Erstaunliche Fakten – Bethlehem – ein Ort, der Bände spricht

Dass Jesus ausgerechnet in Bethlehem geboren ist, scheint für viele Menschen nicht von grosser Bedeutung. Doch beschäftigt man sich damit, wirft die kleine Stadt ein ganz erstaunliches Licht auf die Weihnachtsgeschichte. Wir haben einige Fakten dazu.

Dass Jesus ausgerechnet in Bethlehem geboren ist, scheint für viele Menschen nicht von grosser Bedeutung. Doch beschäftigt man sich damit, wirft die kleine Stadt ein ganz erstaunliches Licht auf die Weihnachtsgeschichte. Wir haben faszinierende Fakten zum Ort des Weihnachts-Geschehens.Bethlehem, eine kleine Stadt unweit von Jerusalem. Heute ziehen scharenweise Touristen in das Palästinensische Autonomiegebiet, wollen die Geburtstätte Jesu besichtigen und durch die zahlreichen Souvenirläden bummeln. Doch früher war Bethlehem nur ein kleiner, unbedeutender Ort. Dort lebten einfache Hirten und schon von weitem konnte man das Blöken der vielen Schafherden auf den Feldern hören.

In Bethlehem ist der Hirtenjunge David geboren, der später Goliath besiegte und dann König von Israel wurde. Rahel, die Mutter von Traumdeuter Josef, soll in Bethlehem begraben sein. Ausserdem sollen sich Boas und Ruth in dieser kleinen Stadt kennengelernt haben. Nur so als Randnotiz zu Bethlehem.

Es gab aber eine aussergewöhnliche Prophetie, die dem eher unbedeutenden Städtchen eine grosse Zukunft voraussagte: In Bethlehem sollte eines Tages der Messias geboren werden.

Wie sich die Schrift erfüllte

Etwa 700 Jahre vor Jesu Geburt sagte der Prophet Micha voraus: «Aber zu Bethlehem im Gebiet der Sippe Efrat sagt der Herr: 'Du bist zwar eine der kleinsten Städte Judas, doch aus dir kommt der Mann, der mein Volk Israel führen wird. Sein Ursprung liegt weit zurück, in fernster Vergangenheit.'» (Micha, Kapitel 5, Vers 1) Weil dieser besondere Herrscher laut des prophetischen Wortes schon von Urzeiten her existierte, war für Juden klar, dass damit nur der Messias gemeint sein kann.

Eine andere Prophetie aus dem Buch Micha besagt, dass bei Migdal Eder die Ankunft des Messias zuerst kund werden würde. Migdal Eder war ein Turm für Schafhirten, von dem man die Herden in Bethlehem übersehen konnte. Auch diese Prophetie war bekannt.

Dass die Hirten in der Weihnachtsgeschichte tatsächlich die ersten Menschen waren, die erfuhren: «heute ist euch in der Stadt Davids der lang ersehnte Retter geboren», war ein gewaltiges, prophetisches Zeichen. Das Lukasevangelium erzählt: «Und alle, die den Bericht der Hirten hörten, waren darüber sehr erstaunt.» (Lukas, Kapitel 2, Vers 18)

Doch das ist noch nicht alles. Bethlehem weist noch gravierender auf die Bedeutung des Messias hin.

Bethlehem, die Hirtenstadt

Wie wir nun wissen, lebten in Bethlehem hauptsächlich Hirten. Die Schafe die sie züchteten, waren aber nicht für den normalen Verzehr gedacht. Aus Bethlehem kamen die Lämmer, die im Tempel des benachbarten Jerusalem geopfert wurden. Jedes erstgeborene, männliche Lamm aus der Gegend von Bethlehem galt als heilig. Schon seit Generationen arbeiteten Schafhirten dort mit den sogenannten «Heiligen Herden». Sie wählten die makellosen, erstgeborenen Lämmer aus und brachten sie nach Jerusalem. Dort wurden sie für diejenigen vorbereitet, die Gott durch ein Schlachtopfer um Vergebung ihrer Schuld bitten wollten.

Jesus, das «Lamm Gottes»

Als Jesus das erste Mal öffentlich auftrat, sagte Johannes der Täufer über ihn: «Seht, hier ist Gottes Opferlamm, das die Sünden der ganzen Welt wegnimmt.» (Johannes, Kapitel 1, Vers 29) Einige Jahre später starb Jesus qualvoll am Kreuz und wurde zum Sühneopfer aller, die ihn darum bitten. Wo sonst hätte er geboren werden sollen als in Bethlehem?

Jesus war mehr als ein guter Lehrer, der armselig in einem Stall zur Welt kam. Er war der makellose Sohn Gottes, der sich für uns Menschen hingab, um unsere Schuld ein für alle Mal aus dem Weg zu räumen. Er ist der Messias, der Retter.

Weihnachten ist so viel mehr als ein heimeliges Familienfest. An Weihnachten kommt Gott selbst auf diese Welt, bereit, alles für uns zu geben. Gott reicht uns in Jesus voller Liebe und Erbarmen seine Hand zur Versöhnung. Aber nehmen wir sie auch an?

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