Frei werden durch die Wahrheit – Wie Lebenslügen ihre Kraft verlieren

«Ich bin nicht gut genug», «Jemanden wie mich kann man gar nicht lieben», «Die anderen haben es besser als ich» Es gibt diese Unwahrheiten, die wir irgendwann angefangen haben zu glauben. Sie halten uns davon ab, frei zu sein. So wird man sie los.
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Unglückliche Frau

«Ich bin nicht gut genug», «Jemanden wie mich kann Gott gar nicht lieben», «Die anderen haben es viel besser als ich». Es gibt diese Unwahrheiten, die wir irgendwann angefangen haben zu glauben. Sie haben sich bei uns festgesetzt und machen uns das Leben schwer. Lebenslügen halten uns davon ab, frei und froh zu sein. So wird man sie los...

Lebenslügen tarnen sich gut. Oft hat man sich schon so sehr an sie gewöhnt, dass man sie gar nicht mehr als Lüge erkennt. Zum Beispiel: «Aus mir wird doch eh nichts...», «Das kann ich nicht...», «Dafür bin ich viel zu schüchtern...», «Ich bin ein Versager...», «Für dieses Problem gibt es keine Lösung...», «Aus den Schulden werde ich nie rauskommen...» Oder: «Gott hat doch viel Besseres zu tun, als mir zuzuhören...»

Pastor Steve Backlund aus Kalifornien hat sich lange mit dem Thema Lebenslügen beschäftigt. Hier seine Tipps, wie man Lügen entlarven und loswerden kann:

Der Lüge auf den Zahn fühlen

Oft hängen uns unwahre Sätze aus unserer Vergangenheit nach. Wir haben sie irgendwann gehört und glauben sie bis heute. Lebenslügen erkennt man daran, dass sie einen frustrieren, hemmen, klein machen und die Hoffnung rauben. Wenn Ihnen einer Ihrer Leitsätze über die Lippen kommt, wie «Das kann ich eh nicht...», fragen Sie sich: Wer sagt das? Woher hab ich diesen Satz? Ist das wirklich wahr? Oder bin ich auf eine Lüge hereingefallen?

Überprüfen Sie: Würden Sie das einem guten Freund sagen? Würde ihn das weiterbringen, herausfordern und ermutigen? Wenn nicht, ist die Chance gross, dass es sich hier um eine Lüge handelt.

Mit Gottes Wort abgleichen

Gefühle sind kein Indikator für Wahrheitsgehalt. Denn je länger man einer Lüge aufsitzt, desto glaubwürdiger wirkt sie. Doch nur weil sich etwas wahr anhört oder anfühlt, bedeutet es noch lange nicht, dass es auch wahr ist. Eine gute Möglichkeit, Lebenssätze zu überprüfen, ist, sie mit der Bibel abzugleichen. Passt das zusammen mit dem, was Jesus gesagt hat? Mit dem, was Gott über uns denkt? Achtung: Verlassen Sie sich nicht darauf, was irgendein Pfarrer oder Religionslehrer Ihnen mal über Gott gesagt hat, sondern schauen Sie selbst in die Bibel!

Passt das, was Sie über sich und Ihre Zukunft denken zum Beispiel mit diesem Bibelwort zusammen? Gott sagt: «Ich habe dich je und je geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.» (Jeremia, Kapitel 31, Vers 3

Vertrauen, dass Gott eine gute Zukunft bereit hält

Lebenslügen wollen uns einreden, dass es aus ist. Dass wir es vergeigt haben, vom Schicksal benachteiligt sind, dass wir es sehr schwer haben werden. Aber in Lukas, Kapitel 1, Vers 37 steht: «Für Gott ist nichts unmöglich.» Entscheiden Sie sich, auf Gott zu vertrauen. Er hat einen guten Weg für Sie bereit, Sie werden eine Lösung finden und Sie werden in Zukunft glücklich und froh sein können. Bitten Sie Gott, dass er Ihnen neue Hoffnung und Perspektive schenkt.

Über Lügen lachen

Das mag erst mal befremdlich sein, aber es funktioniert. In Psalm 2, Vers 4 steht, dass Gott im Himmel sitzt und lacht. Er lacht über das, was seine Feinde sagen und planen. Lachen ist ein guter Weg, um Lügen die Macht zu nehmen. Knöpfen Sie sich eine Lüge vor und behandeln Sie diese wie einen Witz. Sprechen Sie die Lüge laut aus und dann lachen Sie darüber. «Gott hat mich vergessen – Hahaha!» Am Anfang ist Ihr Lachen vielleicht noch begleitet von Schmerz. Aber lassen Sie den Schmerz ruhig los. Er ist nicht auf etwas Wahres begründet, sondern auf Lüge. Lachen hilft beim Loslassen.

Und dann ersetzen Sie die Lügen durch Wahrheiten aus der Bibel. Zum Beispiel passt hier Vers 15 aus Jesaja, Kapitel 49. Gott sagt: «Kann eine Mutter ihren Säugling vergessen? Bringt sie es übers Herz, das Neugeborene seinem Schicksal zu überlassen? Und selbst wenn sie es vergessen würde – ich vergesse dich niemals!»

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