Leben wie im Horrorfilm – Wie Ralf Schulz die Geister wieder los wurde

Auf Kuba gerät Ralf Schulz aus Pirmasens in eine Voodoo-Zeremonie und hat dort zum ersten Mal Kontakt mit Geistern. Danach spukt es bei ihm und die finsteren Mächte lassen ihn nicht mehr los. Verzweifelt sucht er nach einem Ausweg.

Auf Kuba gerät Ralf Schulz aus Pirmasens in eine Voodoo-Zeremonie und hat dort zum ersten Mal Kontakt mit Geistern. Danach spukt es bei ihm und die finsteren Mächte lassen ihn nicht mehr los. Verzweifelt sucht er nach einem Ausweg.

Es begann damit, dass ich in Kuba auf ein Fest eingeladen war. Mir war nicht klar, dass auch Verstorbene kommen würden. Die Frau des Hauses, ganz in weiss gekleidet, las aus einem vergilbten Buch vor und paffte Zigarre. Im Rauch sah sie die Geister von Toten. Ich war in einer Voodoo-Zeremonie gelandet.

Plötzlich ging ein kalter Wind durch den Raum und ich spürte, wie er in mich drang. Ich bekam es mit der Angst zu tun und fing am ganzen Körper an zu zittern. Bis er mich wieder verliess.

Der Spuk geht weiter

Wenig später wurde ich erneut von diesem Wind heimgesucht. Ich war in meinem Haus in Kuba und alle Fenster waren geschlossen. Trotzdem fegte der Wind durch das Zimmer und kam gegen meinen Willen in mich. Dieses Mal spürte ich, dass es nicht nur eine Macht war, sondern eine Person, die von mir Besitz ergriff, ein Geist.

Mir wurde kalt, alles verkrampfte sich und ich konnte kaum noch laufen. Mit dem Dämon kam ein furchtbares Ekelgefühl, als müsste ich mich übergeben. Mein Gesicht verzerrte sich zu einer Fratze. Als ich versuchte, etwas zu sagen, kam eine fremde Stimme aus mir. Ich hatte Angst. Ich war besessen.

Von da an kam das immer wieder. Nachts wurde ich gewaltvoll von Dämonen bezwungen. Ich konnte nichts dagegen tun. In der Hoffnung, dass der Spuk aufhören würde, reiste ich nach Venezuela. Doch die Geister kamen mit.

Wo ist die gute Macht?

Zweifelsfrei gab es eine unsichtbare Welt. Doch wenn man den Teufel so real erleben konnte, musste es doch auch eine gute Macht geben. Das machte mir Hoffnung.

Ich hatte zwar keine Ahnung, wer oder was Gott ist, aber ich ging auf die Knie und fragte: «Du gute Macht, wer bist Du? Und wie kann ich dich erleben?» Sofort kam mir ein leichter,  friedlicher Gedanke, dass ich meine Reise abbrechen und zurück nach Deutschland kehren soll. Ich wusste nicht, ob das Einbildung war, aber ich beschloss heimzufahren.

Alter Mann mit Bibel

Am Tag meiner Abreise ging ich in ein Restaurant und beobachtete, wie ein kleiner, zittriger Greis hereinkam. Er war uralt und gebrechlich, hatte aber eine Ausstrahlung, die mich faszinierte. Der Mann bestellte Suppe und setzte sich zu mir. Dabei redete er leise, ohne mich anzusehen. Ich verstand ihn nicht. Dann legte er ein kleines, schwarzes Buch auf den Tisch. Es war ein Neues Testament.

Als er mit dem Essen fertig war, blieb er noch eine Weile bei mir stehen. Mit einer Hand berührte er den Tisch, mit der anderen streckte er seine Bibel in die Höhe und dann betete er. Mitten im Restaurant.

Mich beeindruckte das. Ich dachte: «Der hat wahrscheinlich den richtigen Gott.» Und auch ich berührte heimlich den Tisch und hoffte, dass er für mich betete.

Als er weg war, wurde mir plötzlich glasklar, dass das die Antwort auf meine Frage war. Um herauszufinden, wer die gute Macht ist, musste ich in der Bibel lesen.

Der Lösung auf der Spur

Zurück in Deutschland fing ich an, das Neue Testament zu lesen und suchte alle Stellen über Dämonen und Geister. Ich wusste: Dieser Teil der Bibel stimmt, denn das erlebte ich jede Nacht. Die dämonischen Attacken hinterliessen inzwischen auch körperliche Spuren. Ein Langzeit-EKG zeigte, dass mein Herz aussetzte und dann zu rasen begann, sobald die Geister in mich drangen. Ich war nicht nur psychisch am Ende, mir stand auch ein Herzschrittmacher bevor.

Dann las ich in der Bibel, dass Jesus, der Sohn Gottes, auferstanden ist und lebt. Für mich war ganz logisch, dass ich Jesus genau so real erfahren konnte wie die bösen Mächte. Ich wollte zu Jesus gehören.

So wurde ich Christ. Ich bat Gott um Vergebung und lud Jesus in mein Herz und in mein Leben ein. Und tatsächlich spürte ich, wie der kalte Wind aus mir wich und mit ihm der Ekel, das Finstere, das Böse. Stattdessen kam ganz sanft und unaufdringlich ein anderer Wind in mich.

Ich wusste: Jetzt wohnt Jesus Christus in mir. Tiefer Friede, Liebe und Geborgenheit machten sich in mir breit. Gott hat mich komplett frei gemacht, der Horror ist vorbei. Und zum völligen Erstaunen meiner Ärzte hat Gott sogar mein Herz geheilt!

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