Ostern – Was sagte Jesus selbst über seinen Tod?

Als Jesus am Kreuz hing, den Tod vor Augen, schrie er: «Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?» Dieser Schrei (Die Bibel, Markusevangelium 15, Kapitel 34) drückt aus, dass die innige Beziehung zum Vater im Himmel, die dem Wirken des ...

Als Jesus am Kreuz hing, den Tod vor Augen, schrie er: «Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?» Dieser Schrei (Die Bibel, Markusevangelium 15, Kapitel 34) drückt aus, dass die innige Beziehung zum Vater im Himmel, die dem Wirken des Wundertäters und Lehrers zugrunde lag, abgebrochen war. Jesus war in dieser Stunde allein. Verhöhnt, verflucht, verlassen. Und doch bedeutete sein Tod am Kreuz nicht das unglückliche Scheitern eines Gewaltlosen, der im Ränkespiel der Mächtigen zerrieben wurde. Jesus hatte nämlich Monate zuvor seine Passion, den Leidensweg in den Tod, angekündigt. Während er Jerusalem zustrebte, wusste er, was ihn da erwartete: Verrat, Verurteilung, Spott, Folterung und Tod durch die Hand der Römer. Als er dies seinen Freunden sagte, fügte er an, dass er nach drei Tagen auferstehen werde (Markusevangelium, Kapitel 10, Verse 33-34). Jesus sah über seinen Tod hinaus. Für sich selbst benutzte er oft die Bezeichnung «Menschensohn». Einmal sagte er: «Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben als Lösegeld für viele zu geben» (Markusevangelium, Kapitel 10, Vers 45). Lösegeld wurde und wird für Sklaven und gefangene Menschen bezahlt, um sie auszulösen, zu befreien. Als Jesus das Abendmahl einsetzte, hielt er fest, dass sein Blut vergossen werde für den neuen Bund von Gott mit den Menschen (Lukasevangelium, Kapitel 22, Vers 20). Viele Stellen der Bibel machen klar, dass Schuld nicht nur Menschen auseinanderbringt, sondern sie auch von Gott, ihrem Schöpfer, trennt. Gott ist in seiner Heiligkeit gegen die zerstörerische Kraft des Bösen eingestellt. Er findet sich nicht damit ab, dass die Menschen zugrunde gehen und das Böse siegt. Um den Gang der Dinge zu wenden, erzog er das Volk der Israeliten darin, Vergebung von Schuld im Darbringen von Opfern zu suchen. 700 Jahre vor Christus zeichnete der Prophet Jesaja das Bild eines Knechtes von Gott, der die Schuld der Menschen auf sich nimmt und an ihrer Stelle mit seinem Leben für ihre Tilgung zahlt (Jesaja, Kapitel 53). Jesus kannte diesen Text (Lukasevangelium, Kapitel 22, Vers 37) und erfüllte die Prophetie: Er sah sich selbst als das Opfer, von Gott bestimmt, um die Schuld der Menschen auszulöschen, damit sie mit ihm versöhnt würden. Ganz knapp kommt dies in seinen Worten zum Ausdruck: «Ich gebe meinen Leib für das Leben der Welt» (Johannesevangelium, Kapitel 6, Vers 51). Weiter:
Wie kann Gott einen so schrecklichen Tod gewollt haben? 

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