Es lief aus dem Ruder – Elitesoldat begegnet Gott nach Routineauftrag

Ein Elitesoldat aus dem Nahen Osten stand mit seiner Einheit vor einem Routineauftrag. Zunächst schien alles den «gewohnten» Lauf zu nehmen – doch dann lief alles aus dem Ruder. Mitten im grössten Tumult begegnete er Gott.

Ein Elitesoldat aus dem Nahen Osten stand mit seiner Einheit vor einem Routineauftrag. Zunächst schien alles den «gewohnten» Lauf zu nehmen – doch dann lief alles aus dem Ruder. Mitten im grössten Tumult begegnete er Gott. Livenet zeichnet seine Geschichte nach. Der Soldat berichtet gleich selbst von seinen Erlebnissen.«In unserem Land werden Schwerverbrecher, die eine echte Gefahr sind, hingerichtet. In aller Regel ist die Sachlage klar, der Verbrecher ist der Schuld überführt und die Todesstrafe ist die ihm bekannte Konsequenz. Aus Sicherheitsgründen wird diese von unserer Elite-Einheit vollstreckt.

Letztlich betrachten wir dies als Routineaufgabe, niemand zwingt den Täter ja dazu, einen Mord zu begehen. Er kannte die Konsequenz schon vorher – selber Schuld. Zur Abschreckung vollziehen wir diese finale Strafe öffentlich.

Aufgeheizte Stimmung

Bei der jüngsten Hinrichtung machten wir unsere Aufgabe so, wie wir sie immer tun. Alles schien normal. Das Wetter war schön, warm, angenehm. Doch etwas war an diesem Tag anders. Wie üblich versammelte sich eine grosse Menschenmenge – doch diesmal war die Stimmung aufgeheizt.

Es ist nicht unsere Aufgabe, Politik zu machen. Dafür sind andere Organe zuständig. Wir sind dazu da, das Gesetz umzusetzen. Sicher kann ein Justizirrtum mal geschehen, auch wenn das selten ist. Und ich habe noch niemanden gesehen, der hingerichtet wurde und nicht behauptete, dass er unschuldig ist.

Wilder Mob im Vorfeld

In diesem Fall war nun tatsächlich kein Vergehen im Sinne unseres Paragrafen-Dschungels bekannt, es ging um religiöse Indifferenzen. Doch der letztinstanzliche Richter Pontius Pilatus, der halt auch kein Soldat ist, hatte einfach nicht den Mumm, sich den religiösen Führern mit aller Kraft entgegenzusetzen und die Rädelsführer in die Schranken zu weisen. Denn sie waren es, die den Tod von Jesus Christus forderten und die einen schier unkontrollierbar gewordenen Mob aufgewiegelt hatten.

Eigentlich war die Pharisäer-Kaste der Unruheherd. Ich hätte jene zur Ruhe gestellt, welche für den Aufruhr verantwortlich waren. Denn wenn sie bei Jesus durchkommen, würden sie dies auch in anderen Fällen tun können.

Aussergewöhnliche Ereignisse

Die Menge tobte, als wir die Kreuzigung einleiteten. Und seine Anhänger weinten bittere Tränen. Wir machten unseren Job. Dieser Jesus starb anders, als alle anderen Menschen, die ich im Krieg, bei Demonstrationen und Hinrichtungen hatte umkommen sehen.

Sein Leben begann zu weichen und er blickte zu uns herab. «Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.» Dieser Satz hallte ihn mir nach, ganz anders als die vielen rauen, verwünschenden Worte, dich ich an dieser Stelle schon so oft gehört hatte – dies obschon er von der spirituellen Elite verspottet und verhöhnt wurde.

Aus dem Ruder – in den Hafen

Neben Jesus wurden noch zwei Menschen hingerichtet. Der eine war unbelehrbar, während der andere Reue zeigte und zu Jesus sagte: «Denk an mich, wenn du zu deinem Vater heimgehst» und Jesus entgegnete: «Noch heute wirst du mit mir im Paradiese sein.» Als dieser Mann tot war, war ein Frieden auf seinem Gesicht zu erkennen.

Auch Jesus starb. Auf einmal geschahen übernatürliche Dinge. Der Himmel verfinsterte sich. Und der Vorhang des Tempels zerriss von selbst – und dies erst noch von oben nach unten. Uns allen wurde mulmig. Und ich erkannte und sagte in aller Offenheit: 'Er ist wirklich Gottes Sohn gewesen!'. (Markus, Kapitel 15) Unser Auftrag war aus dem Ruder gelaufen – und ich fand dadurch in den sicheren Hafen Gottes.»

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