Gegen den Strom – 4 hilfreiche Fragen für Krisensituationen

Krisen lassen sich nicht vermeiden, aber man kann sie meistern. Hilfreich dabei sind Fragen, die auch Gottes Sicht der Dinge einbeziehen. Sie stärken das eigene Vertrauen und helfen, selbst Verantwortung zu übernehmen.

Krisen lassen sich nicht vermeiden, aber man kann sie meistern. Hilfreich dabei sind Fragen, die auch Gottes Sicht der Dinge einbeziehen. Sie stärken das eigene Vertrauen und helfen, selbst Verantwortung zu übernehmen.

Zwei Fragen werden in praktisch jeder Krise gestellt: Wie komme ich möglichst unbeschadet hindurch? Und: Wer ist schuld? Während die erste total sinnvoll ist, lenkt die zweite von jeder konstruktiven Bearbeitung ab. Vielleicht ist sie deshalb die Standardfrage in Krisen und Problemen geworden?

Was ist eine Krise?

Wenn sich ein gefährlicher Konflikt zuspitzt oder eine massive Funktionsstörung besteht und das Ganze an einen Höhepunkt kommt, von dem an die Situation besser werden oder eskalieren kann, dann spricht man von einer Krise. Und solch eine Krise ist in den verschiedensten Bereichen möglich. Dazu gehören unter anderem depressive Phasen, Existenzängste, Arbeitslosigkeit, Covid-19, Kriege, Klimakatastrophe, Börsencrashs, Energiekrise usw.

Was bereits diese kurze Aufzählung deutlich macht: Wir alle erleben solche kleineren und grösseren Krisen, mal betreffen sie nur uns persönlich, mal haben sie globale Auswirkungen. Manchmal stehen wir ihnen hilflos gegenüber, manchmal können wir ihnen durch eigene Aktionen begegnen. In jedem Fall stellt sich aber die Frage, wie wir damit umgehen.

Krisenfragen

Jamie Aten und Kent Annan leiten das «Humanitarian Disaster Institute» am amerikanischen Wheaton College. Sie haben sich in verschiedenen humanitären Krisen weltweit engagiert. Ihre Schlussfolgerung ist, «dass Katastrophen ebenso viel offenbaren wie zerstören: zerbrochene Systeme, bestehende Ungerechtigkeiten, soziale Brüche, aber auch Charakter, Grosszügigkeit und Vertrauen». In einem Artikel zum Thema stellen sie vier Fragen vor, die bei der Konfrontation mit einer Pandemie genauso weiterhelfen wie bei gesundheitlichen Problemen, beruflichem Stress oder anderen Herausforderungen.

1. Wie kann ich bereits vor einer Krise Gottes Liebe ausstrahlen, sodass ich in guten Beziehungen lebe und bewältigen kann, was vor mir liegt?

2. Wie kann Gottes Licht meine Entscheidungen unter Stress beleuchten, wenn ich von selbstsüchtigen Ängsten versucht werde?

3. Wie kann ich mich von diesem Licht bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen leiten lassen?

4. Wie kann ich nach der Krise durch meine Grosszügigkeit ein Zeugnis für das Licht der Welt sein, das mich durch die Dunkelheit geführt hat?

Natürlich sind dies nicht alle Fragen, die man sich in und um Krisen stellen kann, aber sie helfen dabei, den Fokus darauf zu lenken, dass Gott auch in Krisen etwas mit uns vorhat. 

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