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Bubba Watson

Golf-Profi Bubba Watson – Trotz Fehlern: «Ich möchte andere segnen»

Er ist einer der grössten Namen im Golfsport – Bubba Watson. Der zweifache Masters-Champion ist bekannt für seine langen Drives und seine aufregende Persönlichkeit. Nun legte er offen, «dass wir alle Probleme haben». Und er spricht über die Lösung.

Er ist einer der grössten Namen im Golfsport – Bubba Watson. Der zweifache Masters-Champion ist bekannt für seine langen Drives und seine aufregende Persönlichkeit. Nun legte er offen, «dass wir alle Probleme haben». Und er spricht über die Lösung.

In seinem neuen Buch «Up & Down» spricht Bubba über den Spagat zwischen Berühmtheit, Familienleben und dem unvollkommenen Versuch, Gottes Ruf zu folgen.

Bubba sagt: «Das ist der Grund, warum ich das Buch herausbringen wollte, um zu zeigen, dass wir alle Probleme haben. Und wenn man sagt, dass man keine hat, dann hat man sie wirklich. Oder? Lasst uns also ehrlich zu allen sein.»

Bubba ist nicht nur Golfer, sondern besitzt auch eine Eisdiele, ein Autohaus, eine Driving Range und er ist sogar Teilhaber eines Baseballteams der zweiten Liga.

Ursprünglich wollte er einst Pitcher der Major League Baseball werden. «Es begann damit, dass mein Vater ein Yankees-Fan war. Don Mattingly war der erste Baseman, ein Linkshänder, und ich war auch Linkshänder. Also wollte ich wie Don Mattingly sein, Mr. Baseball. Aber ich wollte auch werfen.» Ein paar Jahre später begann er mit dem Golf.

Begabung früh erkannt

Er wuchs in der Kleinstadt Bagdad in Florida auf. Schon früh war klar, dass Bubba eine Begabung für den Golfsport hatte. «Ich habe mit acht Jahren mit Turniergolf angefangen», erinnert sich Bubba. «Ich fing an, an allen vorbei zu schlagen. Die Leute begannen, mit meiner Familie darüber zu reden, wie weit ich den Ball schlagen konnte. Ohne Golf-Unterricht. Als ich etwa zwölf Jahre alt war, konnte man deutlich sehen, dass sich meine Fähigkeiten von denen anderer Leute unterschieden.»

Bubba nahm ein Golfstipendium an der Universität von Georgia an. Dort lernte er seine heutige Frau Angie kennen, die seinen Wunsch, Gott zu folgen, sofort prägte. «Wir fingen an, über die Kirche zu reden. Sie wuchs in einer christlichen Gemeinde auf und wusste, wer sie sein wollte, und sie fragte mich nach meinem Glauben. Ich sagte ihr, dass er sehr klein sei. Und ich erzählte ihr, dass ich eines Tages gebeten wurde, in die Kirche zu gehen, und dass ich mich dem Herrn anvertraute, aber das war's dann auch schon. Doch der Samen wurde damals gepflanzt. Und als ich nun nach Georgia kam und sie traf, ging er wirklich auf. Und ich bin immer noch dabei, darin zu wachsen, aber es war eine erstaunliche Reise und der Rest ist Geschichte. 20 Jahre später sind wir immer noch zusammen.»

Kinder adoptiert

In diesen zwanzig Jahren durchlebten die Watsons einige schwierige Zeiten, dazu zählte, dass sie keine Kinder zeugen konnten. Bubba sagt: «Wenn deine Frau dich ansieht und fragt 'Warum kann ich keine Mutter sein?' ist das schwer zu beantworten. Doch Gottes Timing ist viel besser.»

Im Jahr 2012 adoptierte das Paar einen kleinen Jungen namens Caleb und wusste sofort, dass er ein Geschenk Gottes war. Bubba erinnert sich: «Die Dame fragte als Erstes: 'Werden Sie seinen Namen ändern?' Ich sagte: 'Nein!' Sie sagte, dass dies eine tolle Geschichte in der Bibel sei. Und ich sagte: 'Ja, Ma'am! Ich würde seinen Namen nie ändern, weil er uns so segnen wird.'»

Nur zwei Wochen später, nachdem Caleb zur Familie gestossen war, gewann Bubba das wohl prestigeträchtigste Turnier des Golfsports – das US-Masters.

Der Druck wächst

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Bubba Watson beim Golfspielen

Aus der Perspektive eines Aussenstehenden betrachtet hatte Bubba Watson alles. Er hatte das Masters 2012 gewonnen, er hatte eine wachsende Familie und eine liebevolle Fangemeinde.

Doch unter der Oberfläche begann der Druck zu wachsen. Schwere Angstzustände führten dazu, dass Bubba sich zurückzog und ängstlich wurde. Er nahm sogar rund 15 Kilogramm ab.

Er dachte, er würde sterben. «Ich bin auf die Knie gefallen und habe geweint und gesagt: 'Nimm mich. Ich will das nicht durchmachen.' Ich betete: 'Nimm mich einfach. Was soll ich denn tun? Was soll ich mit meinem Leben anfangen?' Ich dachte: 'Ich höre mit dem Golf auf. Wenn das der Grund dafür ist, dass es mir so geht, bin ich mit dem Golfsport fertig. Ich möchte lieber körperlich gesund sein.'» Durch Gottes Hilfe konnte er schliesslich diese Zustände überwinden.

«Das macht mich besser»

Bubba wächst weiter in seiner Beziehung zu Gott, selbst in Momenten, auf die er, wie er sagt, nicht stolz ist. «Ich kann mich an einen bestimmten Moment erinnern, in dem ich ein paar unpassende Worte gesagt habe und dabei von der Kamera erwischt wurde.»

Im Medienzentrum wurde er sofort gefragt: «Deine Sprache … du nennst dich Christ?» Er antwortete: «Ich möchte mich bei euch bedanken, denn so werde ich besser. Wenn ihr mich nicht zurechtweist, kann ich nicht besser werden.» Bubba erklärt: «Wir alle haben solche Momente. In jüngeren Jahren hätte ich das nicht so gemacht. Ich wurde auf ein grösseres Podest gestellt, ein grösseres Rampenlicht, wo ich bereit sein muss, mich meinen schlechten Momenten auf eine andere Art zu stellen.»

Von guten Leuten umgeben

Er lobe seine Frau die ganze Zeit. «Wenn ich sie nicht getroffen hätte, wäre ich nicht dahin gekommen, wo ich sein sollte. Ebenso durch das enge Team um mich herum und meine engen Freunde und die verschiedenen Pastoren, die ich kennenlernen durfte. Sie konnten mir Weisheit vermitteln.»

Wichtig sei ihm auch Grosszügigkeit. «Wenn man anfängt zuzuhören und etwas über das Evangelium und die Bibel zu lernen, möchte man etwas zurückgeben. Ich möchte nicht, dass meine Kinder an meinem Sterbebett stehen und nur sagen: 'Er war zweimaliger Masters-Champion'. Wenn sie das sagen, habe ich schon etwas verpasst. Ich habe alles verpasst, was ich hätte tun sollen. Ich bin so sehr gesegnet worden, warum sollte ich nicht auch andere Menschen segnen?»

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