Praktischer Tipp – Ein Weg, um das Gebetsleben radikal zu ändern

Beten kann manchmal recht eintönig werden, vor allem wenn man in die Routine verfällt und jeden Tag mehr oder weniger dasselbe betet. Wie kann sich das alltägliche Gebetsleben eines Christen verbessern oder gar komplett umkrempeln?

Beten kann manchmal recht eintönig werden, vor allem wenn man in die Routine verfällt und jeden Tag mehr oder weniger dasselbe betet. Wie kann sich das alltägliche Gebetsleben eines Christen verbessern oder gar komplett umkrempeln?

Genau das wurde Pastor Francis Chan gefragt und er hat dazu einen ganz praktischen Tipp: «Demütig sein, nach Demut streben, sich selbst demütigen!» Er verweist in einem YouTube-Video zu dem Thema auf Offenbarung 4 und 5.

In diesen zwei Kapiteln beschreibt Johannes den Thron Gottes: «Ich sah einen Thron im Himmel stehen, und auf dem Thron sass jemand, von dem ein Leuchten ausging wie von einem Diamanten oder einem Karneol. Ein Regenbogen, strahlend wie ein Smaragd, umgab den Thron mit seinem Glanz. (…) Von dem Thron in der Mitte her zuckten Blitze auf, begleitet von Donnergrollen und Donnerschlägen. Sieben Fackeln brannten vor dem Thron; das sind die sieben Geister Gottes. Die Fläche, die sich vor dem Thron ausdehnte, sah wie ein gläsernes Meer aus und war von kristallener Klarheit. Unmittelbar beim Thron, rings um ihn herum, standen vier lebendige Wesen, die vorn und hinten mit Augen bedeckt waren. (…) Tag und Nacht rufen diese Wesen immer wieder aufs Neue: 'Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr, der allmächtige Herrscher, er, der war, der ist und der kommt.'» (Offenbarung, Kapitel 4, Verse 2b, 3, 5, 6, 8b)

Ich bin nicht würdig und dennoch…

Genau diese Szene solle man sich vor dem Gebet ins Gedächtnis rufen, rät Chan. «Denken Sie über die Szene nach in Offenbarung 4 und 5 und denken Sie einfach: 'Wage ich es, mich diesem Thron zu nähern? Aber gleichzeitig sagt die Bibel, dass ich es kann. Ich darf vor diesen Thron kommen. Wer bin ich, dass ich das darf?'»

Zusätzlich verweist er auf Römer 8, «diese Demut, die in Römer 8 sagt: 'Ich weiss gar nicht, wie ich überhaupt beten soll. Und ich weiss nicht, was ich beten soll und wofür. Ich brauche dich, Heiliger Geist. Gott, gib mir die Worte, die ich sagen soll, die sich nach deinem Willen richten.'»

Tun wir Gott einen Gefallen?

Die Haltung vieler Christen ist für Chan ein grosses Problem: «Wir verstehen überhaupt nicht, was für ein Geheimnis und was für eine Ehre das ist… Ich höre Menschen, die sich so benehmen, als ob sie Gott einen Gefallen tun, wenn sie zum Gottesdienst oder zu einem Gebetstreffen gehen, weil wir uns so daran gewöhnt haben, dass die Leute einen anbetteln: 'Bitte, bitte komm doch!' Und wir antworten: 'Okay, ich komme' und der andere sagt dann: 'Danke, danke!'»

Doch das ist genau das Gegenteil von der Haltung, mit der wir uns Gott im Gebet nähern sollten. «Wir müssen uns demütig nähern und fragen: Wie kann es sein, dass ich das jetzt machen darf? Das ist so unwirklich – und trotzdem darf ich mich Gott nähern.» Wenn wir uns jedes Mal vor dem Gebet dessen bewusst machen, werden sich unsere Gebete und unser gesamtes Gebetsleben radikal verändern, ist sich der Pastor sicher.

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