Albrecht Kellner – Die Dynamik des Christseins entfalten

Der Physiker Dr. Albrecht Kellner, 75, engagierte sich in der Kernenergieforschung und danach in der Raumfahrtfirma Astrium ST, zuletzt als stellv. Technischer Direktor. Seine Suche nach dem Sinn des Daseins führte ihn als 25-Jährigen zum Glauben.
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Buchover «Christsein ist keine Religion»

Der Physiker Dr. Albrecht Kellner, 75, engagierte sich in der Kernenergieforschung und danach in der Raumfahrtfirma Astrium ST, zuletzt als stellv. Technischer Direktor. Seine Suche nach dem Sinn des Daseins führte ihn als 25-Jährigen zum christlichen Glauben. In seiner Autobiografie «Expedition zum Ursprung» beschreibt er seinen Weg. Nun schreibt er in einem neuen Buch mit dem Titel «Christsein ist keine Religion» über Erkenntnisse, die er seitdem gemacht hat.Albrecht Kellner, was hat Sie bewogen, nochmals ein Buch zu schreiben?
Albrecht Kellner:
Im ersten Buch ging es mir darum, den Weg zu beschreiben, wie ich auf meiner Suche nach dem Sinn des Lebens im Christsein fündig wurde. Dass diese Erfahrung des Sinns möglich ist, ist für mich das Erstaunlichste, was es gibt. Mir war klar: das muss ich Menschen weitersagen, die ähnlich wie ich damals auch Sinnsuchende waren, und seitdem halte ich Vorträge über das Erlebte. Immer wieder kommen dadurch Menschen zum Glauben.

Mir wurde aber auch klar, dass man die Neugeborenen geistlich führen muss, bis sie stark genug sind, ihre eigenen Wege zu gehen. Dazu entwickelte ich eine Einführung ins Christsein in 12 Einheiten.

Dann fiel mir ein, ein Buch zu schreiben, in dem im ersten Teil die Inhalte der Vorträge dargestellt sind, und in einem zweiten Teil die Aussagen dieser Einführung. Ein drittes Buch über Physik und Glaube ist in Vorbereitung.

Wie begründen Sie Ihre Position, dass der christliche Glaube keine Religion sei?
Christsein in seiner eigentlichen Bedeutung ist etwas radikal anderes als sämtliche Religionen, Ideologien und was sonst noch an Weltverbesserungs-Versuchen genannt werden mag, inkl. eines falsch verstandenen Christentums.

Der Unterschied zu den Religionen könnte nicht grösser sein: Während die Religionen versuchen, durch gute Werke die Schuld selber zu tilgen und das alte Wesen in ein Gott gefälliges Lebens zu zwingen, bekommt der Christ Vergebung der Schuld und damit ein Gott gefälliges Leben geschenkt, aus dem heraus in zunehmenden Masse automatisch die guten Werke fliessen.

Welche Menschen sprechen Sie mit Ihren Vorträgen und mit dem neuen Buch besonders an?
Insgesamt sind es vor allem diejenigen, die alles verstandesmässig durchdringen wollen, und genau das ist der Ansatzpunkt meiner Vorträge und auch der Bücher. Auf dieser Ebene erfolgt der Zugang. Etwa, indem ich die erstaunlichen Übereinstimmungen von Naturwissenschaft und biblischen Aussagen aufzeige, die sich mit den grossen Umbrüchen der Physik Anfang des vorigen Jahrhunderts ergeben haben. In der zweiten Hälfte der Vorträge geht es dann, nachdem das intellektuelle Eis etwas gebrochen ist, weiter zur Erläuterung des Evangeliums. Dabei verwende ich gern moderne Gleichnisse. Etwa, dass man mit einem Radio nicht Erfahrbares – Musik, die von Radiowellen getragen wird – erfahrbar machen kann. Genauso real ist die Tatsache, dass man die Liebe des für unsere fünf Sinne nicht zugänglichen Gottes konkret erfahren kann.

Gibt es biblische Wahrheiten, die Sie hervorheben möchten, weil diese in der Kirche heute zu kurz kommen?
Den Missionsbefehl. Fragt man Christen, was ihnen Jesus im Diesseits bedeutet, hört man oft: er hilft mir im Leben und trägt mich in schwierigen Zeiten. Viel seltener hört man: ich darf an seinem Plan mitarbeiten, andereMenschen vor dem ewigen Gericht zu retten. Würde eine säkulare Beraterfirma den Grund für dieses Phänomen erforschen, würde sie ihn möglicherweise darin finden, dass der höchste Wunsch Jesu – der Missionsbefehl – nur einen relativ niedrigen Stellenwert in den sonntäglichen Predigten hat. In der Tat hört man kaum Predigten darüber, dass jeder Christ das gewaltige Amt hat, Botschafter des Schöpfers des Weltalls auf diesem Planeten zu sein, und wie man dazu befähigt wird.

Sie widmen den zweiten Teil Ihres Buches der «Dynamik des Christseins». Was verstehen Sie darunter?
Bei der Bekehrung entsteht in dem Menschen ja ein völlig neues Wesen. Wie bei einem neugeborenen natürlichen Menschen muss dieses Wesen wachsen. Nachdem die Wiedergeburt stattgefunden hat, ist also noch kein Endpunkt erreicht, sondern es ist erst der Anfang. Es geht um Wachstum. Das ist diese «Dynamik des Christseins». Es bedeutet, dass das Denken und Wollen immer mehr dem Wesen Gottes entspricht oder vom Wesen Gottes erfüllt wird, so dass der Christ dieses Wesen als Ebenbild Gottes authentisch in die Welt ausstrahlen kann.       

Wie können Menschen von dieser Dynamik erfasst werden und sie in ihrem Leben zum Tragen bringen?
Am wichtigsten ist sicherlich, dass man sich mit der Bibel flutet. Jesus sagt: «Wer an meinem Wort bleibt, der wird die Wahrheit erkennen.» Und an anderer Stelle: «Der Mensch lebt nicht von Brot allein, sondern von jedem Wort Gottes.» Paulus sagt: «Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi.» Die Folgerung hieraus ist klar: Wer im Glauben und der daraus folgenden Dynamik seines Christenlebens zunehmen will, befasse sich intensiv mit dem Buch, das die Information des Urhebers des Universums an den Planeten Erde ist.

Hier kommen Sie direkt zum Buch.

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