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Angela Dawson und die Mädchen, die sie «Mutter» nennen

Plötzlich Mutter – Wie eine Single-Missionarin unerwartet eine Familie erhält

Die Worte eines Beraters waren für Angela Dawson hart: «Wenn Sie als alleinstehende Missionarin aufs Feld gehen, werden Sie wahrscheinlich nie heiraten.» Sie verstand, dass ihr Weg mit Opfern verbunden sein würde. Doch punkto Familie kam es anders...

Die Worte eines Beraters waren für Angela Dawson hart: «Wenn Sie als alleinstehende Missionarin aufs Feld gehen, werden Sie wahrscheinlich nie heiraten.» Sie verstand, dass ihr Weg mit Opfern verbunden sein würde. Doch punkto Familie kam es anders...Ein Einwegticket in ein anderes Land könnte ihre Chancen, einen Ehemann zu treffen und eine Familie zu gründen, stark verringern. Darauf wurde Angela Dawson früh in einem Beratungsgespräch hingewiesen. «Es war der Moment, wo ich die Kosten abwägen musste», erinnert sich Angela, obwohl sie sich von Gottes Ruf für ihr Leben nicht abschrecken lassen wollte. Also zog sie als Berufsmissionarin für die Internationale Baptisten Mission nach Thailand wo sie als Übersetzerin für medizinische Kliniken arbeitete und Englisch-Camps in örtlichen Grundschulen leitete.

Plötzlich ein Mädchen im Haus

Es dauerte nicht lange, bis sie herausfand, wie Gott ihr Haus für den Dienst nutzen wollte. Sie hörte von einem 15-jährigen Mädchen, Ying, dessen Mutter sie aus dem Haus haben wollte. «Meine Tochter ist eine solche Last für mich. Können Sie sie aufnehmen?» fragte Yings Mutter Doug Derbyshire, den Vorgesetzten von Angela.

Angela malte sich aus, wie verängstigt dieses Mädchen sein musste. Sie spürte, wie der Herr sie dahin zog, ihr Haus für Kinder zu öffnen.

Plötzlich «Mutter»

Ying zog ein, und in der folgenden Woche bat Yings Freundin Ploy, ob sie nicht ebenfalls einziehen dürfte. Ploys Familie hatte sie zur Arbeit in eine Fernfahrerkneipe geschickt. Auf der Flucht vor den schrecklichen Bedingungen kehrte Ploy nach Hause zurück, nur um sich dem Zorn ihrer Eltern zu stellen. Ihr Vater schlug sie mit der Behauptung, dass sie sich weigere, die Familie zu unterstützen.

Da sie sich an keinen anderen Ort wenden konnte, ging sie zu Angelas Haus. Ying und Ploy beschlossen von Anfang an, Angela von sich aus «Mutter» zu nennen. Für Angela wurde langsam klar, dass Gott mit ihr zusammen eine Familie aufbauen wollte, mit der sie nicht gerechnet hatte.

Plötzlich eine Familie

Angela war gerade dabei, sich an die zwei Teenager-Mädchen im Haus zu gewöhnen, als ein drittes Mädchen eine Unterkunft benötigte. Ann besuchte die Jugendgruppe der Gemeinde, obwohl ihre Worte und Taten darauf hindeuteten, dass sie nicht gläubig war.

Angela erzählt: «Als wir uns zum ersten Mal trafen, hat Ann viel geflucht und war oft wütend. Aber da sie eine Freundin der anderen Mädchen war, wollte ich, dass sich auch Ann willkommen fühlt bei uns.» Nach einer Wochenend-Pyjamaparty in Angelas Haus begann Ann, öfter im Haus zu übernachten. Bald fragte sie, ob auch sie einziehen könne.

Plötzlich Jüngerinnen

Bald wurde auch Prame teil der Familie. Nachdem Ying und Ploy ausgezogen waren, stiess Noi dazu. Sie war gerade erst Christin geworden und wollte im Glauben wachsen. Eine Zeit der Jüngerschaft begann. Natürlich müssen die Mädchen – wie in jeder Familie – im Haushalt helfen.

Und wie jede Mutter sorgt Angela dafür, dass sie Schuluniformen tragen und die Hausaufgaben machen und dass sie genügend zu Essen erhalten. Manche der jungen Frauen hatten zuvor nicht die Möglichkeit, dreimal am Tag zu essen.

Angela wusste, was sie opfern würde, als sie beschloss, Thailand um des Evangeliums willen zu ihrem Zuhause zu machen … und sie ist dankbar, dass Gott für sie geplant hat, doch noch Mutter zu werden.

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