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David Wood

Der Mann ohne Emotionen – Soziopath bekommt eine zweite Chance

David Wood konnte weder lachen noch weinen. Als Soziopath hat er keine Emotionen und kennt keine Grenzen. Bald ist er so gestört, dass er versucht, seinen Vater umzubringen. Im Gefängnis fängt er an, Bibel zu lesen. Und das verändert alles...

David Wood konnte weder lachen noch weinen. Als Soziopath hat er keine Emotionen und kennt keine Grenzen. Bald ist er so gestört, dass er versucht, seinen Vater umzubringen. Im Gefängnis fängt er an, Bibel zu lesen. Und das verändert alles...

Ich war ein Soziopath. Das bedeutet, dass ich keine Emotionen entwickeln konnte. Egal, was passierte, ich war weder fröhlich noch traurig und es fehlte mir an jeglicher Empathie. Als wir in der Schule Evolution durchnahmen, begann ich zu glauben, dass ich bereits das nächste Stadium menschlicher Entwicklung erreicht hatte. Ich wurde nicht mehr durch Emotionen gesteuert und glaubte, dadurch stärker zu sein als andere.

Weil ich schon eine Evolutions-Stufe weiter war, dachte ich, dass für mich keine sozialen Regeln mehr gelten. Immer tiefer steigerte ich mich in diese Gedanken und wurde immer verwirrter. Ich brach in die Schule ein, klaute, streifte einfach alle Regeln ab, die mir andere auferlegen wollten, und fand mich überlegen. Schliesslich war ich so benebelt, dass ich glaubte, es gäbe nur einen Weg, komplett frei zu sein. Ich musste den umbringen, der mir die meisten Regeln auferlegte: meinen Vater.

Das brutale Verbrechen

Ich beschloss, meinen Vater mit einem Hammer zu töten. Von hinten ging ich auf ihn los und schlug so oft zu, bis ich dachte, er wäre tot. Danach ging ich einfach davon.

Ein Freund meiner Eltern fand meinen Vater und rief sofort den Krankenwagen. Meiner Mutter sagte ich, es kann sein, dass ich das war und erzählte ihr von den Stimmen, die mir das vorgeschlagen hatten. Sie brachte mich umgehend in die Psychiatrie. Und von dort kam ich ins Gefängnis. Da mein Vater überlebt hatte, bekam ich zehn Jahre wegen schwerer Körperverletzung. Aber nicht einmal die Strafe löste Emotionen in mir aus.

Diskussionen, eine Bibel und mein Dilemma

Im Gefängnis lernte ich einen Christ kennen. Randy las viel in der Bibel. Getrieben davon, andere zu verletzen, ging ich zu ihm und sagte: «Weisst du eigentlich, warum du in der Bibel liest? Nur weil du hier geboren bist. Als Chinese wärst du Buddhist und als Saudi ein Muslim.» Ich wollte ihn provozieren. Aber er fing an mir zu erklären, warum er Christ ist. Und was er sagte, war anders als alle Argumente, die ich kannte.

Immer wieder diskutierten Randy und ich über den Glauben und immer gewann er. Wenn ich bessere Argumente gegen ihn haben wollte, musste ich wohl anfangen, die Bibel zu lesen. Doch als ich darin las, musste ich zugeben, dass Jesus mich beeindruckte. Er war der beste Mensch, der je gelebt hat. Gleichzeitig wurde mir bewusst, dass ich der Schlechteste war. Aber ich schaffte es einfach nicht, mich zu ändern. Irgendwann wurde mir klar, dass nur Jesus in der Lage war, so einen kaputten Menschen wie mich zu verändern. Entweder er oder nichts auf dieser Welt.

Die Entscheidung

Ich kniete mich in meiner Zelle hin und fing an zu beten: «Gott, ich weiss nicht, ob ich morgen noch an dich glauben kann. Aber jetzt glaube ich an dich. Und wenn du mir helfen kannst, dann bitte tu es.» Dann bekannte ich Jesus meine Schuld und lud ihn in mein Leben ein. Als ich mich wieder aufrichtete, sah alles um mich anders aus. Es war, als wäre ich an einem ganz anderen Ort, als wäre plötzlich alles in Farbe. Der Drang, andere zu verletzen, war einfach weg und ich spürte eine unglaubliche Ruhe. Ich hatte mein ganzes Leben gekämpft und jetzt spürte ich, dass ich mich einfach hinsetzen und ausruhen konnte.

Schritte zur inneren Heilung

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David Wood mit seiner Familie

Lange Zeit hatte ich darüber nachgedacht, wie ich mich meinem Vater gegenüber verhalten soll. Durch die Kopfverletzung konnte er sich an nichts mehr erinnern. Aber jetzt als Christ wollte ich ihn nicht mehr anlügen. Ich beschloss, ihm einen Brief zu schreiben, ihm die Wahrheit zu sagen und ihn um Vergebung zu bitten. Wenig später besuchte er mich und sagte, dass er mir vergeben habe. Ich erinnere mich so gut an den Moment. Nicht nur, weil ich es unglaublich finde, dass er mir vergeben hat, sondern auch, weil ich plötzlich etwas in mir spürte, was ich nicht kannte: Freude.

Schritt für Schritt hat mich Jesus befreit und geheilt. Dank ihm darf ich heute ein normales Leben führen. Ich bin inzwischen glücklich verheiratet und habe vier Kinder. Heute weiss ich, dass es einen Schöpfer gibt, der alles geplant und auch mich gewollt hat. Ich bin diesem Schöpfer begegnet und er hat mich heil gemacht. Die Wahrheit zu erkennen, dass Gott uns liebt, verändert alles.

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