Gedanken zum Muttertag – Im Bild der Mutter leuchtet der liebende Gott auf

Obwohl der Muttertag nicht aus religiösen Gründen eingeführt wurde, hat er doch religiöse Wurzeln. Mütterlichkeit ist auch ein Bild für Gott. Wir kennen Gott zwar eher als Vater und verbinden damit oft Strenge, doch es gibt auch eine andere Seite.
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Mutter und Sohn

Obwohl der Muttertag nicht aus religiösen Gründen eingeführt wurde, hat er doch zutiefst religiöse Wurzeln. Mütterlichkeit ist auch ein Bild für Gott. Wir sind es gewohnt, Gott immer als Vater anzusprechen und verbinden damit oft Strenge. Doch im Bild der Mütterlichkeit leuchtet uns der liebende Gott auf.

In der Bibel finden wir das Bild von der neuen Stadt Jerusalem. Diese Stadt ist erfüllt von der Herrlichkeit Gottes. Gott ist wie ein Licht in der Mitte. Diese Hingabe überstrahlt alles, sodass die Stadt keine Sonne mehr braucht.

Hier liegt der Vergleich mit Mütterlichkeit nahe. Die Bereitschaft einer Mutter, den Kindern ihre ganze Liebe zu schenken, hält eine Familie nicht nur zusammen, sondern erfüllt sie auch mit Glanz. Die Liebe ist wirklich die Mitte jeder Gemeinschaft. Das ist etwas, worauf die Mütter achten.

Glaubt man der Werbung, sollten wir am Muttertag unserer Mama möglichst etwas Schönes schenken. Quer durch alle Branchen lassen sich gewiss nette Geschenke für Mütter finden. Selbst für kleine Budgets lassen sich süsse, blumige, kitschige, praktische und unpraktische Geschenke finden. Aber werden wir damit den Müttern wirklich gerecht? Besser wäre es, die echten Wünsche der Mütter zu erspüren und ihnen unabhängig vom Muttertag Gutes tun.

Was Mütter wünschen

  • Mehr Zeit: Ob für sich selbst oder für die Familie, sei ihr überlassen. Fest steht: Es sind noch immer die Mütter, die Job, Haushalt und Kinder unter einen Hut bringen müssen und damit nicht selten überfordert sind. Mehr Zeit zu haben, ist heutzutage ein unerhörter Luxus.

  • Mehr Anerkennung: Selbstverständlich verdient jede Arbeit Anerkennung. Familienarbeit gehört dazu. Wie wertvoll die Arbeit der Mutter ist, merken Familien erst, wenn Mama ausfällt.

  • Was erhoffen sich die Mütter an ihrem Ehrentag? Eine kleine Aufmerksamkeit, die nicht immer etwas Gegenständliches sein muss. Ein kleiner Ausflug, ein Candle-Light-Dinner, eine Theaterkarte oder ein ausführliches Telefonat, wenn man verhindert ist, selbst zu kommen.

  • Ein Zeichen ihrer Lieben, das sagt: «Hallo, ich bin für dich da.» Da geht das Herz jeder Mutter auf. Es klingt so selbstverständlich und doch ist es der sehnlichste Wunsch vieler Mütter. Sie wollen nicht für ein Tag auf ein Podest gestellt werden, sie sehnen sich nach der Liebe ihrer Familie.

Wer noch eine Mutter hat, sollte für sie da sein, wenn man gebraucht wird. Wer nur am Muttertag ihre Bedürfnisse wahrnimmt, wird es später schwer haben, wenn sie nicht mehr da ist. Geschenke, die mit Geld statt Liebe bezahlt werden, sind weniger nachhaltig.

Beistand für das Leben

Als letztes möchte ich noch einen Gedanken aus der Bibel aufgreifen: Jesus kann nicht immer bei seinen Jüngern bleiben. Deswegen sendet er ihnen einen Stellvertreter, den Heiligen Geist, der sie an alles erinnert, was er ihnen gesagt hat.

Auch Mütter können nicht auf ewig bei ihren Kindern bleiben. Sie müssen sie in die Selbständigkeit entlassen. Aber die Liebe, die sie ihren Kindern gegeben haben, ist ein bleibender Beistand für ihr ganzes Leben.

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