Wem sie fehlt, der ist übel dran – Hoffnung – absolut lebenswichtig

Als vor wenigen Wochen die ersten Corona-Impfstoffe zugelassen wurden, war das Wort in aller Munde und in den Schlagzeilen: Hoffnung.
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Hoffnung (Symbolbild)

Als vor wenigen Wochen die ersten Corona-Impfstoffe zugelassen wurden, war das Wort in aller Munde und in den Schlagzeilen: Hoffnung.

Es war fast ein Aufatmen zu hören, als die Zulassungen gemeldet wurden und damit der Weg frei war für Impfungen und ein aktives Vorgehen gegen Corona, während vorher nur Schutzmassnahmen möglich waren.

Mit einem Mal war überall Hoffnung zu spüren, wenn auch – leider – nicht sehr lange. Denn endlich gab es ein Mittel, das Schutz bot. Endlich gab es wieder die Aussicht auf ein Leben ohne Beschränkungen. Doch schon kurze Zeit später wurden Fehler bei der Impfstoffbeschaffung diskutiert und Kritik an der Organisation für die Impfungen laut. Denkbar kurz währte das ungetrübte Gefühl der Hoffnung.

Hoffnung: Wichtig, aber auch sehr flüchtig

An der Corona-Pandemie lässt sich sehen, wie wichtig Hoffnung ist, aber auch, wie flüchtig sie sein kann. Wer einem Problem gegenübersteht, kann mit Entschlossenheit hindurchgehen oder dagegen kämpfen. Aber wenn es keine Aussicht darauf gibt, dass sich die Lage irgendwann bessert, verliert irgendwann jeder die Kraft, weil es keine Hoffnung gibt.

Wikipedia bezeichnet Hoffnung auch als eine zuversichtliche innerliche Ausrichtung, gepaart mit einer positiven Erwartungshaltung. Genau das ist es, was dem, der Hoffnung hat, Kraft gibt: Zuversicht, also eine positive, eine optimistische Einstellung und Erwartung.

Wenn Hoffnung fehlt

Über Hoffnung wird meist dann gesprochen, wenn sie bedroht ist oder gänzlich fehlt. Wer einmal in einer Situation war, in der er keine Hoffnung mehr hatte, weiss, wie wichtig, ja lebenswichtig, Hoffnung ist.

Manche bezeichnen Hoffnung gar als Lebenselixier. Denn nur mit Hoffnung lässt sich kraftvoll und freudig leben. Wer keine Hoffnung hat, für den ist das Leben eine nicht mehr zu tragende Last, der hat keine Elan mehr, verliert den Antrieb, lässt die Hände sinken und gibt schliesslich auf. Im schlimmsten Fall führt sie dazu, dass jemand keinen Sinn mehr im Weiterleben sieht.

Hoffnung schaffen, der «Job» des Heiligen Geistes

Der Lehrer Paulus hat in seinen Briefen an die christlichen Gemeinden immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig Hoffnung ist: Er bezeichnete die Hoffnung, neben der Liebe und dem Glauben, als eine der wichtigsten Dinge. Er machte deutlich, dass alle Menschen, die mit Jesus leben, Hoffnung haben, ja, dass sie durch den Geist Gottes sogar selbst zu einer lebendigen Hoffnung geworden sind. – Was für eine Zusage!

Paulus sprach den Christen seiner Zeit zu, dass Hoffnung etwas ist, was der Heilige Geist schaffen und verstärken kann und will. Wenn Sie wenig oder gar keine Hoffnung haben, können Sie Jesus und seinen Geist darum bitten, dass er das tut. Es ist, etwas salopp formuliert, der «Job» des Heiligen Geists, das in Ihnen zu tun. Deshalb wird der Geist Gottes auch von Jesus als Tröster bezeichnet.

Hoffnung aus Glauben

Hoffnung ist zudem eng mit dem Glauben verbunden, bei Christen ist es der Glaube an Jesus. Nicht Glaube im Sinne von Festhalten an Lehrsätzen und Überzeugungen, sondern im Sinne von vertrauen. Wer mit Jesus lebt, hat immer, wirklich immer (!), allen Grund zur Hoffnung, selbst dann, wenn es scheinbar nichts zu hoffen gibt. Denn Jesus selbst ist die Hoffnung.

Sicher, auch Christen erleben Zeiten, in denen sie kaum noch glauben und hoffen können, aber genau dann können sie sich an Jesus klammern, so wie sich ein Ertrinkender an eine Holzplanke klammert, und diese «Planke Jesus» ist immer da, nie zu weit weg. Das können Menschen bezeugen, die durch Krisen, durch Krankheiten unddurch Depressionen gegangen sind.

Worte von ganz tiefer Hoffnung

In den Psalmen, dem Buch der Lieder in der Bibel, lassen sich unzählige Beispiele von Menschen finden, die in grösster Not und Bedrohung nach Gott gerufen und seine Hilfe erfahren haben.

In einem dieser Lieder heisst es: «Wer unter dem Schutz des Höchsten wohnt, der kann bei ihm, dem Allmächtigen, Ruhe finden. Auch ich sage zum Herrn: 'Du schenkst mir Zuflucht wie eine sichere Burg! Mein Gott, dir gehört mein ganzes Vertrauen!'» (Die Bibel, Psalm 91, Vers 1 und 2) – Das sind Worte von ganz tiefer und unerschütterlicher Hoffnung!

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