Die besten Vorsätze – Fünf Schlüssel für ein glückliches neues Jahr

Zu Beginn des neuen Jahres werden gute Vorsätze gefasst: Abnehmen, Sport treiben, sich mehr Zeit für Gott nehmen. Die meisten von ihnen werden wir nicht einhalten. Doch es gibt noch eine andere Art von Vorsätzen, die einen Versuch wert sind.
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Schlüssel mit Herzanhänger

Am Ende des alten und zu Beginn des neuen Jahres werden gute Vorsätze gefasst: Abnehmen, Sport treiben, sich mehr Zeit für Gott nehmen… Wir wissen, dass wir die meisten von ihnen nicht einhalten werden. Weil wir es eigentlich nicht wollen. Doch es gibt Vorsätze, die nicht nur einfach, praktisch und machbar sind, sondern erheblich zu unserem Glück beitragen. Wäre das nicht einen Versuch wert?

Wenn Sie gute Vorsätze fassen, muss das kein Krampf sein. Im Gegenteil, es kann sehr entspannend sein. Einerseits setzen Sie sich damit lohnende Ziele, für die Sie sich engagieren und auf die Sie sich ausrichten können. Andererseits, selbst wenn Sie sie nicht erreichen, dann waren es Schritte in eine gute Richtung. Nicht Vollkommenheit ist das Ziel (auch nicht 2020), sondern eine gesunde Entwicklung in die Richtung, die die Bibel «Heil» nennt. Die folgenden fünf Schlüssel für ein glückliches Jahr können solche Ziele sein, weil sie einfach sind und weil sie auf der Beziehungsebene ansetzen.

1. Lassen Sie Ihr Handy daheim

Dabei geht es weder um Technikfeindlichkeit noch um einen Dauerzustand. Doch es ist schon seltsam, dass uns der sehr gute und menschliche Wunsch nach Beziehung von einer Maschine abhängig macht. Das führt dazu, dass gerade das Verlangen nach ständiger Verbindung uns von unserer Umgebung und den Menschen um uns herum trennt. Wenn Sie allein sind und Sie eine Weile niemand erreichen kann, dann nimmt Ihnen das nicht Ihren Wert. Im Gegenteil: Sie bekommen einen neuen Blick für das, was um Sie herum geschieht. Sie haben offene Ohren für Gottes Reden.

2. Nehmen Sie Komplimente an

Gerade in Kirchen und Gemeinden herrscht Unsicherheit darüber, wie wir mit Komplimenten und Lob umgehen sollen. Aus der Angst vor Stolz entwickelt sich allerdings schnell eine Kultur der falschen Demut. Wenn Sie jemand lobt oder Ihnen ein Kompliment macht, dann sagen Sie doch einfach «danke». Nicht mehr und nicht weniger. Was für den einen selbstverständlich ist, macht dem anderen richtig Mühe. Doch es ist diese Mühe wert. Entwerten Sie ein Kompliment (und Ihr Gegenüber mit seiner Meinung!) nicht länger, indem Sie es einschränken und abschwächen. Und machen Sie es auch nicht zu einem belanglosen Teil des Gesprächs, indem Sie sofort ein (oft oberflächliches) Gegenkompliment aussprechen. Sagen Sie einfach danke.

3. Gehen Sie Konflikten auf den Grund

Wir kennen es alle: Eine Kleinigkeit, ein falsches Wort, eine nichtssagende Geste wird scheinbar zum Auslöser für einen grossen Streit. Zunächst ist es tatsächlich einfacher, jemand anderen oder den Umständen die Schuld an der folgenden Auseinandersetzung zu geben. Nur kommen wir so nicht weiter. Denn das eigentliche Problem ist oft gar nicht das eigentliche Problem. Wir alle schleppen emotionale Wunden, destruktive Erinnerungen und negative Vorstellungen mit uns herum, die plötzlich wieder schmerzen, weil ein unvorsichtiges Wort bei uns genau ins Schwarze trifft. Doch Sie müssen nicht immer in dieselben Muster zurückfallen. Wenn Sie merken, dass die Ursache und Ihre Reaktion darauf in keinem Verhältnis zueinander stehen, dann denken Sie – nachdem Sie sich beruhigt haben – einmal darüber nach, was Ihre Gefühle wirklich verursacht hat, was das eigentliche Problem ist. Das ist sicherlich keine einmalige Aktion, aber es ist sehr gewinnbringend und Beziehungen heilend. Denn der nächste Konflikt kommt bestimmt.

4. Sagen Sie: «Mein Fehler»

Wer nie etwas falsch macht, wird bald sehr einsam sein, geradezu unmenschlich, denn «irren ist menschlich». Wenn Sie zu Ihren Fehlern stehen, dann tun Sie mehr als nur das. Sie unterstreichen, dass Sie nicht besser als andere sind, dass Sie Ihren Selbstwert nicht aus Ihrer (scheinbaren) Perfektion ziehen und Sie bauen immer wieder Brücken zu anderen. Es heisst: «Vergeben ist göttlich.» Das stimmt. Wenn Sie eine Fehlerkultur entwickeln, indem Sie dazu stehen, wenn Sie etwas falsch gemacht haben, dann werden Sie in den Augen Ihrer Umgebung kein Stück kleiner. Aber Sie selbst finden durch die Vergebung Gottes und anderer Menschen zu einer ganz neuen Freiheit. Jesus drückt dies einmal so aus: «Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien! (…) Wenn euch also der Sohn Gottes befreit, dann seid ihr wirklich frei» (Johannes, Kapitel 8, Verse 32 und 36).

5. Lassen Sie Ihre Schuld los

Wer lebt, wird schuldig. Doch das heisst nicht, dass wir bei unseren Fehlern stehenbleiben, dass Schuld unser Leben prägen muss. Die Bibel lädt alle Menschen ein: «Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, dann erweist sich Gott als treu und gerecht: Er wird unsere Sünden vergeben und uns von allem Bösen reinigen» (1. Johannes, Kapitel 1, Vers 9). Sehen Sie Ihre Fehler, Ihre Schuld und Ihr Versagen realistisch, aber dann bringen Sie sie zu Gott – und lassen Sie sie dort. Glauben bedeutet nicht, dass Sie sich ständig selbst für Ihr Versagen verurteilen, es heisst vielmehr, dass Sie akzeptieren, dass er Ihnen vergeben hat. Dann ändert sich Ihr Fokus weg von dem Versagen, hin zu dem, was heil ist und Heil bringt. So finden Sie trotz Unvollkommenheit neue Kraft und Freude.

Leben ist eine Einbahnstrasse. Es lässt sich nur vorwärts leben und geniessen. Von daher sind Tipps wie diese nicht nur Jahresanfangstradition. Sie können echte Schlüssel zu Ihrem Glück sein.

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