Keine Scheibe – In der Bibel ist die Erde eine Kugel

Wenn die Bibel von Gott inspiriert ist, darf die Erde darin nicht als Scheibe vorkommen. Doch sowohl Statements von Jesus, Jesaja und Hiob bestätigen die heute bekannten Gegebenheiten und nicht eine mittelalterliche Vorstellung einer flachen Erde.
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Unsere Erdkugel

Wenn die Bibel von Gott inspiriert ist, darf die Erde darin nicht als Scheibe vorkommen. Oft wird dies dem Buch der Bücher nachgesagt. Doch sowohl Statements von Jesus, Jesaja und Hiob bestätigen die heute bekannten, physikalischen Gegebenheiten und nicht eine mittelalterliche Vorstellung von einer flachen Erde.

Im Mittelalter war die Erde noch keine runde Sache, sondern eine Scheibe, über die man besser nicht hinausging. Diese Form der Welt sei auch in der Bibel beschrieben, behaupten bibelkritische Denker und teilweise auch liberale Theologen. Bloss steht das im Buch der Bücher gerade andersherum - und das seit der Antike.

An keiner Stelle wird in der Bibel behauptet, dass die Erde eine flache Scheibe ist, im Gegenteil, sie ist physikalisch gesehen korrekt.

Jesaja: «Kreis der Erde»

So berichtet zum Beispiel Jesaja (Kapitel 40, Vers 22): «Er thront über dem Kreis der Erde.» Manche lesen daraus das Worte «Scheibe» heraus, im hebräischen Urtext bedeutet das verwendete Wort «Chug» eins zu eins übersetzt «Rund», was einer Kugel eigentlich noch näher ist, als dem Wort Kreis.

Hiob nennt dieses Erdenrund ebenfalls, in Hiob 37,12, wo er über das Gewölk spricht: «Und dieses zieht ringsumher, wohin er es lenkt, wendet sich überall hin, um alles auszurichten, was er ihm befiehlt, auf dem ganzen Erdenrund.»

Hiob: Erde nicht auf Säulen

«Gott spannte den Himmel aus über dem leeren Raum; die Erde hängte er auf im Nichts», wird in Hiob 26,7 berichtet. Das klingt nicht nach mittelalterlichen Vorstellungen von einer Scheibe, die auf Säulen steht. Sondern es entspricht eher der heute bekannten Gegebenheit, bei der die Erde im luftleeren All unterwegs ist.

Professor Werner Gitt zu diesem Hiob-Statement: «Die Erde schwimmt also weder auf einem Urozean, wie antike Mythen lehren, noch steht sie auf einer festen Unterlage. Sie schwebt frei in einem sie umgebenden Hochvakuum.»

Jesus: Tag und Nacht

Zu biblischer Zeit dürfte das Wissen um eine Tag-Nachtgrenze noch kaum verbreitet gewesen sein. Dennoch spricht Jesus von einer solchen. In Matthäus 24,27 sagt er, dass seine Wiederkunft für alle Menschen im gleichen Augenblick geschehen werde. In Lukas 17,30-36 steht unter anderem: «Wer an jenem Tag auf dem Dach ist und sein Gerät im Haus hat, der steige nicht hinab, um dasselbe zu holen; ebenso, wer auf dem Feld ist, der kehre nicht wieder zurück. … Ich sage euch: In dieser Nacht werden zwei in einem Bett sein; der eine wird genommen und der andere zurückgelassen werden. … Zwei werden auf dem Feld sein; der eine wird genommen und der andere zurückgelassen werden.»

Er spricht also beim gleichen Geschehen sowohl von «Tag» und von «Nacht». Auf der Erde ist somit zur gleichen Zeit Tag und Nacht – das lässt sich nur mit einer Kugelerde erklären, nicht mit einer Scheibe, auf der entweder komplett Tag oder komplett Nacht gewesen wäre.

Richtig wiedergegeben

Laut der Webseite «Bibel.com» findet sich in der Bibel kein einziger Vers, der eindeutig auf eine flache Erde hinweist. Gleichzeitig sei die Bibel kein Physikbuch, das sich zur Aufgabe gemacht hat, biologische und physikalische Vorgänge zu beschreiben. Dennoch sei ersichtlich, dass die Bibel die Verhältnisse auch nach heutigem Kenntnisstand richtig wiedergibt.

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