Drei Männer von Weltbedeutung – 22. November 1963: Todestag von Kennedy, Lewis und Huxley

Am 22. November 1963 – heute vor 59 Jahren – starben drei Männer, die, jeder auf seine Art, Weltbedeutung hatten: C.S. Lewis, Aldous Huxley und J.F. Kennedy. Sie vertreten drei Weltbilder, die unsere Gesellschaft bis heute prägen.
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Yin und Yang

Am 22. November 1963 – heute vor 59 Jahren – starben drei Männer, die, jeder auf seine Art, Weltbedeutung hatten: C.S. Lewis, Aldous Huxley und J.F. Kennedy. Sie vertreten drei Weltbilder, die unsere Gesellschaft bis heute prägen.

Die Schüsse von Dallas klangen rund um die Welt – Millionen trauerten um Präsident J. F. Kennedy als hätten sie einen persönlichen Freund verloren. Die Schüsse übertönten auch die Nachricht, dass am gleichen Tag, dem 22.11.1963, zwei weitere Männer starben, die Millionen prägten. Innerhalb weniger Stunden vor und nach Kennedy starb C.S. Lewis in den Armen seines Bruders in England und der Philosoph und Autor Aldous Huxley im Spital, kurz nachdem er eine LSD-Injektion verlangt hatte.

Drei prägende Lebensphilosophien

Alle drei repräsentierten je eine grundlegende Lebensphilosophie, die sich deutlich von den jeweils anderen unterscheidet. C.S. Lewis vertrat den biblischen Glauben, Kennedy den modernen westlichen Humanismus, Huxley den östlichen Pantheismus. Diese drei Überzeugungen prägen unsere Kultur bis heute wesentlich. Wie erklären sie die Realität und welche Hoffnung bringen sie?

Kennedy: Der westliche Humanismus

Der charismatische US-Präsident, der mit erst 46 Jahren am 22. November 1963 starb, stand wie kaum ein anderer für das, was Menschen erreichen können. Der Humanismus des Westens beruht auf der Annahme, der Mensch sei im Kern gut und zu Grossem fähig, wenn er nur genügend gebildet wird und sich möglichst frei entwickeln kann. Die praktische Auswirkung ist, dass der Mensch im Zentrum der Wirklichkeit, der Gesetzgebung und der Ethik steht. Alle Linien kreuzen sich im Menschen, wie in dem bekannten «Kanon der Proportionen» von Leonardo da Vinci. Menschliches Wohlergehen ist das Mass aller Dinge, und «Yes we can» hiess es einige Präsidenten nach Kennedy. 

Eins der grossen ungelösten Probleme des Humanismus ist das Problem des Bösen – die Todesschüsse von Dallas, die Kriege des 20 Jahrhunderts, Auschwitz, aber auch jedes Shooting in den USA oder jeder Terrorangriff bestätigen, dass der Humanismus als Leitidee für unsere Kultur eigentlich längst bankrott ist.

Huxley: Der östliche Mystizismus

Aldous Huxley (1894-1963) war anfänglich Humanist. Sein bekanntestes Werk «Schöne Neue Welt» (1932) beschreibt eigentlich die Entmenschlichung der Gesellschaft. In seinem späteren Leben wandte Huxley sich – unter dem Einfluss buddhistischer Lehren – östlichen Weisheitslehren, der Mystik und einem religiösen Universalismus zu. Er unterzog sich verschiedenen Drogenexperimenten und erfand das Wort «psychedelisch».

Viele Menschen spüren intuitiv, dass ein tiefer Riss durch unsere Welt und auch durch unsere eigene Seele geht. Das Weltbild, das mehr oder weniger allen östlichen Lehren zugrunde liegt, die für viele im Westen attraktiv sind, wird in «Yin und Yang» dargestellt. Ganz einfach ausgedrückt: Es gibt das Helle und das Dunkle, sie ergänzen sich, und wir müssen das bejahen. Letzte Realitiät der östlichen Weltanschauung ist nicht ein persönlicher Gott, sondern das Universum. Ziel ist, mit diesem Universum eins zu werden. Meditation oder auch Drogen können Wege zu diesem Ziel sein.  

Lewis: Der christliche Glaube

C.S. Lewis (1898-1963) war Professor und Atheist. Durch einen längeren Weg, unter anderem auch in Auseinandersetzung mit seinem Freund J.R.R. Tolkien (Autor von «Der Herr der Ringe»), wurde er Christ und dann vielleicht der einflussreichste christliche Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Seine Kinderbuchreihe «Narnia» wurde verfilmt und stellt die «grosse Geschichte» aus christlicher Sicht packend dar.  

Der biblisch-christliche Glaube, von Lewis tief durchdacht und meisterhaft erklärt, gibt eine Erklärung der Welt und des Lebens, die echter und auch realistischer als Humanismus und östlicher Mystizismus sind und Hoffnung vermitteln: Es gibt einen persönlichen Gott, er hat den Menschen aus Liebe erschaffen. Der Mensch hat diese Liebe verletzt und das Böse in die Welt gelassen. Gott hat daraufhin begonnen, die Welt zu erlösen: Das Böse wird durch abgrundtiefe Liebe überwunden, ausgedrückt im Tod am Kreuz des Gottessohnes Jesus. Wer sich diesem Erlöser anschliesst, bekommt unzerstörbares Leben und wird ein Teil der Zukunft, die Gott für das Universum bereit hält.

Christsein bedeutet also weder, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, noch ihn mit dem Universum zu verschmelzen. Sondern zum persönlichen Gott eine persönliche Beziehung zu haben. Das Problem des Bösen wird realistisch gesehen, aber überwunden. Und eine Zukunft tut sich auf, die auf Fakten und nicht auf mystischen Träumen beruht.

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