Serie «Mein Geld reicht» – Klappt schon, hat ja immer irgendwie geklappt...?

Stimmt das? Gewisse Dinge im Leben muss man einfach lernen. Richtig mit Geld umzugehen, gehört zu diesen Dingen – jedenfalls für die meisten von uns. Aber mit einer guten Anleitung wird es immer einfacher und das Ergebnis lässt sich sehen.
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Schweizer Franken

Der gesunde Menschenverstand ist eine tolle Erfindung. Mit ihm kommt man weit im Leben, viele Hürden überspringt er locker. Bei den etwas höher liegenden wirft er aber schon mal die eine oder andere um. Geld ist meistens eine davon. Zumindest bei mir war es so. Klar, es klappte immer irgendwie, aber es war ein «Geknorze». Nichts Spassiges, wie zum Beispiel, einen Kuchen zu backen. Das gelingt mir immer, und das Ergebnis ist nicht Frust, sondern ein Genuss. Aber da habe ich auch ein Rezept, das ich Schritt für Schritt abarbeiten kann. 

Vielleicht geht es Ihnen ähnlich mit dem Geld. Lassen Sie uns offen reden, wir sind ja unter uns: Gewisse Dinge im Leben muss man einfach lernen. Richtig mit Geld umzugehen, gehört zu diesen Dingen – jedenfalls für die meisten von uns. Aber mit einer guten Anleitung wird es zu einem Genuss, und das Ergebnis lässt sich sehen.

Hilfreiche Grundsätze

Es gibt einfache Grundsätze, die uns ermöglichen, im Leben richtige Entscheidungen zu treffen, zum Beispiel, wenn Sie das schicke Paar Schuhe im Schaufenster erblicken oder wenn Ihr nächster Lohn auf dem Konto erscheint oder wenn Sie sich fragen, ob Ihre Träume jemals wahr werden. Diese Grundsätze ermöglichen es Ihnen, richtige Entscheidungen zu treffen. Sie kommen direkt aus der Bibel und sind leicht zu merken:

Mein gesunder Menschenverstand ist froh um diese Hilfen aus der Bibel, um nicht weiterhin bei der gleichen Hürde hängen zu bleiben.

Der «Schmerzmoment»

zVg
Stefan Ochs

Bargeld besitzt eine einzigartige Eigenschaft, welche alle anderen Zahlungsmethoden in den Schatten stellt: Bargeld bietet uns beim Kaufen den gezielten «Schmerzmoment».

Ich muss das erklären. Beim Barbezahlen läuft folgendes ab: Wir öffnen unser Portemonnaie und blicken auf einen Teil unseres Vermögens. Dann nehmen wir davon eine oder mehrere Banknoten und legen sie auf den Ladentisch. Der/die Verkäufer/in nimmt sie uns aus der Hand und lässt sie in der Kasse verschwinden. Unsere Noten sind weg. Sie gehören uns nicht mehr. Und sie kommen nicht mehr zurück. Wir spüren einen Schmerz, der uns sagt: Willst du das wirklich?

Ganz anders beim bargeldlosen Bezahlen: Wir öffnen wieder unser Portemonnaie, zücken eine Karte und reichen sie dem Gegenüber. Aber jetzt passiert das Entzückendste, was man sich denken kann: Nach wenigen Sekunden erhalten wir die Karte zurück und mit ihr das Gekaufte. Nichts ist weg! Alles noch da. Alles gut. Kein blöder Schmerz, der uns ins Gewissen reden will. Grossartig.

Tatsächlich bestätigen Experten*, dass beim Barbezahlen der Teil des Gehirns aktiviert wird, der Schmerzen emotional verarbeitet. Dadurch sind wir zurückhaltender und überlegen uns einen Kauf bewusster. Das wird The Pain of Paying (Der Schmerz des Bezahlens) genannt. Beim bargeldlosen Bezahlen hingegen wird dieser Schmerz betäubt (wie übrigens auch beim Online-Shopping).

Unser Körper wurde auf erstaunliche Weise erschaffen (Psalm 139, Vers 14), und in solchen Beispielen erkennen wir das sehr eindrücklich. Als Gott den Menschen erschuf, hat er ein Hilfsmittel eingebaut, das wir seit der Erfindung des bargeldlosen Bezahlens nutzen können, um unser Geld unter Kontrolle zu halten.

Ein praktischer Tipp

Haben Sie auch schon festgestellt, dass Sie das Kärtchen zu bereitwillig zücken und Ihr Konto zu schnell leer ist? Hier ein Vorschlag: Zahlen Sie die nächsten vier Wochen alles in bar. Achten Sie dabei auf Folgendes:

  • Verhalten Sie sich beim Einkaufen bewusster und überlegter?
  • Geben Sie gleich viel Geld aus wie sonst oder weniger?
  • Haben Sie jederzeit den Überblick, wieviel Sie noch zur Verfügung haben?

Mit diesem Experiment finden Sie heraus, welche Zahlungsform Ihnen am meisten zusagt und Sie am besten dabei unterstützt, Ihr Geld in Ordnung zu halten.

Barbezahlen ist vielleicht etwas umständlich, aber in dieser Hinsicht ein echter Freund, weil man es richtig spüren und fühlen kann.

*Zum Beispiel der Verhaltensökonom Prof. Dan Ariely in seinem neusten Buch «Dollars and Sense» oder im Spiegel-Artikel «Macht bargeldloses Zahlen uns zu Verschwendern?».

Nächste Woche in dieser Serie: Wir bauen uns eine Schatzkarte

Zum Autor:
Stefan Ochs (58) ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Er lebt in der Nähe von Zürich und ist neben seinem Beruf als IT Projektleiter als Budgetcoach tätig, um Menschen zu helfen, richtig mit ihrem Geld umzugehen und finanzielle Freiheit zu erleben. Er ist erreichbar unter stefan.ochs@gmail.com

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