Der wahre Grund – Warum Jesus geboren ist

Wozu kam Jesus auf die Welt? Um eine gute Lehre zu verbreiten? Gutes zu tun? Oder ein paar Jahre später regelmässig im Dezember den Konsum anzuheizen? Interessanterweise hat Jesus selbst davon gesprochen, warum er geboren ist...

Wozu kam Jesus auf die Welt? Um eine gute Lehre zu verbreiten? Gutes zu tun? Oder ein paar Jahre später regelmässig im Dezember den Konsum anzuheizen? Interessanterweise hat Jesus selbst davon gesprochen, warum er geboren ist...Wenn man sich mit dem Leben von Jesus beschäftigt, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Diese Liebe, mit der er allen Menschen begegnete. Der Frieden, den er ausstrahlte. Diese unfassbaren Wunder: Blinde sehen plötzlich, Lahme gehen, Aussätzige werden mit einem Mal gesund, Menschen werden innerlich frei...

Doch wenn man darauf achtet, was er selbst über den Grund seines Kommens sagte, sind all diese Dinge nur Nebeneffekte seiner Gegenwart. Eigentlich geht es um etwas ganz anderes.

Der wahre Grund von Weihnachten

Kurz vor seiner Hinrichtung hat Jesus explizit darüber gesprochen, warum er geboren ist. Damals stand er vor dem Stadthalter Pontius Pilatus und sollte sich und sein Leben verteidigen. Und da sagte Jesus: «Ich bin in die Welt gekommen, um für die Wahrheit Zeuge zu sein, dazu bin ich geboren.» (Johannes, Kapitel 18, Vers 37). Es ging ihm also nicht in erster Linie darum, Gutes zu tun, Kranke zu heilen oder eine neue Religion zu gründen. Es kam, um die Wahrheit aufzudecken.

«Die Wahrheit? Was ist das überhaupt, die Wahrheit?», wunderte sich Pilatus damals. Nur leider nahm er sich nicht die Zeit, auf eine Antwort zu warten. Und so bleibt diese Frage in dem Moment auch für uns unbeantwortet.

Wenn Wahrheit das Wichtigste ist

Dass Wahrheit der wichtigste Auftrag von Jesus war, wirkt erst einmal irritierend. Doch wenn man darüber nachdenkt, erklärt das einiges. Wäre «Gutes tun» für Jesus das Wichtigste gewesen, dann müsste es jetzt ja allen Christen gut gehen. Hätte sein Schwerpunkt auf Heilung gelegen, müsste man sich fragen, warum selbst gläubige Menschen manchmal schwer krank sind. Selbst eine gute Lehre macht keinen Sinn, wenn sie sich nicht als wahr erweist. Jesus ist gekommen, dass Menschen die Wahrheit erkennen können.

Was ist die Wahrheit?

Jesus hat mal gesagt: «Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen.» (Johannes, Kapitel 8, Vers 32). Mit anderen Worten gibt er das Versprechen, dass jeder, der sich auf die Suche macht, die Wahrheit finden wird.

Ein andermal wird Jesus noch deutlicher und sagt: «Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.» (Johannes, Kapitel 14, Vers 6). Ob das wahr ist? Es bleibt an uns, das herauszufinden.

Christ sein heisst: An der Wahrheit festzuhalten

Manche Menschen haben ein falsches Bild vom Glauben an Jesus. Sie hoffen: Wenn sie Christ werden, haben sie ein schöneres, friedlicheres Leben, dann wird alles gut. Ja, die Gegenwart Gottes verändert vieles zum Guten. Gott schenkt Frieden, Versöhnung, Freiheit, Stärke und Zuversicht. Aber in erster Linie geht es gar nicht darum, was wir bekommen. Es geht um die Wahrheit. Ist Jesus Christus Gottes Sohn? Ist er der Weg, die Wahrheit und das Leben? Christ sein bedeutet, daran zu glauben. Und, ganz gleich wie die Umstände auch sind, an Jesus und seinen Worten festzuhalten.

Weihnachten – Das Fest der Wahrheit

Genau genommen feiern Sie heute nicht nur Gottes Liebe, Frieden und die Geburt des Christkinds. Sie feiern, dass der Zeuge der Wahrheit zu uns gekommen ist. Vor Gericht klärt ein Zeuge über den tatsächlichen Sachverhalt auf. Jesus sagt, dass er die Wahrheit kennt und für uns aufdecken will. Aber lassen wir uns darauf ein? Wollen wir die Wahrheit überhaupt wissen? Sind wir bereit, Jesus in unserem Leben zu Wort kommen zu lassen? Und uns für Gott zu öffnen?

Ein Weihnachtsgebet: «Vater im Himmel, bitte offenbare mir die Wahrheit. Zeig mir, wer du bist. Und zeig mir, wer Jesus ist.»

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