Sie kontrollierte Menschen – Wie die Schwarze Witwe zwischen die Zähne des Löwen geriet

Früh wurde Merari Rodriguez missbraucht. Alkoholmissbrauch und drei Kinder als Teenagerin folgten. Einen Ausweg schien sie in der Hexerei und der Gothic-Subkultur zu finden. Die Reise auf der dunklen Seite begann…

Früh wurde Merari Rodriguez missbraucht. Alkoholmissbrauch und drei Kinder als Teenagerin folgen. Einen Ausweg schien sie in der Hexerei und der Gothic-Subkultur zu finden. «Mein ganzes Leben lang wurde ich kontrolliert. Jetzt wollte ich die Menschen um mich herum kontrollieren.» Die Reise auf der dunklen Seite begann…«Die schwarze Witwe (Anm. d. Red.: Spinnenart) lockt ihren Gefährten an und nach der Paarung tötet sie ihn», erklärt Merari Rodriguez. «Und genau das habe ich getan.»

Ihr Vater verliess die Familie, als sie gerade sechs Jahre alt geworden war. Ihre Mutter hielt sich mit verschiedenen Jobs über Wasser. Merari wurde von einer Babysitterin betreut, die mit einem Polizisten verheiratet war. Doch ausgerechnet er missbrauchte sie während eines Jahres. «Was er zu mir sagte, war enorm kontrollierend. Es machte mir grosse Angst. Er sagte, dass ich ihm gehöre. Ich hatte das Gefühl, dass es meine Schuld war. In mir entwickelte sich ein Hass auf mich selbst.»

Er schwor lügend auf die Bibel

Ihre Mutter stoppte das Ganze. Doch im Alter von elf Jahren wurde sie von einem Freund der Familie ausgenutzt. Ihre Mutter konfrontierte ihn vor Meraris Augen damit. Der Mann öffnete die Bibel vor den beiden, legte seine Hand darauf und schwor seine Unschuld.

Als Merari diesen kompletten Mangel an Angst und Respekt vor Gott sah, war für sie klar: «Gott existiert nicht.» Sie erinnert sich: «Ich habe mich genau da entschieden, dass ich in meinem Leben von Gott oder dem Namen Gottes nie mehr etwas hören will.» Sie begann zu rebellieren, zu trinken, zu rauchen und sie verliess die Schule.

Auf der dunklen Seite

Merari schlitterte von einer missbräuchlichen Beziehung in die nächste und war noch im Teenager-Alter Mutter dreier Kinder. Es sei wie ein Label gewesen, so als hätte sie sich selbst angeschrieben mit: «Ich bin vaterlos, ich bin allein und schutzlos, also kommt und verletzt mich, benutzt mich und missbraucht mich.»

Als Merari 18 Jahre alt war, dachte sie, sie würde die Antwort in der Hexerei und der Gothic-Subkultur finden. Diese Menschen «sprachen immer von Macht und wie man Macht erlangen könne, um jemand anderen zu kontrollieren. Mein ganzes Leben lang wurde ich kontrolliert. Jetzt wollte ich die Menschen um mich herum kontrollieren.»

«Die Schwarze Witwe»

Sie wurde zur Hexe getauft und erhielt einen besonderen Namen: «die Schwarze Witwe». Tatsächlich konnte sie Menschen um sich herum kontrollieren. Es fühlte sich an, als würde sie sich nun selbst schützen können. Die Grenze zog sie, als andere Hexen auch ihre Kinder weihen wollten.

Sie zog aus der Stadt und wollte neu beginnen. Eines Nachts wurde sie von einer haarsträubenden Vision heimgesucht. «Ich sah ein Tier, das im Hof stand und die Form eines Löwen hatte. Doch es sah schrecklich aus. Dann sah ich, dass es etwas in seinem Maul hat. Das Tier drehte die Person um, bevor er sie verschlingen wollte und ich erkannte, dass er mich in seinem Mund hat. Ich konnte meine Knochen knacken hören und sehen, wie ich nach Luft rang und wie Blut aus meinem Mund sprudelte.»

«Kommst du nicht, wird er dich töten…»

Doch dann hörte sie eine beruhigende Stimme: «Merari, ich rufe dich schon lange. Wenn du jetzt nicht zu mir kommst, wird er dich töten.» Irgendwie wusste sie, dass es Gottes Stimme war. Sie bat um Zeit, aber Gott sagte ein einziges sanftes Wort zu ihr, durch das ihr Herz schmolz: «Tochter!»

Sie fiel schreiend auf den Boden: «Gott, Herr, bitte lass mich nicht sterben. Ich nehme dich an. Ich kenne dich nicht und es tut mir leid. Aber danke, dass du mir gezeigt hast, wo ich war.» Dann wachte sie auf.

Dem Schöpfer begegnet

Sie wusste, dass sie gerade eine unglaubliche Begegnung mit ihrem Schöpfer gehabt hatte. Merari übergab ihr Leben gleich darauf Jesus Christus und nahm ihn als ihren Herrn und Retter in ihrem Herzen auf. Sie fühlte sich absolut «sauber», etwas, das sie noch nie zuvor gespürt hatte.

«Wenn er mich Tochter nennt, dann ist er mein Vater», sagt sie. «Ich habe noch nie einen Mann 'Tochter' sagen hören.» Mit Hilfe eines Freundes fand Merari eine christliche Gemeinde und wurde getauft.

Heute betreut sie junge Frauen, die in einer ähnlichen Lage sind wie sie damals – und sie weist ihnen den Weg zu Gott. Sie ist verheiratet und ihre Kinder sind inzwischen erwachsen.

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