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Ellen Skrmetti

Furcht hat nicht das letzte Wort – Von der Bühnenangst zur Comedy-Karriere

Ellen Skrmetti ist Stand-up-Comedian und Autorin. Doch der Weg auf die Bühne war alles andere als leicht – sie litt unter starkem Lampenfieber. Und: Ein vermeintlicher Pakt mit Gott hielt sie jahrelang davon ab, ihre Berufung zu leben.

Heute begeistert sie die Menschen mit ihrem einzigartigen Humor – und einem tiefen Glauben, der ihre Karriere trägt. Schon früh war für Ellen Skrmetti klar: Humor gehört zu ihrem Leben. «Ich bin in einer sehr lustigen Familie aufgewachsen und gleichzeitig stark kirchlich geprägt. Deshalb mache ich viel Comedy über das Leben in der Kirche, denn man soll ja über das schreiben, was man kennt.»

Trotz dieser Prägung hat es lange gedauert, bis Ellen Skrmetti ihre Berufung gefunden hat. «Ich glaube, dass der Herr diesen Beruf für mich vorgesehen hat. Aber es war die Angst, die mich davon abgehalten hat.»

Diese Angst zeigte sich schon früh: Bei einem Talentwettbewerb für den Titel der Miss Mississippi überkam sie das Lampenfieber. «Ich betete: ‘Herr, wenn du mich heil von der Bühne bringst, verspreche ich, nie wieder auf eine Bühne zu gehen.’» Heute lacht Ellen Skrmetti über diesen Moment, aber damals lebte sie jahrelang in dem Glauben, dass Gott diesen «Deal» angenommen hatte.

Gott macht keine Deals, sondern Wege frei

Die Erkenntnis, dass Gott mit seinen Kindern keine Deals macht, kam Ellen Skrmetti erst als Erwachsene. «Plötzlich hörte ich den Herrn sagen: 'Ich habe diesen Deal nie angenommen.' Das hat mein Leben verändert. Von da an wusste ich: Ich muss herausfinden, wie ich diese Angst überwinden kann.»

Mutig begann sie, ihre Comedy zu entwickeln. Ein entscheidender Moment war ein Auftritt in einem lokalen Comedy-Club, bei dem sie endlich ihre Bühnenangst besiegte. «Der Besitzer sagte danach: ‘Lass uns das jeden Donnerstag machen.’» Ellen Skrmetti lernte, ihre Stimme zu finden und ihre Geschichten authentisch zu erzählen.

Von der Bühne zu Instagram – und wieder zurück

Die Pandemie brachte eine unerwartete Wende. Ellen Skrmetti entdeckte das renommierte Comedy-Institut «Second City» und nahm an Online-Kursen teil. «Dort habe ich gelernt, dass meine eigenen Geschichten ausreichen. Ich muss keine Figur erfinden.» Inspiriert begann sie, Comedy-Reels auf Instagram zu posten – immer mit einem Gebet im Herzen: «Herr, tue etwas so Grosses, dass nur du es sein kannst.»

Eines ihrer viralen Videos zeigt ein humorvolles Gespräch mit Jesus: «Ich fragte ihn, ob es zu dreist sei, für einen Bandwurm zu beten, damit ich abnehme.» Den Zuschauern gefiel diese ungezwungene Art, Glauben und Humor zu verbinden. «Ich glaube fest daran, dass man mit Jesus über alles reden kann – auch über lustige Dinge.»

«Wir brauchen Gott auch in den guten Zeiten»

Für Ellen Skrmetti war es eine Lektion, nicht nur in schwierigen Zeiten zu Gott zu kommen. «Früher habe ich gedacht: 'Danke, Herr, das schaffe ich schon.' Aber ich musste lernen, dass das Leben viel einfacher ist, wenn man den Herrn auch in guten Zeiten an seiner Seite hat.»

Heute ist der tägliche Austausch mit Gott für sie so selbstverständlich wie das Zähneputzen. «Er hat uns unsere Talente gegeben, und es funktioniert einfach besser, wenn wir sie ihm zurückgeben.»

Ellen Skrmettis Geschichte zeigt, dass es nie zu spät ist, Gottes Plan für das eigene Leben anzunehmen. Humor und Glaube gehen bei ihr Hand in Hand – und berühren das Publikum auf eine ganz besondere Weise.

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