Fünf Gedanken zur Erziehung – Zusammen essen ist kontrakulturell … und deshalb so wichtig

In einer komplexen Gesellschaft gehört das Erziehen von Kindern zu den grösseren Herausforderungen christlicher Eltern. Die vierfache Mutter, Autorin und Rednerin Jen Wilkin nannte nennt fünf Gedanken, die ihr selbst beim Erziehen geholfen haben.
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Familie isst zusammen.

In einer komplexen Gesellschaft gehört das Erziehen von Kindern zu den grösseren Herausforderungen christlicher Eltern. Die vierfache Mutter, Autorin und Rednerin Jen Wilkin nannte nennt fünf Gedanken, die ihr selbst beim Erziehen ihres Nachwuchses geholfen haben.

Ihren Gedanken stellte sie zwei Bibelverse aus dem 1. Petrus-Brief voran: «Meine lieben Freunde! Ihr wisst, dass ihr in dieser Welt Fremde seid; sie ist nicht eure Heimat. Deshalb bitte ich euch eindringlich: Gebt den Angeboten und Verlockungen dieser Welt nicht nach. Ihr Ziel ist es, euch innerlich zu zerstören! Lebt stattdessen so vorbildlich, dass die Menschen, die Gott nicht kennen, darauf aufmerksam werden. Durch euer Verhalten sollen selbst die überzeugt werden, die euch bösartig verleumden. Wenn sie dann aufgrund eurer guten Taten zur Einsicht kommen, werden sie Gott am Tag des Gerichts für ihre Rettung danken.» (1. Petrus, Kapitel 2, Verse 11-12)

Das Ziel christlicher Eltern sei es, Kinder auf eine Welt vorzubereiten, die nicht ihre Heimat ist. Gleichzeitig hielt sie fest, dass Kinder, die Gott kennen und lieben, nicht völlig anders aussehen und es auch nicht das Ziel sei, seltsam zu sein.

Erstens: Aktivitäten

Ein christlich erzogenes Kind sollte seine Freizeit anders verbringen. Die Eltern sollen sich laut Jen Wilkin fragen, ob eine Aktivität der Familie hilft oder ihr eher schadet.

In Familien, in denen mindestens viermal pro Woche gemeinsam zu Abend gegessen wird, ist die Wahrscheinlichkeit kleiner, dass die Kinder in Alkohol, Drogen oder andere riskante Verhaltensweisen abrutschen. «Gemeinsam zu Abend zu essen ist vielleicht die kontrakulturellste Aktivität, die man heute tun kann.»

Zweitens: Reden

Ein christlich erzogenes Kind sollte eher anständige Worte benutzen, «auch das ist kontrakulturell», sagt Jen Wilkin. «Andere Kinder lernen eine üble Sprache im Fernsehen und durch Freunde – hoffen wir, dass sie eine solche Umgangssprache nicht im eigenen Haus lernen.»

Sie rät dazu, Worte der Versöhnung und des Gebets zu lehren. Sarkasmus sollte in einem christlichen Haus nicht eingesetzt werden, denn dieser hat stets ein Opfer, so die Autorin weiter. «Es gibt viele andere Wege, um zu scherzen.»

Drittens: Besitz

Ein Kind muss nicht immer alles sofort besitzen. «Wir sollten eine Kultur der Vorfreude entwickeln, da wir Menschen der Vorfreude in Erwartung von etwas Besserem sind», so Wilkin. «Unsere Kinder sollten wissen, was 'weniger', 'mehr' und 'genug' ist.»

Sie verwies auf Studien, die belegen, dass wenn man einem Kind jederzeit alles gibt, was es will, ein unersättliches Kind aufgezogen wird. «Wir sollten mit den Kindern über den Unterschied zwischen Bedürfnis und Wunsch sprechen.»

Viertens: Unterhaltung

Ein Kind muss nicht unbedingt alles im Fernsehen sehen oder alles lesen, was «man» gerade so liest. Andere Unterhaltung sei möglich. «Wir müssen entscheiden, was unser Kind sieht und für wie lange.»

Es brauche auch Zeit, um mit den Kindern zu reden und sie etwas zu lehren. Solche Zeiten zugunsten der Unterhaltung zu opfern, sei nicht nötig. Unterhaltung sei zudem nicht mehr unbedingt eine gemeinsame Sache, da jeder sein eigenes Mobil-Telefon habe. «Es ist zu einer individuellen Sache geworden.»

Fünftens: Zugehörigkeit

Kinder sollen lernen, einen eigenen Charakter zu haben. «Es ist wichtig, dass das elterliche Haus die Hauptquelle der Zugehörigkeit ist. Wir schauen, dass unsere Kinder miteinander befreundet sind. Geschwister können Freunde sein.»

Wichtig sei, dass die Eltern dies vorleben und selbst eine gute Beziehung zu Gott, dem Vater, haben. Eltern sollten wissen, dass bevor Kinder in der Lage sind, die Bibel zu lesen, sie bereits Mutter und Vater lesen.

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