Instagram/ @josephhabedank
Das Zeugnis von Joseph Habedank

Zwischen Erfolg und Abgrund – Unverhofft schlug die Falle zu

Joseph Habedanks Traum von der Musik erfüllte sich früh – doch dann folgte der Kampf gegen die Sucht. Seine Geschichte zeigt, wie Musik und Glaube durch dunkelste Zeiten tragen können.

Schon als Fünfjähriger wusste Joseph Habedank, dass sein Lebensziel die christliche Musikszene sein würde. «Ich erinnere mich, wie ich als kleiner Junge mit einem Walkman Musik hörte und dachte: ‘Das will ich mein Leben lang machen’», erinnert sich Joseph. Trotz der Herausforderungen, die die Scheidung seiner Eltern und ein Umzug mit sich brachten, verfolgte er unbeirrt seinen Traum.

Mit 17 Jahren gewann Joseph einen Talentwettbewerb, der es ihm ermöglichte, sein erstes Album aufzunehmen. Dies war der Beginn einer vielversprechenden Karriere, die durch eine entscheidende Begegnung geprägt wurde: Kirk Talley, eine Legende der Südstaaten-Gospel-Szene, hörte Joseph singen und empfahl ihn der Band «The Perrys».

«Ich war ein riesiger Fan von ‘The Perrys’, und als ich das Vorsingen gewann, fühlte es sich an, als würden all meine Träume wahr werden.» Die nächsten zehn Jahre gehörten «The Perrys», mit denen er durch das ganze Land tourte.

Medikamente wurden zur Falle 

Doch mit der Erfüllung seines Traums kam eine dunkle Wende. Ein zufälliger Zwischenfall während einer Tournee führte dazu, dass Joseph von verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln abhängig wurde. «Eine Frau gab mir zwei Schmerztabletten, und ich muss ehrlich sagen, ich habe mich sofort in das Gefühl verliebt», erzählt Joseph Habedank.

Was als Schmerzbehandlung begann, entwickelte sich zu einer schweren Abhängigkeit, die seine Karriere und sein Leben bedrohte. Trotz mehrerer Chancen, die ihm «The Perrys» gaben, konnte Joseph die Sucht nicht überwinden und musste die Band 2013 verlassen. «Es war die dunkelste Zeit meines Lebens. Ich war ein christlicher Musiker, aber mein ‘Vollzeitjob’ war es, Drogen zu jagen.»

Verzweifelte Suche nach Hilfe

Nach dem Verlust seiner Karriere suchte Joseph verzweifelt nach Hilfe. Er wandte sich an «Porter’s Call» in Nashville und begann eine intensive Behandlung in Cumberland Heights, die von «MusiCares» finanziert wurde, einer Organisation der «Recording Company», die für die Verleihung der Grammys bekannt ist.

«Ich dachte, wenn ich nicht mehr tun kann, was Gott mir gegeben hat, dann brauche ich Hilfe», sagt er. Mit der Unterstützung von Russ Taff, einem legendären christlichen Musiker, fand Joseph seinen Weg aus der Sucht. «So viel von unserer Sucht ist mit Lügen verwoben. Sobald wir etwas aus der Dunkelheit ins Licht bringen, verliert es seine Macht.»

Gott – der Schlüssel zur Kraft

Heute dient Joseph Habedank mit seiner Musik weit mehr als nur der Unterhaltung: Seine Lieder sollen Hoffnung geben und Menschen in ihren Kämpfen unterstützen.

«Mein neues Album ‘Autobiography’ erzählt nicht nur meine Lebensgeschichte, sondern vor allem die Geschichte von Jesus in meinem Leben», sagt er. Mit Songs wie «The Basement», das von Genesungstreffen in den Räumen christlicher Gemeinden inspiriert wurde, setzt er ein starkes Zeichen für die Kraft des Glaubens.

Für Joseph ist es entscheidend, sich jeden Tag mit Gott zu verbinden. «Wenn ich mich abends hinlege, sage ich: ‘Gott, danke für einen weiteren Tag der Nüchternheit. Bitte gib mir noch einen’», berichtet Joseph von seinen nächtlichen Gebeten. Diese ständige Verbindung zu Gott, sei es durch das Gebet oder das Lesen der Bibel, ist für ihn unverzichtbar geworden. «Wenn wir nicht bewusst Zeit mit Gott verbringen, werden wir einsam. Unser Glaube basiert auf dem Wort 'Glauben', und das bedeutet, dass wir mit jemandem sprechen müssen, den wir nie gesehen haben, von dem wir aber wissen, dass er da ist.»

 

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