurde ich immer rebellischer. Ich fragte mich immer mehr, ob der Glaube wirklich etwas für mich war und ob es Gott wirklich gab.»

In der Schule wurde Ashely gemobbt und von ihren Mitschülern nicht akzeptiert. Gleichzeitig war sie von Psychologie fasziniert. «Ich besorgte mir all diese Bücher über die Macht der Gedanken. Und ich sehnte mich danach, zu verstehen, wie ich meine Gedanken und dadurch meine Realität kontrollieren konnte. Ich hatte mein Leben nicht in der Hand. Ich fühlte mich wertlos. Und ich dachte, es wäre von Vorteil, wenn ich über gewisse Aspekte meines Lebens die Kontrolle hätte.»

Der eigene Herr …

Dass Gott wirklich existierte, war für sie immer unwahrscheinlicher und im letzten Schuljahr nannte sie sich selbst eine Atheistin. Das lag nicht zuletzt auch am Mobbing – denn einige der Mitschüler, die sie mobbten, bezeichneten sich selbst als Christen. «Ich dachte: ‚Das macht keinen Sinn. Erstens erscheint Gott nicht real. Und zweitens, diese Leute sind Christen, aber sie handeln gar nicht so und ich möchte mit so einem Glauben nichts zu tun haben.‘» In dem Moment entschloss sie, nicht länger an einen Gott zu glauben. «Und ich hatte dieses falsche Gefühl von Freiheit. Ich dachte: ‚Endlich bin ich frei!‘ und hatte das Gefühl, die Kontrolle über mein Leben zu haben. Ich traf meine eigenen, unabhängigen Entscheidungen. Und ich dachte, das macht mich intelligent. Ich fand all meinen Wert darin.»

… aber trotzdem unglücklich

Doch glücklich machte sie ihr neues Leben nicht. Nur wenige Monate später wurde sie mit Depressionen diagnostiziert. Gleichzeitig versuchte sie, mit Parties und Alkohol dagegen anzugehen, obwohl sie eigentlich gar nicht der «Partytyp» war. An der Uni schottete sie sich von ihren Freunden ab und begann, mit New Age Praktiken zu experimentieren, liess sich Tarrot-Karten legen und probierte Channeling aus.

«Ich liess mich auch auf Geistführer ein, die letztlich nichts anderes als Dämonen sind. Sie zeigten mir gute Visionen, aber auch dunkle Visionen. Der Geistführer zeigte mich auch Dinge, die ich gar nicht sehen wollte oder nicht sehen brauchte – die Dinge, die ich kontrollieren konnte, brachten mir dagegen keine Freude. Sie gaben mir keinen Frieden. Ich kam an einen Punkt, an dem ich nicht mehr leben wollte.» Ihre Freundschaften waren zerstört, der Unterricht war ihr nicht mehr wichtig…

Abbruch

Als sie jeden Tag Selbstmordgedanken hatte, brach sie die Uni ab und kehrte nach Hause zurück. Sie fand Arbeit und veröffentlichte auf Youtube New Age-Videos. Doch gegen ihre Depressionen und vermehrten Panikattacken kam sie nicht an. «New Age half nicht, der Uni-Abbruch half nicht – irgendwie lief nichts in meinem Leben richtig.»

Eines Tages war sie draussen im Wald, als sie eine Panikattacke bekam – sie wollte sich das Leben nehmen, weil sie nicht wusste, was sie tun sollte. In dem Moment erinnerte sie sich an Gott. «Alles, was ich sagen konnte, war: ‚Bitte, Gott, ich brauche dich!‘ Und ich rief den Namen Jesus. (…) In der Sekunde, in der ich seinen Namen sagte, hörte meine Panikattacke plötzlich auf. Ich fühlte, wie dieser Friede über mich kam. Und ich begann nur noch zu weinen…» Sie bat Gott um Vergebung, denn sie spürte, dass Gott wirklich da war. «Er berührte mein Innerstes und ich wusste einfach, dass er real ist.»

Kontrolle abgegeben

Zum ersten Mal in ihrem Leben begann sie eine Beziehung mit Jesus. Sie besuchte eine Kirche vor Ort und begann, in der Bibel zu lesen. «Seit ich eine Beziehung zum Herrn Jesus habe, hab ich keine Panikattacken mehr bekommen. Meine Depressionen sind wie weggewischt. Er hat mich vollkommen mit Freude und Frieden gefüllt.»

Auch den New Age-Praktiken hat sie den Rücken gekehrt. Sie produziert zwar immer noch Youtube-Videos, doch jetzt geht es darin um Gottes Liebe. Zudem engagiert sie sich in ihrer Gemeinde und hat das Studium wieder aufgenommen. «Ich möchte nicht mehr die Kontrolle über mein Leben haben – ich möchte auch keine Entscheidungen mehr ohne Gott treffen, denn ich weiss jetzt, was passiert, wenn ich meine eigenen Entscheidungen treffe. Die Pläne, die Gott für mich hat, sind so viel besser als das, was ich für mich selbst ausdenken könnte…»

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