Facebook / @Leslie Means
Leslie Means

Leslie Means – Von der TV-Gastgeberin zur Lebensretterin

Eigentlich hatte Leslie Means einen von ihr begehrten TV-Job erhalten. Doch irgendwie spürte sie, dass da noch mehr kommen sollte…

Leslie Means, Gründerin von «Her View from Home», heute Mutter von drei Kindern, wuchs in Nebraska auf. «Im gleichen Haus, in welchem mein Vater aufgewachsen ist, in welchem bereits sein Vater grossgeworden ist, ebenso wie dessen Vater. Die Geschichte des Hauses ist sehr wichtig für mich – es ist seit dem Jahr 1901 im Besitz unserer Familie, und jetzt leben meine Schwester und ihre Familie dort.»

Nach dem College studierte sie an der Universität von Nebraska-Lincoln. «Dort lernte ich diesen süssen Kerl namens Kyle kennen. Wir haben direkt nach dem College geheiratet und sind nach Houston gezogen.» Kyle ergatterte einen Traumjob in der NBA bei den «Houston Rockets» und Leslie wollte als TV-Journalistin arbeiten.

Traumjobs?

Weil Leslie in Houston die gewünschte Arbeit nicht fand, zog das Paar nach Nebraska zurück. «Wenn man beim Fernsehen arbeitet, wird man schlecht bezahlt. Es ist nicht glamourös, bis man ganz oben angekommen ist. Als ich anfing, war ich Wochenend- und dann Morgenmoderatorin. Ich ging um 1 Uhr nachts zur Arbeit, und mein Mann arbeitete für ein lokales Sportteam im Marketing. Er kam erst spät von den Spielen nach Hause. Um Mitternacht küssten wir uns im Flur. Er kam von der Arbeit nach Hause und ich ging zu meinem Job. Es war wirklich schwierig, als meine Mädchen dann zur Welt kamen.»

Nach ein paar Jahren konnte Leslie Means eine lokale Talkshow starten. «Auf dem Papier sah es wie ein Traumjob aus. Bessere Arbeitszeiten, keine Wochen- und Nachtarbeiten. Ich konnte um sechs Uhr morgens beginnen und um eins wieder gehen.»

«Ich bin nicht da…»

Doch irgendetwas fehlte ihr. «Meine Familie und alles andere war wunderbar. Aber ich hatte das Gefühl, dass es in meiner Karriere mehr gab als das, was ich tat. Ich wusste einfach, dass es da draussen noch etwas anderes für mich gab.»

Dann erhielt sie einen Anruf von einer Frau, die ein paar Mal in der Sendung gewesen war, und die für die Handelskammer arbeitete. «Sie bot mir einen Job an. Eigentlich gab es keinen Grund, diesen anzunehmen, nur schon weil ich mich in der Wirtschaft nicht auskannte; aber ich sagte mir: 'Gottes Pläne sind grösser!'» Sie verliess das TV-Geschäft nach sieben Jahren.

Tränen

«Am ersten Tag, an dem ich für die Kammer arbeitete, kam ich in der Mittagspause schluchzend nach Hause. Ich fragte mich, was ich da überhaupt tat. Ich wusste nicht einmal, wie man eine Google-Tabelle erstellt, ich hatte keine Ahnung von Wirtschaft.»

Doch sie arbeitete weiter und stellte fest, dass sie sogar noch mehr Menschen kennenlernen konnte als beim Fernsehen. Ausserdem gründete sie die Website «Her View From Home», die Frauen und Mütter stärkt.

Nach einiger Zeit ermutigte Kyle sie, ihren Job bei der Kammer zu kündigen und sich voll und ganz auf die Website zu konzentrieren.

Getragen

Beim Start war klar, dass das Budget für die Seite einfach für den nächsten Monat reicht, um die Umtriebe zu bezahlen. «In diesem Monat erfuhren wir auch, dass wir unser drittes Kind erwarteten – aber es war, als würde Gott mir ermutigend zuflüstern; ich wusste einfach, dass alles gut werden würde, und ich hatte echten Frieden darüber.»

