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Tariku Fufa

Tariku Fufa – Wenn Gottes Pläne grösser sind als wir ahnen

Er war Hirte, später Lastenträger, wurde verstossen, durfte nicht zur Schule… Heute hat Tariku Fufa einen Doktortitel und schult christliche Leiter in 24 Ländern. Sein Leben zeigt, dass für Gott nichts unmöglich ist.

Er war Hirte, später Lastenträger, wurde verstossen, durfte nicht zur Schule… Heute hat Tariku Fufa einen Doktortitel und schult christliche Leiter in 24 Ländern. Sein Leben zeigt, dass für Gott nichts unmöglich ist.Im Frühjahr 2019 erreichte Tariku Fufa seinen Doktortitel in Business und Leiterschaft und wurde zum besten Studenten des Jahres der Regent University gewählt. Damit möchte er mehr Leiter in seinem Heimatland Äthiopien schulen und letztlich mehr Menschen für Jesus gewinnen. Als Kind hätte er sich das nie träumen lassen…

Mit nur drei Jahren wurde Tariku von seiner Mutter verlassen, eine Schande für ein Kind. Sein Vater nahm ihn zwar bei sich auf, doch eine Schule durfte er nicht besuchen. Mit 4 Jahren wurde er zum Hirten und musste sich um die Herdentiere kümmern. «Als mein Vater mir sagte, dass ich nie zur Schule gehen würde, dachte ich, mein Leben ist vorbei – es hat so wehgetan!» Doch mit 10 Jahren griff die Landesregierung ein und zwang seinen Vater, ihn zur Schule zu schicken. Er war von Anfang an ein äusserst guter Schüler.

Glaube und seine Folgen

Mit 13 erzählte ihm sein Halbbruder zum ersten Mal von Jesus – und Tariku war begeistert. «Zum ersten Mal wusste ich, dass jemand an mir interessiert ist, mich liebt.» Der Junge betete und bat Jesus, in sein Leben zu kommen. Doch als sein muslimischer Vater das herausfand, schlugen er und die Stiefmutter den Jungen bis zur Bewusstlosigkeit und warfen ihn auf die Strasse… Doch er starb nicht. Die nächsten sechs Jahre lebte er allein auf der Strasse und tat, was nötig war, um zu überleben. Er arbeitete als Träger, «so wie Esel, ich trug Sachen für Menschen. Sie zahlten mir dafür einen Penny und davon kaufte ich Essen.»

«Mein Sohn»

Zudem litt er an Asthma. Mit 15 Jahren hatte er beim Kochen am offenen Feuer einen so heftigen Asthmaanfall, dass er dachte, er würde sterben. «Während ich weinte und zu Gott schrie, hörte ich die leise, ruhige Stimme Gottes. Ich hörte ganz klar, wie er sagte: 'Tariku, mein Sohn, wein nicht. Du bist nicht hilflos. In drei Monaten werde ich dich vom Asthma heilen. Sobald du geheilt bist, werde ich dich innerhalb weiterer drei Monate in eine andere Stadt bringen, wo ich dir die Tür zur Bildung öffnen werde. Du wirst zur Universität gehen und dann mein Evangelium in aller Welt verbreiten in einer Sprache, die du zuvor nie gesprochen hast.'» Und genau so traf alles ein: Er wurde vom Asthma geheilt, besuchte eine Schule und erhielt für seine exzellenten Noten nach dem Abschluss ein Stipendium, um zu studieren.

Versöhnt

Kurz vor seinem Uni-Abschluss hörte sein Vater, dass Tariku noch am Leben war. Er suchte den Sohn auf und bat ihn um Vergebung. «Ich sagte: 'Papa, Jesus, dem ich folge, hat sich um mich gekümmert und von Asthma geheilt. Jesus hat mir Hoffnung geschenkt. Ja, Papa, ich vergebe dir, weil ich Jesus nachfolge.'» Er ging mit dem Vater zurück in sein Dorf und erzählte dort seine Überlebensgeschichte. Infolgedessen übergab das gesamte Dorf – auch sein Vater und die Stiefmutter – ihr Leben Jesus. «Zu sehen, dass sie Jesus aufgenommen haben, war für mich die grösste Erfüllung im Leben.» Er machte daraufhin seiner Masterabschluss und begann, für Campus für Christus zu arbeiten, heiratete und wurde zum Leiter der christlichen Studentenarbeit Äthiopiens.

2015 schliesslich schrieb er sich in die Regent-Universität ein und erhielt dort vier Jahre später seinen Doktortitel. Er studierte online, während er vollzeitlich für Campus für Christus Leiter in 24 Ländern schulte. «Das möchte ich erreichen: Erweckung für jedes Herz, Evangelium für jeden Sünder, Jüngerschaft für jeden Christen und Leiter für jedes Land.»

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