Eine schicksalhafte Begegnung, die das Leben auf den Kopf stellt

Mosche hatte sich an sein Leben gewöhnt: ein sicherer Job, eine liebevolle Frau und ein Sohn, der den Namen der Familie weiterführen würde. Doch dann hat er mit einem Mal, direkt an seinem Arbeitsplatz, eine übernatürliche Begegnung...

Mosche hatte sich an sein Leben gewöhnt: ein sicherer Job, eine liebevolle Frau und ein Sohn, der den Namen der Familie weiterführen würde. Doch dann hat er mit einem Mal, direkt an seinem Arbeitsplatz, eine übernatürliche Begegnung – und damit ändert sich für ihn alles.

Mosche war kein junger Mann mehr, schon 80 Jahre alt. In einer reichen Familie aufgewachsen, hatte er die ersten 40 Jahre seines Lebens in Wohlstand und Sorglosigkeit verbracht. Einzig sein aufbrausendes Wesen machte ihm zu schaffen – und kostete ihn sein bequemes Leben. Er wollte nur ein Opfer verteidigen, und ermordete letztlich den Täter. So wurde er zum Flüchtling vor der Justiz.

Jetzt hatte er sich ein neues Leben aufgebaut, fern von seiner Heimat. Die Arbeit in der Viehzucht seines Schwiegervaters bescherte Mosche genug Geld, um seine Frau und den gemeinsamen Sohn zu versorgen. Klar, es war nicht der Wohlstand, in dem er aufgewachsen war, aber es war wieder ein bequemes Leben. Doch das sollte sich durch eine schicksalhafte Begegnung ändern.

Eine geistesgegenwärtige Reaktion

Mosche, der mitten in der Wüste das Vieh hütete, sah eines Tages einen Busch, der lichterloh brannte. Das war an sich nichts Besonderes, entzündeten sich die trockenen Äste doch leicht in der heissen Sonne. Aber etwas war komisch: Nun waren es schon zehn, fünfzehn, dreissig Minuten und der Busch verbrannte nicht. Mosche näherte sich dem Busch neugierig – und mit einem Mal rief der Busch seinen Namen. Heute würden wohl die meisten Menschen der westlichen Hemisphäre diese Begebenheit mit einer Halluzination abtun – vielleicht hatte er einfach zu wenig getrunken. Aber Mosche nicht, er antwortete ohne zu zögern: «Ja, Herr?!».

Vielleicht lag es daran, dass Mosche – in der Bibel auch Mose genannt – in den vergangenen 40 Jahren nicht den Gott seiner Eltern vergessen hatte, die ihn nur wenige Monate nach seiner Geburt in Adoption geben mussten. Der Gott Israels, ein Gott, der problemlos durch Büsche reden konnte – und der Mose gebrauchen wollte. Dieses «Ja, Herr!» von Mose war der Beginn eines ganz neuen Abenteuers: Mose durfte das versklavte Volk Israel aus Ägypten und bis an die Grenzen eines neuen Landes führen, in dem sie als freie Menschen leben konnten. Durch diese Begegnung mit Gott wurde sein komplettes Leben auf den Kopf gestellt.

Gott persönlich begegnen

Die Bibel beschreibt noch viele weitere Erlebnisse von Menschen, die Gott so persönlich begegneten und deren Leben dadurch komplett verändert wurde. Und auch heute erzählen immer wieder Menschen davon, wie sie Gott begegnet sind, ihn erlebt haben, auch wenn er in unserer Welt nicht sichtbar ist. Und viele Menschen sehnen sich nach so einem Erlebnis, aus den unterschiedlichsten Gründen. Manche sind von Gott enttäuscht und wollen ihn einfach nur fragen, warum der geliebte Mensch so früh sterben musste. Andere sind neugierig, wollen Gott kennenlernen. Andere wiederum ahnen, dass hinter Gott mehr steckt und sehnen sich nach diesem Mehr.

Mitten im Alltag

Das Schöne ist: Gott wünscht sich persönliche Begegnungen mit uns. Und weil er es sich wünscht, ist das möglich. Dafür muss man nicht an einen besonders spirituellen Ort gehen, keine Pilgerfahrt machen und noch nicht einmal eine Kathedrale besuchen. Gott begegnete Mose in der Wüste, direkt an seinem Arbeitsplatz zwischen den stinkenden Schaf- und Ziegenherden. Wer sich innerlich vorbereitet und damit bereit ist, Gott zu erleben, dem kann Gott auch in den alltäglichsten Situationen begegnen. 

Gott will uns begegnen, wenn wir dafür bereit sind. Und eine Begegnung mit Gott verändert nachhaltig, stellt das Leben auf den Kopf. Sind Sie bereit dafür? Bitten Sie Gott um solch eine ganz persönliche Begegnung – und sagen Sie gemeinsam mit dem Psalmisten David, der Gott selbst einige Male so begegnet ist: «Mich dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann darf ich kommen und ihn sehen?» (Psalm, Kapitel 42, Vers 2, NLB).

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