In jenem Sommer erhielt sie eine E-Mail von einer Frau, die schrieb: «Leslie, ich habe darüber gebetet und ich möchte meine Geschichte auf deiner Website erzählen.» Diese war damals noch recht klein. «Wir hatten 20'000 bis 25'000 Facebook-Follower, heute sind es 1,5 Millionen. Ich weiss nicht einmal genau, wie sie uns gefunden hat, aber ihre Geschichte handelte von ihrer Freundin, die sich vier Monate nach der Geburt ihres Kindes das Leben nahm. Nun wollte diese Frau diese Geschichte erzählen, damit andere Frauen erkennen, dass sie nicht allein sind, wie sie Hilfe bekommen und was sie tun müssen, um sich selbst und ihre Freunde zu schützen, wenn sie in dieser Situation sind.»

Frauen aus der ganzen Welt lasen diesen Artikel. «Uns wurde klar, wie wichtig all diese Verbindungen sind und dass wir weitermachen müssen. Jemand schrieb zum Beispiel, dass dieser Artikel ihr Leben gerettet habe. Da wusste ich, dass Gott einen grösseren Plan für diese Webseite hat, etwas, das ich mir nicht hätte vorstellen können.»

Teile diesen Beitrag
Das könnte dich auch interessieren
Story
Anna Shammas im Klassenzimmer

Neun Jahre heimatlos

Das Magazin «Amen» hat in Form von Kurzfilmreportagen festgehalten, wie Menschen heute Jesus erleben. Heute berichtet ...

Story
 Günther Klempnauer blickt mit 90 Jahren auf ein Leben mit zahlreichen tiefen Begegnungen zurück

Günther Klempnauer – Am Frühstückstisch mit Johnny Cash

Günther Klempnauer feiert seinen 90. Geburtstag. Bekannt machten den Pastor, Lehrer und Journalisten seine Gespräche ...

Story
Marianne Awaraji Daou

«Dennoch machen wir weiter» – Mutter und Führungskraft in Kriegszeiten

Der Muttertag findet im Libanon bereits am 21. März statt, mitten in einer Zeit, in der viele Familien mit Unsicherheit ...

Story
Ariana untersützt trotz der Unsicherheit im neuen Land afghanische Flüchtlingsfrauen (Symbolbild)

Ein Zeugnis aus Afghanistan – Von der Angst in die Freiheit

Ohne es zu wissen, heiratete Ariana einen heimlichen Christen in Afghanistan. Sie mussten in ein anderes Land fliehen, ...

Story
Craig DeMartino überlebte den Sturz und kann heute wieder klettern

Nach 30-Meter-Sturz – «Gott ist nicht eine Krücke, sondern die Brücke»

Von rund dreissig Metern auf einen Felsen zu stürzen, würde für viele Menschen tödlich enden. Doch Spitzenkletterer ...

Story
Sarah Drew

Geplant waren nur zwei Folgen – Wie Dr. April Kepner Generationen ermutigt

Eigentlich sollte ihre Rolle in «Grey's Anatomy» nach zwei Folgen enden. Doch aus Dr. April Kepner wurde eine der ...

Story
Melanie Rivas

«Vollständig verwandelt» – Vom «Borderline-Satanismus» zur Gottesbegegnung

Melanie Rivas’ Freude an Jesus ist ansteckend. Noch vor einem Jahr jedoch war die 22-Jährige obdachlos, mittellos und ...

Story
Mike Flynt

College-Spieler mit 59 Jahren – Reue brachte ihn zu einem unglaublichen Comeback

Mit 59 Jahren war Mike Flynt einer der ältesten College-Spieler der Geschichte. Das Durchhaltevermögen des Sohnes eines ...

Story
Gabrielas Startbedingungen waren extrem schwierig (Symbolbild)

Trotz schlechter Startbedingungen – «Gott hat mich von meiner Angst befreit»

Als Gabriela Withs Adoptivvater sie sexuell missbraucht und die Adoptivmutter davon erfährt, versucht diese, ihn vor ...