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Mann im Nahen Osten (Symbolbild)

Lebendiger Glaube – «Wie ich den Heiligen Geist empfing»

Sein Leben lang sehnte sich der Ägypter Dr. Ramez Refaat K. Ghabbour nach einem lebendigen Glauben. Doch obwohl er ernsthaft an Jesus glaubte, schien er nicht zu Gott durchzudringen. Bis ihm bewusst wird, dass ihm der Heilige Geist fehlt.

Ich bin in Ägypten, in einer christlichen Familie aufgewachsen und habe mich mit 13 Jahren entschieden, auch an Jesus zu glauben. Meine Eltern und ich gingen regelmässig in die Kirche, aber der Heilige Geist und seine Gaben hatten für unsere Pastoren nichts mit Gott zu tun.

Ich sehnte mich sehr nach einer echten Beziehung zu Gott, aber irgendwie schien ich ihm so fern zu sein. Mein Glaube fühlte sich irgendwie leer und unerfüllt an und das deprimierte mich.

Als ich älter wurde, las ich das Alte Testament sechs Mal durch und vier Mal das Neue Testament. Ich betete täglich und hoffte dadurch, Gott näher zu kommen. Doch mein tiefer Hunger nach ihm blieb ungesättigt. Ich fühlte mich als ein geistlicher Versager. Ich glaubte, ich wäre zu nichts zu gebrauchen. Und schliesslich wurde ich darüber krank und bekam Depressionen.

Der Heilige Geist als Antwort auf meine Fragen

Im Juni 2000 lernte ich auf einer Konferenz einen Mann aus Malawi kennen, man nannte ihn Apostel Stanley Ndovie. Als ich ihn sah, spürte ich, dass er hatte, was mir fehlte. Er war so anders, als alle Christen die ich kannte.

Als ich mich mit ihm zusammensetzte und ihm meine Geschichte erzählte, fing er an mit mir zu weinen. Dann sagte er: «Ramez, du brauchst die Erfüllung mit dem Heiligen Geist.»

Er fing an, für mich zu beten und seine Worte trafen mich mitten ins Herz. Er betete für Dinge, die niemand von mir wusste. Zum Beispiel, dass Gott zu mir spricht: «Sag nicht, dass du nicht zu gebrauchen bist. Denn du bist zu gebrauchen.» Ich weinte bitterlich. Niemand wusste, dass ich so über mich dachte. Dass Gott meine tiefsten Gefühle kennt, schockte mich. Es war das Ende meiner Depressionen.

Freisetzung durch den Heiligen Geist

Dann betete er für mich um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Erst spürte ich nichts Physisches, aber tief in mir machte sich eine tiefe Erleichterung breit. Und dieses Gefühl breitete sich in mir aus wie weicher Samt und überwältigte mich auf eine sanfte Art. Und wie es auch beim ersten Pfingsten war, spürte ich, wie meine Zunge eine neue Sprache sprechen wollte. Ich traute mich erst nicht, meinen Mund zu öffnen, aber dann dachte ich, es muss etwas von Gott sein. Und plötzlich sprach ich diese «Zungensprache», die durch den Heiligen Geist kommt und von der auch die Bibel spricht.

Als ich nach Hause kam, sahen alle, dass ich verändert war. Ein Feuer hatte mich erfüllt, plötzlich war alles so klar.

Jetzt, wo ich selbst erfahren habe, was der Heilige Geist bewirkt, kann ich nur jeden dazu ermutigen, um die Erfüllung mit dem Geist zu bitten. Es hat mein Leben verändert und meinen Glauben an Jesus lebendig gemacht. Wir sollten uns dieses Geschenk von Gott nicht entgehen lassen.

Dieser Beitrag erschien im Mai 2013 auf Jesus.ch

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