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Jackie Greene

Jackie Greene – «Wir müssen uns nicht von Menschen einschränken lassen»

Die Pastorin Jackie Greene wollte früher, dass die Menschen mit ihrer Berufung einverstanden sind. Doch sie lernte, über diese Stimmen hinwegzuhören «und Gott zu erlauben, 'es' mir selbst zu sagen».

Als Kind besuchte Jackie Greene oft mit ihren Eltern eine christliche Gemeinde in Atlanta. Ihren Mann Travis lernte sie beim Studium an der Georgia Southern University kennen.

«Bei unserem ersten Date gingen wir in das bekannte 'Waffle House' und wir führten dort ein Mädchen zu Christus; es begann, mit mir in die Kirche zu gehen.»

Dann erlebte sie schwere Wochen: «Die Fruchtblase platzte in der Mitte meiner ersten Schwangerschaft.» 61Tage lag Jackie Greene im Krankenhaus. «Ich hätte meinen Sohn David Chase fast verloren.»

Die Ärzte gingen davon aus, dass der Kleine es nicht schaffen würde. «Sie baten uns buchstäblich darum, das Baby herauszunehmen, nach Hause zu gehen und es noch einmal zu versuchen. Es war gerade so, als ob es sich um einen Marathonlauf handelte, für den wir uns einfach noch einmal anmelden könnten – und nicht um das Leben eines Kindes, dessen Bewegungen ich jeden Tag in mir spürte.»

Nicht stehen bleiben

Der christliche Glaube gab ihr Hoffnung. «Der Gott, der mich schwanger hat werden lassen, konnte meine Schwangerschaft auch aufrechterhalten und es möglich machen, dass ein kleiner, gesunder Junge zur Welt kommt.»

Der Kleine kam nach 28 Wochen zur Welt. «Er ist heute acht Jahre alt, ohne dass man etwas von der Frühgeburt merken würde.»

Jackie Greene reflektiert: «Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Dinge, die wir in unserem Leben erlebt haben, zu einem Stolperstein oder einer Ausrede dafür werden, warum wir nicht weitergehen und auf der anderen Seite des Schmerzes weiterleben.» Wenn man etwas Schwieriges durchgemacht habe, «muss das nicht der Grund sein, aufzuhören, sondern es kann der Grund sein, anzufangen».

Keine Entschuldigungen suchen

Anstatt beispielsweise Widerstände in Treibstoff umzuwandeln, um zum himmlischen Vater zu gehen und Bestätigung zu bekommen, «lassen wir zu, dass wir uns zurückbinden lassen».

Jackie Greene berichtet dabei aus eigenem Erleben: «Ich wollte, dass die Menschen mit dem, wozu ich berufen war, einverstanden waren. Menschen können sich ändern wie das Wetter. Und ihre Meinung über uns kann sich oft ändern.»

Doch sie lernte, über die Stimmen der Menschen hinwegzuhören «und Gott zu erlauben, 'es' mir selbst zu sagen».

«Du kannst es schaffen»

Der Schmerz darüber, dass ihr Vater die Familie verlassen hat, und andere schwere Dinge dieser Art wurden für Jackie Greene zum Antrieb. Sie will damit auch anderen Frauen einen Anschub geben: «Du kannst 'es' schaffen. Du kannst 'es' immer noch tun. Du musst dich nicht einschränken lassen. Es kann die vollste Version dessen werden, wozu Gott dich gemacht hat. Es liegt mir sehr am Herzen, dass Frauen in dieser Fülle leben, denn ich glaube, wir lassen viel liegen, weil wir nicht erkennen, dass wir in unserem Inneren schon so viele verborgene Schätze haben. Wir müssen nur mutig genug sein, um nach ihnen zu graben.»

Sie habe das Gefühl, dass das tägliche Streben nach Gott alles in einem Menschen verändert. «Ich glaube, dass man sich selbst nicht vollständig kennt, wenn man nicht in einer Beziehung mit dem Vater im Himmel lebt, als dessen Abbild und Ebenbild wir geschaffen wurden.»

Heute leitet Jackie Greene zusammen mit ihrem Mann die Forward City Church in Columbia.

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