Neue Kleider – Was die Modeschauen in Paris mit unserem Leben zu tun haben

In diesen Tagen sind die grossen Modeschauen der Haute-Couture in Paris zu sehen. Bei Kleidern, das vermitteln auch die Bilder von den Laufstegen, geht es oft um mehr als Funktion. Kleidung hatte schon immer viel Identitätsstiftendes.
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Modeschau

In diesen Tagen sind die grossen Modeschauen der Haute-Couture in Paris zu sehen. Bei Kleidern, das vermitteln auch die Bilder von den Laufstegen, geht es oft um mehr als um Funktion. Kleidung hatte schon immer viel damit zu tun, wie sich derjenige sieht, der die Kleider trägt beziehungsweise wie er von anderen gesehen werden will. Das nutzte auch Paulus, um die Gemeinde in Ephesus zu unterweisen.

Kleider und die dazu gehörenden Accessoires wie Schals, Schmuck und vieles mehr sind eine Form der Selbst-Inszenierung, auch dann, wenn der Aufwand bei den meisten Menschen natürlich weit unter dem liegt, was die Pariser Modehäuser zur Zeit mit viel Glitzer und Glamour in Szene setzen.

Kleidung schafft das Besondere

Natürlich können Kleider einfach passen und ihren Zweck erfüllen. Doch spätestens bei einem besonderen Anlass schauen die meisten Menschen, wie sie sich so richtig in Schale werfen. Dann unterstreicht die Kleidung das Aussergewöhnliche, und zwar nicht nur das Besondere des Anlasses, sondern etwas von dem Besonderen soll durch die Kleidung auch von der Person ausgehen.

Den «neuen Menschen anziehen»

Der Lehrer und Missionar Paulus war vor zweitausend Jahren in vielen Ländern unterwegs, um Jesus bekannt zu machen. Er war ein Lehrer und kein Modeexperte. Aber in einem Brief an die Gemeinde in Ephesus fordert er die Christen der Stadt auf «den neuen Menschen anzuziehen».

Hier geht also nicht nur um Kleidung, sondern um einen Menschen, und zwar einen, den man anziehen soll. Wie aber soll das vonstatten gehen? Wie soll man einen Menschen anziehen? Hängen demnach irgendwelche Menschen zum Anziehen auf einer Art himmlischen Kleiderstange?

«Lasst es nicht links liegen»

Paulus benutzt hier ein Bild. Was er sagen will ist wohl Folgendes: «Ihr Christen, Ihr habt etwas ganz Neues und Besonderes von Gott bekommen. Vergesst das nicht und lasst es nicht links liegen wie alte, ungeliebte Kleider. Das, was Gott Euch gibt, ist ein ganz neues Leben, etwas, was nur er geben kann, aber ihr müsst es auch nehmen!»

Paulus weist damit darauf hin, dass jeder Mensch, der mit Jesus lebt – jenseits aller eigenen Bemühungen –  etwas Neues geschenkt bekommt, das er nicht selbst machen kann: ein neues Leben, ja sogar so etwas, wie eine neue Identität.

Es geht um neues Leben

In dem Kapitel des zitierten Briefes spricht Paulus von Botschaft, Lehre und Wahrheit. Er will verdeutlichen, dass bei Menschen, die mit Jesus leben, nicht alles von ihrer eigenen Anstrengung abhängt, sondern von Jesus geschenkt wird.

Ansonsten besteht Frustgefahr

Genau das ist gemeint, wenn es heisst, dass ein Mensch, der zu Jesus findet, ein neues Leben bekommt, ein neues Leben und eine neue Identität, die man annehmen kann, so wie man neue Kleidung anzieht. Paulus erinnert daran, weil ansonsten das Leben als Christ sehr mühsam und ein richtiger Frust werden kann.

Damit erledigt es sich nicht, zu versuchen nach den Massstäben zu leben, die Jesus wichtig sind; aber es bekommt einen viel weiteren Horizont: Es geht eben nicht nur um das eigene Bemühen, sondern um das Grosse und Neue, das Jesus jedem Menschen gibt – man könnte auch sagen verleiht oder wie ein Gewand umwirft – der mit ihm lebt; ganz gleich, wie erfolgreich er ist, Gott, sich selbst und andere Menschen zu lieben. Alles was Sie tun können ist, das Neue von Jesus annehmen und anziehen wie ein neues Kleidungsstück.

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